Gedanken des Chairs

Dong Kurn (D.K.) Lee

Trustee Chair 2013/14

April 2014

Willkommen im Zeitschriften-Monat.

Mit einer Mitgliedschaft, die 200 Länder und geografische Regionen umspannt, sind die Rotary Publikationen heute wichtiger denn je. Der RI Zentralvorstand bestimmte den April zum Rotary-Schwerpunktmonat „Zeitschriften" – ein Monat, in dem wir die Rolle der Rotary-Magazine in unserem Rotary-Leben würdigen und uns bewusst machen, welche Rolle wir in unseren Publikationen spielen sollten.

The Rotarian, herausgegeben vom RI Zentralbüro in Evanston, hat eine Auflage von 500.000. Weltweit werden 31 weitere Rotary-Magazine in über 20 Sprachen herausgegeben. Insgesamt erreichen diese 32 Magazine über 1,2 Millionen Menschen. Um dies zu ermöglichen, brauchen wir mehr als die Arbeit von Redaktionen – es bedarf des Einsatzes von Rotariern. Für mich ist das Beste an den Rotary-Magazinen, dass ich darüber lesen kann, was andere Clubs machen. Jede Ausgabe, jeder Artikel ist eine Chance, sich zu informieren und inspirieren zu lassen.

Wir befinden uns in einem Zeitalter der elektronischen Kommunikation, doch gedruckte Magazine werden auch weiterhin eine wichtige Rolle für unsere Organisation spielen. Und dennoch müssen wir offen sein gegenüber neuen Formaten, um unsere Botschaft zu verbreiten. Aus diesem Grund rege ich Sie alle in diesem April dazu an, den neuen digitalen Auftritt von The Rotarian zu erkunden: www.therotarianmagazine.com. Versenden Sie die Artikel darin auch an Freunde und Ihre Familie, oder stellen Sie sie auf Facebook und Twitter ein. Dies ist eine neue Chance, um die großartigen Ideen und die großartige Arbeit der Rotarier einem noch größeren Publikum vorzustellen und zukünftige Generationen dazu anzuregen, es ihnen nachzutun.


März 2014

Seit seiner Gründung strebt Rotary danach, so viel Gutes zu tun wie möglich, wo immer dies möglich ist. Rotary, das waren stets lokale Clubs, die gemeinsam eine internationale Organisation ausmachen, und das bedeutet, dass Rotary-Projekte sowohl lokale als auch globale Auswirkungen haben. Doch mit Blick auf die Zukunft und während die Rotary Foundation auf der bereits gelegten Grundlage weiter aufbaut, wissen wir auch, dass wir neue, kreative Möglichkeiten erkunden müssen, um Probleme anzugehen.

Viele Clubs hier in Amerika vergeben zum Beispiel Wörterbücher an Schulkinder – eine schöne Art, um Bildung zu fördern. Doch sind Wörterbücher wirklich heutzutage noch ihr Geld wert, wo die meisten Schüler ein Wort wohl eher online nachschlagen werden? Welche anderen Projekte könnten Bildung fördern und dabei noch größere und nachhaltigere Auswirkungen haben?

Während der Pilotphase des neuen Grant-Modells entstanden einige spannende Partnerschaften zwischen Clubs und anderen Organisationen. Eine, von der ich besonders begeistert bin, ist die Zusammenarbeit zwischen zwei Rotary Distrikten in Kalifornien und Uganda und zwei Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Uganda. Diese Distrikte nutzten die neuen Berufstrainings, um Rotarier und andere Experten nach Nkondo zu entsenden, wo sie bei der Einrichtung eines Wassersystems und der Weiterbildung von medizinischem Personal halfen. Die lokale Regierung war so beeindruckt, dass sie sich ebenfalls beteiligte.

Der Aufenthalt des Berufstrainingsteams führte zu einer Partnerschaft mit einer NGO in Uganda, die Trainings im Bereich Mikrofinanzwesen anbietet sowie eine Partnerschaft mit einer NGO, die mit Landwirten zusammenarbeitet. Rotarier aus Kenia und Uganda reisten in den Distrikt 5340 in Kalifornien, um mehr über nachhaltigen Anbau und Bewässerung sowie erfolgreiche Geschäftspraktiken zu lernen.

In diesem Fall war unsere Foundation nicht nur in der Lage, durch ihre Dienste auf die Bedarfe eines Dorfes einzugehen sondern zudem lokale Gruppen zu Neuem anzuregen und zu stärken, wie es nur Rotary kann.

Rotary tat sich schon immer mit anderen Organisationen und Regierungen rund um den Globus in Partnerschaften zusammen. Ohne unsere globalen Partner wäre die Ausrottung von Polio weiterhin nur ein Traum. Und für die Zukunft gilt dies umso mehr. Während wir unser neues Grant-Modell umsetzen, wird unser Erfolg abhängen von strategischen Partnerschaften, die die globale Reichweite von Rotary auf lokaler Ebene nutzen.


