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Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen kann darüber entscheiden, ob ein Kind eine Schulbildung erhält. Das haben die Mitglieder des Rotaract Clubs in der Region Ashanti in Ghana erfahren, als sie etwas für die Schulen in ihrer Umgebung tun wollten.
Dort war das Wasser knapp oder verunreinigt. Die Folge: Eine hohe Zahl an Durchfallerkrankungen und anderen Krankheiten. Es gab keine modernen Toiletten und Mädchen standen keine eigenen Räume für die Menstruationshygiene zur Verfügung. Der Wassermangel beeinträchtige das komplette Leben der Schüler/innen. Am Weltwassertag der Vereinten Nationen (22. März) wird auf die weitreichenden Auswirkungen von Zugang zu Wasser hingewiesen.
„Die Wasserknappheit entwickelt sich zunehmend zu einem Faktor, der Instabilität, Vertreibung und Konflikte begünstigt“, so Tshilidzi Marwala, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen, im Januar. „Ein gerechter Umgang mit [Wasser] – die Gewährleistung, dass gefährdete Gemeinwesen geschützt werden und unvermeidbare Verluste gerecht aufgeteilt werden – ist heute von zentraler Bedeutung für die Wahrung von Frieden, Stabilität und sozialem Zusammenhalt“, so Marwala weiter.
Weltweit haben mehr als 2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem, sicherem Trinkwasser. Menschen den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu ermöglichen, hat für Rotary höchste Priorität und ist einer der sieben Schwerpunktbereiche von Rotary.
Mit einem Global Grant der Rotary Foundation in Höhe von 57.000 US-Dollar haben Mitglieder der Rotaract Clubs von Kumasi und Obuasi in Ghana acht Schulen in der Ashanti-Region mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen versorgt. Im Rahmen des Projekts wurden an zwei Schulen rund 80 Mikro-Spültoiletten und 10 Urinale eingebaut, Umkleideräume für Mädchen errichtet sowie Brunnen angelegt. Rotary und Rotaract Clubs aus Ghana sowie Rotaract Clubs aus der Türkei und den USA unterstützten die Initiative. Davon profitierten mehr als 6.000 Menschen.
Weitere aktuelle Rotary-Projekte in Mexiko, Kenia und der Dominikanischen Republik verdeutlichen die weitreichenden Auswirkungen des Zugangs zu Wasser.
Sauberes Wasser für die Rarámuri
Mexiko
Das indigene Volk der Rarámuri lebt in abgelegenen Bergdörfern im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Aufgrund des Mangels an sauberem Wasser sind sie mit hohen Raten an Infektionskrankheiten, Unterernährung und Säuglingssterblichkeit konfrontiert. Die Dörfer sind nicht an die Wasserversorgung angeschlossen. Das Gelände macht das Bohren von Brunnen praktisch unmöglich.
Im Rahmen eines durch einen Global Grant finanzierten Projekts unter der Leitung des Rotary Clubs Chihuahua Campestre in Chihuahua, Mexiko, wurden in zwei Dörfern Regenwasser-Auffanganlagen und Wasseraufbereitungssysteme errichtet, wodurch 54 Familien mit Wasser versorgt werden.
Das Projekt umfasste Maurerkurse für die Bewohner, die sich am Bau beteiligten. Frauen und Mädchen müssen jetzt keine langen Wege mehr zurücklegen, um Wasser zu holen. Partnerorganisationen stellten Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel für Kinder, schwangere Frauen und ältere Bewohner/innen bereit.
Sanddämme für Landwirte
Kenia
Die Einwohner/innen im Südosten Kenias leiden unter Armut und Hunger aufgrund von Klimaextremen und häufigen, schweren Dürren. Der Rotary Club Embakasi in Kenia leitete ein durch einen Global Grant finanziertes Projekt zum Bau von Sanddämmen, Brunnen und Handpumpen für zwei von Subsistenzwirtschaft lebende Gemeinwesen.
Das mit 88.000 US-Dollar geförderte Projekt schuf nachhaltige Wasserquellen für rund 3.000 Menschen. Zudem wurden Landwirte in Anbaudiversifizierung und Fruchtfolge, Baumpflege und -bewirtschaftung, Imkerei, Boden- und Wasserschutz sowie Tierhaltung geschult. Im Rahmen der Initiative wurden dürreresistentes Saatgut, Baumsetzlinge und Chemikalien zur Lebensmittelkonservierung verteilt.
Anlage für das „Haus des Lichts“
Dominikanische Republik
„Casa De Luz“ („Haus des Lichts“) betreut in Santo Domingo, Dominikanische Republik, 40 verwaiste und verlassene Kinder mit schweren Behinderungen. Das Krankenhaus des Wohnprojekts bezieht sein Wasser aus einem Brunnen, doch dieses ist nicht sauber.
Mit einem Global Grant in Höhe von 117.000 US-Dollar hat der Rotary Club Santo Domingo Bella Vista in der Dominikanischen Republik eine Wasseraufbereitungsanlage im Krankenhaus errichtet. Die Anlage liefert ausreichend Wasser für das Krankenhaus sowie einen Überschuss zum Verkauf. Neben der Schulung der Krankenhausmitarbeiter/innen im Umgang mit dem System wurde im Rahmen des Projekts eine Route für Lkw ausgearbeitet, um Wasser im gesamten Gemeinwesen zu verkaufen. Rund 4.500 Menschen wurde mit diesem Projekt geholfen.