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Rotarierin engagiert sich gegen Vorurteile über Polio-Impfstoffe

Diana Maria Pirga

Rotary Club Türkiye Evrensel, Distrikt 2430
Digital Community Engagement Specialist, UNICEF Pakistan

Ich war auf der Suche nach Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement in meinem Heimatland Rumänien, als ich in den sozialen Medien einen Beitrag über ein Rotaract-Projekt sah. Ich spendete Geld, und die Mitglieder luden mich ein, sie vor Ort zu begleiten. Ich trat Rotaract bei und engagierte mich in vielen weiteren Projekten, die folgten. Man könnte sogar sagen, dass meine digitale Karriere dort begann. Damals boomten die sozialen Medien in Rumänien, und als Club begannen wir, Konferenzen für Jugendliche zu organisieren, damit sie soziale Medien nicht nur als Nutzer, sondern auch als Beruf kennenlernen konnten.

Foto: Khaula Jamil

Als ich bei Rotaract anfing, hatte ich keine Ahnung, worum es bei Rotary überhaupt ging. Ich erinnere mich noch heute daran, wie ich vor meinem Computer saß und mir all diese Videos über die Arbeit von Rotary im Rahmen der Initiative zur Ausrottung der Kinderlähmung ansah. Ich war beeindruckt von dem großen Einsatz, der dort geleistet wurde. Damals sagte ich mir, dass es toll wäre, eines Tages gemeinsam mit Rotary an diesem Programm mitzuarbeiten. Und irgendwie bekam ich zehn Jahre später diese Chance.

Bei UNICEF besteht ein Teil meiner Arbeit darin, mit Falschinformationen umzugehen und Vorbehalte gegenüber der Polio-Impfung anzugehen. Die Mehrheit der Eltern ist nicht gegen Impfungen und lässt ihre Kinder bei jeder Impfkampagne impfen. Es gibt jedoch eine kleine Gruppe, die Bedenken hat. Manche Menschen fürchten Nebenwirkungen, andere fragen sich, warum Kinder mehrere Dosen desselben Impfstoffs benötigen. Wenn diese Bedenken nicht aufgegriffen werden, kann die Unsicherheit wachsen und zu negativen Vorurteilen, Impfskepsis oder Impfverweigerung führen.

Wir gehen auf Bedenken bezüglich Impfungen auf zwei Arten ein. Erstens unterstützen wir Gesundheitspersonal mit einfachen Erklärungen, die sie im Gespräch mit Familien verwenden können, um zu verdeutlichen, warum der Polio-Impfstoff sicher ist und warum wiederholte Dosen erforderlich sind. Zweitens stützen wir uns auf vertrauenswürdige lokale Stimmen. Eltern hören eher auf Menschen, die sie kennen, und wenn andere Betreuer von ihren eigenen Erfahrungen mit der Impfung ihrer Kinder berichten, ist diese Bestätigung oft wichtiger als offizielle Botschaften. Indem wir aufmerksam zuhören und mit vertrauenswürdigen Stimmen aus der Gemeinschaft zusammenarbeiten, stärken wir das Vertrauen in die Polioimpfung – ein Gespräch nach dem anderen.

Aus: Rotary April 2026

Spenden Sie während der Weltimpfwoche im April für die Ausrottung der Kinderlähmung.