Februar 2014

Die letzte Hürde.

1985 machten wir ein Versprechen. Wir verpflichteten uns damals, dass wir die Kinderlähmung ausrotten würden - egal, wie lange es dauern würde. Von diesem Versprechen sind wir nie abgewichen, auch wenn sich die Aufgabe als viel schwieriger und langwieriger herausstellte als jemals angenommen.

Als wir antraten, erkrankten jährlich 350.000 Kinder an der Kinderlähmung. Im letzten Jahr waren es 223. Das ist Rotary und unseren Partnern zu verdanken.

Derzeit kämpfen wir gegen Ausbrüche der Epidemie am Horn von Afrika und in Syrien. Die Situation im vom Bürgerkrieg verwüsteten Syrien ist besonders schwierig. Aber wir bekämpfen die Ausbrüche, wo wir müssen.

Es wurde uns viele Male gesagt, dass es unmöglich sei, die Kinderlähmung auszurotten. Aber wir wissen es besser. Wir werden diese Herausforderung bezwingen, so wie wir viele davor bezwungen haben. Wir werden die Neuausbrüche stoppen. Wir werden weiter kämpfen, bis das letzte Kind geimpft ist. Und wir werden Polio besiegen.

Diese Anstrengung ist unglaublich teuer. Das derzeitige Finanzloch beträgt 1,5 Milliarden Dollar über die nächsten fünf Jahre. Um Polio zu besiegen, muss diese Finanzierung gesichert werden. Das können wir nicht allein schaffen, aber das brauchen wir auch nicht, denn wir sind nicht allein in diesem Kampf. Es muss die Verantwortung jedes Landes und jeder Regierung sein, diese historische Chance einer poliofreien Welt mit zu unterstützen. Das Ziel ist greifbar nah.

Daher müssen wir uns alle zu Botschaftern der Kampagne machen. Jedes Mitglied sollte mit gutem Beispiel vorangehen und kontinuierlich spenden. Wir müssen sicherstellen, dass jedes Mitglied und jeder Club wirklich versteht, worum es hier geht. Es geht darum, eine Krankheit weltweit ausrotten zu können - und diese Chance ist einmalig in der Geschichte.

Die Geschichte wird zeigen, ob wir unter unseren Mitgliedern den Willen und die Entschlossenheit mobilisieren konnten, um auch die letzte Strecke zu gehen.


Januar 2014

Der Januar ist der Schwerpunktmonat „Rotary-Bewusstsein". Ein Monat der gute Gelegenheit bietet, um unsere Organisation in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen. Denn je mehr wir für unser gutes Werk bekannt sind, desto mehr Gutes können wir auch tun.

Dank unserer Rotary Foundation wissen Menschen auf der ganzen Welt, dass sie sich in Zeiten der Not auf Rotary verlassen können. Als Rotarier ist es unsere Verantwortung, unsere Foundation zu verstehen und diese zu unterstützen, damit sie stark bleibt.

Unsere allerwichtigste Aufgabe jedoch ist im Grunde auch die einfachste: nämlich mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir können andere Rotarier nicht bitten, sich die Foundation zur Priorität zu machen, wenn wir dies nicht selbst tun und selbst spenden.

Dies war auch die Idee hinter Präsident Ron Burtons Initiative "First Class", durch die in diesem Rotary-Jahr jeder Governor an die Rotary Foundation spendete. Ich bin der Meinung, dass jeder rotarische Amtsträger diesem Beispiel folgen sollte. Wir können andere nicht bitten etwas zu tun, das wir nicht selbst bereit sind zu tun.

Unser Ziel bei der Rotary Foundation war es immer, Gutes in der Welt zu tun. Unsere Organisation besteht aus Menschen, die die richtigen Fähigkeiten und Verbindungen besitzen, um unsere Aufgaben gut zu erfüllen. Wir haben uns das Vertrauen unserer Gemeinwesen und das der Welt verdient. Wir nehmen unsere Verpflichtungen ernst.

Wir arbeiten hart dafür, dass jeder Spenden-Dollar an die Foundation tatsächlich auch Menschen in Not zu Gute kommt. Die Grenzen an die unser gutes Werk stoßen kann sind ausschließlich eine beschränkte Vorstellungskraft, geringer Ehrgeiz und mangelnder Wille, eine starke Foundation zu erhalten.

Ich weiß, dass Sie genügend Ehrgeiz und Vorstellungskraft besitzen. Daher bitte ich Sie alle, auch danach zu handeln, indem Sie unsere Foundation persönlich unterstützen und andere dazu anregen dasselbe zu tun. So können wir schließlich noch mehr Gutes tun in einer Welt, die unsere Hilfe so dringend benötigt.


