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Obwohl Arch C. Klumph vor allem als „Vater der Rotary Foundation“ bekannt war, zeigte er sich hinsichtlich seiner Rolle bei deren Gründung bescheiden.

Arch C. Klumph, um 1916.
Im Jahr 1928 nannte er drei Errungenschaften, die ihm „mehr Befriedigung verschafften als alle anderen Beiträge für Rotary“ – und die Gründung der Foundation gehörte nicht dazu. Stattdessen hob er seine Rolle bei der Ausarbeitung der Rotary-Verfassung im Jahr 1915 hervor, die, wie er betonte, „Rotary International seine erste zentrale Macht verlieh und alle Ziele und Grundsätze von Rotary universell machte“. Er war zudem stolz darauf, Anwesenheitslisten eingeführt zu haben und als Erster auf der Gründung einer europäischen Zweigstelle von Rotary International bestanden zu haben.
Klumph wurde am 6. Juni 1869 in der Kleinstadt Conneautville im US-Bundesstaat Pennsylvania geboren. Als er noch ein Kind war, zog seine Familie nach Cleveland, Ohio, wo er 1911 Gründungsmitglied des Rotary Clubs von Cleveland wurde. Als Clubpräsident setzte er sich 1913 dafür ein, dass der Club eine Rücklage bildete, um auch in Zukunft seine gemeinnützige Arbeit fortsetzen zu können. Dieser Gedanke blieb ihm erhalten, als er fortan in anderen Funktionen für Rotary tätig war.
Fünf Jahre nach seinem Beitritt zu Rotary wurde Klumph zum Präsidenten von Rotary für das Jahr 1916/17 gewählt.

Klumph auf dem Titelblatt der Septemberausgabe 1916 von „The Rotarian“. In seiner Botschaft erinnert er die Mitglieder daran, dass „Rotary größer ist als jeder Einzelne, als jeder Zentralvorstand“.
Gegen Ende seiner Amtszeit erinnerte er die Mitglieder auf der Rotary-Convention 1917 in Atlanta, Georgia, USA, daran, dass „Rotary derzeit in eine neue Ära eintritt, die verbesserte Verwaltungsmethoden erfordert, um die großartigen Grundsätze, die bisher festgelegt wurden, umzusetzen.“ Er legte sechs Aktionspunkte fest, darunter die Einrichtung einer Stiftung, aus der später die Rotary Foundation hervorging:
„Da wir uns in vielfältiger Weise für den Gemeindienst engagieren, erscheint es äußerst angebracht, dass wir Stiftungsgelder annehmen, um Gutes in der Welt zu tun – sei es im karitativen Bereich, im Bildungswesen oder auf anderen Wegen des gesellschaftlichen Fortschritts; oder solche Mittel könnten gut für die Ausbreitung unserer Arbeit genutzt werden.“
Durch Klumphs einfache, aber tiefgründige Aussage wurde der Rotary-Stiftungsfonds ins Leben gerufen. Im Jahr 1928 wurde der Name offiziell in „The Rotary Foundation“ geändert, und es wurde ein Kuratorium (Board of Trustees) eingerichtet, dessen erstem Vorsitz Klumph von 1928 bis 1935 innehatte. Auch nach seinem Rücktritt als Vorsitzender setzte er sich weiterhin dafür ein, Führungskräfte und Mitglieder von Rotary über die Bedeutung der The Rotary Foundation aufzuklären und zu Spenden zu ermutigen.
Klumph starb am 3. Juni 1951 im Alter von 82 Jahren, doch sein Einfluss lebt durch die Foundation bie heute weiter.

Rotary-Präsident Arch Klumph und der Zentralvorstand von 1916/17. Oben, von links nach rechts: F.W. Galbraith Jr., E. Leslie Pidgeon, Chesley R. Perry, Guy Gundaker. Unten (von links nach rechts): Arch C. Klumph, Allen D. Albert.