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Die Fußballweltmeisterschaft und Rotary

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Mitglieder in den 16 WM-Austragungsstädten in Nordamerika planen Veranstaltungen, um Rotary bekannt zu machen — und die Völkerverständigung zu fördern

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Wing-Kai To wuchs mit internationalem Fußball auf und bewunderte dessen Stars. Als Kind in Hongkong verfolgte er Spieler wie Pelé, Franz Beckenbauer, Johan Cruyff und Diego Maradona.

Heute lebt To in den Vereinigten Staaten, ist Mitglied des Rotary Clubs The Bridgewaters, Massachusetts, USA, und begeistert sich nach wie vor für den internationalen Fußball. Er hofft, als einer von Hunderten von Freiwilligen ausgewählt zu werden, wenn die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 im Gillette Stadium in der Nähe von Boston stattfindet.

Wing-Kai To, Mitglied des Rotary Clubs von Bridgewater, Massachusetts, USA, hält einen Fußball in der Hand, nachdem er sich als Freiwilliger für die Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in der Nähe von Boston beworben hat.

„Ich freue mich darauf, eine der rund zwei Dutzend Aufgaben zu übernehmen, die zur Unterstützung des Turniers anfallen“, sagt To, Professor für Geschichte an der Bridgewater State University. „Ich habe mir bereits Tickets für das Spiel zwischen Schottland und Marokko gesichert und bereite mich darauf vor, beide Mannschaften anzufeuern.“

Die Weltmeisterschaft, das meistgesehene Sportereignis der Welt, wird zum ersten Mal von drei Ländern gemeinsam ausgerichtet. Ein auf 48 Mannschaften erweitertes Teilnehmerfeld wird vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den Ballungsräumen von 16 Städten in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten spielen. In Kanada sind dies Toronto und Vancouver. In Mexiko sind es Guadalajara, Mexiko-Stadt und Monterrey. Und in den USA sind es Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Kansas City, Los Angeles, Miami, New York/New Jersey, Philadelphia, San Francisco und Seattle. Die Spiele bieten Rotary Clubs eine einzigartige Gelegenheit, Gastfreundschaft zu zeigen und die Arbeit von Rotary auf der globalen Bühne zu fördern.

Larry Lunsford, Präsident elect von Rotary International, begann Ende 2025 damit, Rotary-Führungskräfte in den Austragungsstädten miteinander zu vernetzen, um für von Rotary organisierte Veranstaltungen vor und während des Turniers zu werben. Seitdem trifft sich ein Führungsgremium der Austragungsstädte, das sich größtenteils aus ehemaligen Governor/innen zusammensetzt, um sicherzustellen, dass Rotary in jeder WM-Austragungsstadt stark und koordiniert vertreten ist.

Rotarische Gastfreundschaft

Larry Lunsford bittet die Distrikte insbesondere um Rotary Friendship Exchanges, um Rotary-Fußballfans aus aller Welt mit lokalen Mitgliedern zusammenzubringen, die bereit sind, sie zu beherbergen. „Das ist der Höhepunkt der Möglichkeiten, wie sich Rotary-Distrikte in den WM-Städten an diesem spannenden Ereignis beteiligen können“, sagt Lunsford, Mitglied des Rotary Clubs Kansas City-Plaza, Missouri, USA. „Ich bin stolz auf das, was wir in Kansas City auf die Beine gestellt haben, und ich hoffe, dass sich Distrikte in allen Regionen daran beteiligen werden.“

Rotary Friendship Exchanges unterstützen die Friedensbemühungen von Rotary durch persönliche, aber auch virtuelle Besuche und Gegenbesuche. Die Austauschprogramme bieten Rotary-Mitgliedern sowie deren Familien und Freunden die Möglichkeit, sich gegenseitig zu besuchen und bei sich zuhause ebenso wie in den Clubs zu Gast zu haben. Die Vorsitzenden des Rotary-Freundschaftsaustauschs in den einzelnen Distrikten legen die Einzelheiten fest. (Hier ein Link zu einem Leitfaden zum Friendship Exchange)

Ben Martin, der Vorsitzende des Rotary-Freundschaftsaustauschs für den Distrikt 6040, zu dem auch Teile des Großraums Kansas City gehören, nahm Kontakt zu seinen Amtskollegen in Argentinien, Österreich, Algerien, Curaçao, Ecuador, den Niederlanden und Tunesien auf – Länder, deren Mannschaften entweder im Raum Kansas City spielen oder in der Nähe Trainingsanlagen eingerichtet haben. Bislang planen 20 Mitglieder aus zwei Distrikten in Argentinien, an den Austauschprogrammen teilzunehmen. Der Distrikt hat etwa zwei Dutzend Mitglieder gefunden, die bereit sind, sie zu beherbergen.