Dezember 2013

Der Dezember ist der Rotary-Schwerpunktmonat der Familie, und damit eine Zeit, in der wir unsere Aufmerksamkeit besonders auf die große und stetig wachsende Familie von Rotary lenken. Rotary umfasst nicht nur die 1,2 Millionen Rotarier in 34.558 Clubs. Zu uns gehören auch 365.125 Interacter, 133.860 Rotaracter und 174.547 Mitglieder von Community Corps. Weiter zählen zu unserer Familie die Ehepartner und Kinder der Rotarier und Dutzende von Non-Profit und Nichtregierungsorganisationen, mit denen Rotary Partnerschaften pflegt. Der Familie von Rotary gehören Millionen von Menschen an – und sie wächst weiter durch neue Beziehungen, die wir aufbauen.

Eines ist uns allen bei Rotary klar: wir können gemeinsam mehr erreichen als alleine. Gemeinsam haben wir eine enorme Reichweite. Wir müssen sicherstellen, dass alle Zweige von Rotarys Familie weiter wachsen. Wenn wir mit lokalen Nichtregierungs- und anderen Organisationen zusammenarbeiten, gewinnen wir zusätzliches Wissen und weitere Einblicke. Wir ergänzen unsere Ressourcen und unsere Möglichkeiten. Und wir bauen weitere Brücken der Verständigung, der Freundschaft und der Zusammenarbeit. Durch Partner in aller Welt erreichen wir nicht nur mehr, als wir ursprünglich anstrebten, wir vergrößern auch die Familie von Rotary.

Während unseres langen Einsatzes gegen die Kinderlähmung haben wir gelernt, wie erfolgreich solche Partnerschaften sein können. Unsere vielen Partner in aller Welt haben eine Ausrottung der Kinderlähmung möglich gemacht und haben uns geholfen, Großes zu erreichen. Dies ist eine wichtige Lektion – eine Lektion, auf der wir in den kommenden Jahren weiter aufbauen müssen.


November 2013

Im November regen wir traditionell zum besonderen Nachdenken über die Rotary Foundation an. Es ist eine Gelegenheit, sich zu mehr Miteigentümerschaft und Verantwortung zu entscheiden. PolioPlus ist ein Erfolg, weil Rotarier von unserer Verpflichtung überzeugt sind und diese finanziell unterstützen. Wir spenden an die Kampagne zur Ausrottung der Kinderlähmung, weil wir unser Geld am Werk sehen und uns über die Erfolge freuen können. Und wir sind stolz darauf, zu sehen, was wir erreichen können, nämlich eine poliofreie Welt.

Doch viele Rotarier teilen nicht diese Einstellung zur Rotary Foundation, zu ihrem Endowment Fund und ihrem Jahresfonds. Wir verpassen immer noch unser Ziel von Every Rotarian, Every Year. Warum? Ich meine, weil viele Rotarier noch nicht wissen, welch großartiges Werk die Foundation uns ermöglicht.

Der Endowment Fonds, also der Stiftungsfonds und der jährlich aufgewendete Jahresfondsmachen Rotary erst zu mehr als einem Verband von Rotary Clubs. Diese Fonds helfen uns, zusammen zu arbeiten, unsere Ressourcen zu teilen und unsere Einsätze auf eine höhere Ebene zu bringen. Je größer die Mittel der Foundation, desto größer die Möglichkeiten der Rotarier, aktiv zu werden.

Und: wenn jedes Mitglied regelmäßig an die Foundation spendet, dann wird diese wirklich zu unserer gemeinsamen Stiftung – und wir alle können stolz auf ihre Leistungen sein.

Darum haben wir die Kampagne Every Rotarian, Every Year – Jedes Jahr eine Spende. Und darum haben wir uns für 2013/14 das Ziel von 120 Millionen Dollar gesetzt – weil dieser Betrag einer Spende von 100 USD von jedem Rotarier entspricht.

Wenn wir einen ehrgeizigen Dienst anstreben, müssen wir uns auf eine starke Stiftung stützen können. Und wenn wir das Bestehen von Rotary auf unbestimmte Zeit gewährleisten wollen, dann brauchen wir einen starken Stiftungsfonds. Für all das, was noch vor uns liegt.


Oktober 2013

Jedes Jahr am 24. Oktober begehen wir den Welt-Polio-Tag. Es ist ein Tag an dem wir die Fortschritte im Kampf gegen die Kinderlähmung feiern und uns gegenseitig in unserer Verpflichtung zur Ausrottung der Krankheit bestärken.

