
Nach 46 Jahren in Barcelona kennt Sergio Aragón die Vorzüge der Stadt nur zu gut. Er möchte, dass die Besucherinnen und Besucher der Rotary International Convention 2027 die berühmte Architektur, die Küche und die Kultur der Stadt erleben – und anschließend auch die Umgebung jenseits der Stadtgrenzen erkunden. „Wir werden unseren Gästen viele Möglichkeiten bieten, Musik zu genießen, zusammenzukommen und die kulinarischen Genüsse nicht nur in der Stadt, sondern auch in anderen Städten rund um Barcelona zu erleben“, sagt Aragón, Vorsitzender des Host Organization Committee.
Aragón teilte seine Gedanken darüber mit, welche Reiseziele in der Region empfehlenswert sind, wie sich Barcelona in den letzten Jahren verändert hat und was er an der Stadt am meisten schätzt. Bis zum 21. September können Sie sich zu einem ermäßigten Preis für die Convention anmelden (siehe Seitenleiste).
F: Als Sie mit der Planung der Convention begannen, welche Aspekte der Stadt wollten Sie unbedingt in den Vordergrund stellen?
A: Die Offenheit, die für diesen Teil des Mittelmeerraums sehr charakteristisch ist. Offenheit, Glück und Lebensfreude. Musik, Tanz, Essen und Geselligkeit. Und all die einzigartigen Aspekte einer Stadt mit einem äußerst vielfältigen kulturellen Erbe.
F: Sie leben seit 1980 in Barcelona, richtig? Wie hat sich die Stadt seitdem verändert?
A: Ein Ereignis, das für mich – wie auch für so viele andere – ein außergewöhnliches Erlebnis war, waren die Olympischen Spiele im Jahr 1992. Die Stadtverantwortlichen haben im Vorfeld der Spiele zahlreiche vernachlässigte Stadtteile wiederbelebt. Der Charakter der Stadt veränderte sich völlig. So war beispielsweise das Hafengebiet sehr beliebt, doch alle umliegenden Gebiete waren von Industriegebäuden und Werften eingenommen. Sie waren nicht besonders attraktiv. Durch die Spiele wurde dieses Gebiet vollständig neu gestaltet. Die Stadt hat ihre Uferpromenade wiederentdeckt, und nun ist sie einfach fantastisch. Es gibt dort Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Unterhaltungsangebote. Das ist wirklich etwas Besonderes.
F: Sie haben gesagt, dass Sie hoffen, dass die Teilnehmenden an der Convention die Gelegenheit nutzen werden, die Region zu erkunden. Welche interessanten Städte gibt es in der Umgebung?
A: Salou liegt etwa 100 Kilometer (62 Meilen) südlich. Es ist eine bei Touristen sehr beliebte Stadt, eine Küstenstadt mit riesigen Vergnügungsparks, und sie ist zudem sehr freundlich und sehr offen. Der Bürgermeister kennt uns sehr gut.
Außerdem gibt es noch Tarragona, eine weitere Stadt südlich von Barcelona. Die Stadt verfügt über eine riesige UNESCO-Welterbestätte mit sehr gut erhaltenen Überresten einer alten römischen Stadt, die mehr als 2.000 Jahre alt ist.
F: Gibt es in der Nähe weitere Orte, die Convention-Teilnehmer besuchen sollten?
A: Castelldefels ist eine Stadt, die etwa 20 Kilometer (12 Meilen) südlich von Barcelona liegt. Auch zum Bürgermeister dieser Stadt pflegen wir ein sehr gutes Verhältnis. Er machte den Vorschlag, dort zusammen mit dem örtlichen Rotary Club zeitnah zur Convention eine Veranstaltung zu organisieren.
Ich sollte auch andere Städte in der Umgebung nicht vergessen, wie beispielsweise Badalona und Girona, die beide nördlich von Barcelona liegen. Sie verfügen über wunderschöne Stadtzentren.
Zudem ist das Jahr 2027 ein hervorragender Zeitpunkt für einen Besuch in Santiago de Compostela. Es wird ein heiliges Compostelanisches Jahr sein, daher wird die Heilige Pforte der Kathedrale geöffnet. In jedem Jahrhundert werden vierzehn dieser heiligen Jahre begangen. Viele Menschen wandern auf dem Jakobsweg zur Kathedrale von Santiago de Compostela. Das ist ganz berühmt. Aber natürlich auch recht weit entfernt. Wir sprechen hier von einer Entfernung von 1.000 Kilometern. Es ist eine der entlegensten Gegenden Spaniens, die man von Barcelona aus erreichen kann.
