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Als Ehrenpräsident von Rotary unternahm Paul Harris in den 1920er und 1930er Jahren zahlreiche Reisen, oft in Begleitung seiner Frau Jean. Während dieser Reisen pflanzte der naturverbundene Harris Bäume als Symbol für guten Willen und Freundschaft.

Im Herbst 1932 begab sich Harris auf eine fünfwöchige Reise zu europäischen Rotary Clubs und pflanzte unterwegs Bäume.

„Am Mittwochvormittag pflanzte ich meinen ersten Baum der Freundschaft auf europäischem Boden. Es erschien mir besonders passend, dass die Veranstaltung in Deutschland – in dessen Hauptstadt – Berlin stattfand. Die Pflanzung fand auf einem Sportplatz statt, der früher für Kriegszwecke genutzt worden war, und eine große Zahl von Personen, darunter Rotarier, Vertreter der Stadtverwaltung und andere, war anwesend.“

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Seitdem pflanzen Rotary-Mitglieder Bäume im Zeichen der Freundschaft und des Gemeindienstes. Diese Bäume, die weltweit zu finden sind, haben sich zu bleibenden Denkmälern für die Ideale von Rotary entwickelt.

Im weiteren Verlauf seiner Europareise pflanzte Harris auch Bäume in Estland, Norwegen und Schweden.

Das Pflanzen von Bäumen wurde zu einem Markenzeichen seiner Reisen, unter anderem in Australien, Brasilien, Japan, Mexiko und Neuseeland. In „My Road to Rotary“ erinnerte sich Harris: „In Zusammenarbeit mit Rotariern und lokalen Behörden habe ich Freundschaftsbäume in Parks und auf Spielplätzen auf fünf Kontinenten der Welt und sogar auf einigen der größten Inseln der Welt gepflanzt. Unsere Bäume galten als Symbole für internationale Verständigung und guten Willen.“

Auch andere Rotary-Präsidenten hielten an dieser Tradition fest. Im Rotary-Jahr 1931/32 pflanzte der damalige RI-Präsident Sydney W. Pascall an den Standorten der von ihm besuchten Rotary Clubs Bäume, wie berichtet wurde, auf Anregung von Paul Harris.

Nicht alle Bäume wurden außerhalb der Vereinigten Staaten gepflanzt. Die Harrises empfingen häufig Rotary-Mitglieder und Würdenträger in ihrem Haus in Chicago und pflanzten gemeinsam mit ihren Gästen Bäume, um diesen Anlass zu feiern. Sie nannten den Garten ihren „Friendship Garden“.

Die Rotary-Mitglieder pflanzen weiterhin Bäume, um dauerhafte Freundschaften und Fellowship zu symbolisieren, Parks und Gemeinwesen zu verschönern und zu einer grüneren Welt beizutragen.

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