Nicht jeder Distrikt hat einen Vorsitzenden für den Freundschaftsaustausch, aber die Clubs haben andere Möglichkeiten, den Gastmitgliedern Gastfreundschaft zu erweisen. Einheimische und Gastmitglieder können an lokal organisierten Public-Viewing-Veranstaltungen teilnehmen und gemeinsam die vielen Events rund um die Weltmeisterschaft besuchen. „Das wird für uns faszinierend. Argentinien ist der amtierende Weltmeister“, sagte Stephanie Meyer, Mitglied des Organisationskomitees der Gastgeberstadt und ehemalige Governorin des Distrikts 5710, zu dem ein Teil des Großraums Kansas City gehört. „Wir erwarten große Begeisterung rund um das Spiel.“

Chance für Friedensarbeit

Einige Mitglieder arbeiten mit Vertretern der Gemeinwesen zusammen, um vor oder während der Weltmeisterschaft Friedenspfähle als Mahnmale aufzustellen. Die Stadtverwaltung von Atlanta hat zugestimmt, einen Pfahl zu errichten, wobei Vertreter des Bundesstaates und der Stadt anwesend sein werden. Auch Rotary-Mitglieder an allen drei Austragungsorten der Weltmeisterschaft in Mexiko planen Zeremonien zur Aufstellung von Friedenspfählen. Im Distrikt 7950 (Rhode Island und Massachusetts, USA) haben Mitglieder einen Friedens- und Weltmeisterschaftsausschuss gebildet, um Veranstaltungen im Zusammenhang mit den sieben Spielen zu organisieren, die in der Nähe von Boston stattfinden.

Aktionen gegen den weltweiten Menschenhandel

Großveranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft können immer auch zu einer Zunahme von Fällen von Menschenhandel führen. Daher steht die Bekämpfung dieser Praxis im Mittelpunkt der Arbeit von Organisationen wie der Rotary Action Group Against Slavery. Mit Unterstützung der Aktionsgruppe schult der Rotary Club von Roswell (Georgia, USA) in der Nähe von Atlanta lokale Polizeibeamte und Dienstleister darin, die Anzeichen von Menschenhandel zu erkennen und potenziell betroffene Menschen zu unterstützen. In einem großen Park in Atlanta ist eine Mahnwache bei Kerzenschein geplant, und Mitglieder des Versandunternehmens UPS werden gemeinsam mit Rotary-Mitgliedern und anderen Teilnehmern 50.000 Taschen mit lebensnotwendigen Hilfsgütern für Opfer von Menschenhandel packen.

In Seattle arbeitet Rotary mit Businesses Ending Slavery & Trafficking zusammen, um Unternehmen in der Nähe von Spielstätten und anderen Veranstaltungen im ganzen Bundesstaat spezielle Schulungen und Unterstützung anzubieten. In Mexiko arbeiten Mitglieder in Guadalajara, Mexiko-Stadt und Monterrey mit der Rotary-Aktionsgruppe gegen Sklaverei zusammen, um Dienstleister zu schulen und Menschenhandel zu verhindern. „Menschenhandel ist nur ein Aspekt unserer WM-Planung“, sagt Dave McCleary, globaler Vorsitzender der Aktionsgruppe und ehemaliger Präsident des Rotary Clubs Roswell. „Wir sehen die Weltmeisterschaft als echte Chance, Rotary zu präsentieren, sei es durch die Ausrichtung einer Veranstaltung, die Aufstellung eines Friedenspfahls oder den Schutz schutzbedürftiger Menschen vor Menschenhandel.“

Das Führungsgremium der WM-Austragungsstädte hat ein World Cup Volunteer Opportunities Formular für Rotary-Mitglieder, die im Ausschuss mitarbeiten oder mehr erfahren möchten. Mitglieder können sich zwecks weiterer Infos auch schriftlich an rotaryworldcup@gmail.com wenden.

— April 2026