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, wie weit wir bereits gekommen sind. Wir konnten die Zahl der Poliofälle um über 99% senken. Von 350.000 pro Jahr in den 80er Jahren auf 223 in 2012. Was liegt also noch vor uns? Polio gilt immer noch als endemisch in Afghanistan, Nigeria und Pakistan. Schwieriges Gelände, innere Unruhen, abgelegene Siedlungen und schlechte Hygieneverhältnisse sind nur einige der Hürden, die bei Impfaktionen zu überwinden sind. Wir und unsere Partner in der Global Polio Eradication Initiative sind jedoch auch weiter entschlossen, unser Werk zu vollenden.

Durch die erneuerte Fundraising –Partnerschaft zwischen Rotary International und der Bill & Melinda Gates Foundation, die auf der RI Convention 2013 in Lissabon bekannt gegeben wurde, erhalten wir die Chance weitere Spenden in Millionenhöhe für die Kampagne zu generieren. Über 500 Millionen USD, um genauer zu sein – jede Spende wird ergänzt und zählt daher doppelt so viel.

Es ist wichtiger denn je, dass ein jeder von uns handelt. Sprechen Sie mit Ihren Regierungsvertretern, berichten Sie über Polio über soziale Netzwerke und regen Sie andere dazu an, uns zu unterstützen. Wenn Rotarier ihre Leidenschaft für Service mit dem globalen Netzwerk von Rotary verbinden, dann kann uns nichts aufhalten. Mit dem Rückhalt durch die Gates Foundation und Sie, die Rotarier in aller Welt, können wir das öffentliche Gesundheitswesen für immer verändern.


September 2013

Jedes Jahr sterben 6,9 Millionen Kinder vor dem Erreichen ihres fünften Lebensjahres. Beinahe Zweidrittel dieser Kinder – 4, 4 Millionen – sterben an Infektionskrankheiten, die in fast allen Fällen verhindert werden könnten. Was würde passieren, wenn 1,2 Millionen Rotarier bei ihren Einsätzen im Bereich Wasser, Hygiene, Gesundheit, Hunger und Bildung vornehmlich die Kinder im Sinn behalten würden?

Wenn Rotarier mit Insektiziden behandelte Netze verteilen, dann sterben weniger Kinder an Malaria. Wenn wir Brunnen bauen und Hygieneprobleme angehen, dann haben mehr Kinder sauberes Wasser zu trinken und sind einer geringeren Gefahr ausgesetzt, sich mit Krankheiten anzustecken, die im Wasser entstehen. Und wenn Rotary Clubs effiziente Ernährungsprojekte umsetzen, dann können wir einige der 2,6 Millionen Kinder retten, die jedes Jahr an Unterernährung sterben. Noch mehr erreichen wir, wenn wir dafür sorgen, dass ein Gemeinwesen eine ausgebildete Hebamme, eine Krankenschwester, eine einfache Klinik oder ein Schulernährungsprogramm hat. Das sind direkte Eingriffe, um Kindern eine Chance auf Leben zu geben.

Kinder sterben nicht, weil wir ihnen nicht helfen können. Zu oft ist der Grund, dass niemand etwas unternimmt. Wenn ein jeder von uns seinen Beitrag leistet, dann können wir die Sterbestatistiken von Kindern verändern und Tausenden das Leben retten. Im Jahr 2008/09 bat ich die Rotarier, ihre Augen gegenüber den Bedürfnissen von Kindern zu öffnen – im eigenen Gemeinwesen und darüber hinaus. Diesen September feiert Rotary wieder den Schwerpunktmonat „Neue Generationen“ und es gibt keinen besseren Zeitpunkt, allen Kindern die Möglichkeit auf die Zukunft zu geben, die sie verdienen.


August 2013

In Korea haben wir ein Sprichwort: 괴로움이 있으면 즐거움도 있다 . Es bedeutet: „Nach schwierigen Zeiten kommen glückliche Zeiten” und ist eine Anregung, in schweren Momenten durchzuhalten und hart zu arbeiten.

Die Ausrottung von Polio bedeutet lange, harte Arbeit, doch wenn wir unsere Aufgabe beendet haben, dann werden wir etwas Großartiges und Dauerhaftes erreicht haben.

Seit Beginn des Programms PolioPlus haben wir über 2 Milliarden Kinder geimpft und einen 99 prozentigen Rückgang der Fälle von Polio erlebt. In den letzten zwei Jahren konnten wir enorme Fortschritte erzielen.

Doch die letzten Bemühungen, kurz vor der Ziellinie, sind die schwersten. Pro Jahr kostet es circa 1 Milliarde USD, um unseren Kampf gegen Polio aufrechtzuerhalten. Bei Rotary werden wir uns auch dann noch weiter engagieren, wenn wir keine neuen Krankheitsfälle mehr verzeichnen müssen. Bis die weltweite Ausrottung der Krankheit offiziell zertifiziert wurde – dies geschieht erst ganze drei Jahre nachdem der letzte Krankheitsfall gemeldet wurde. Wir kommen unserem Ziel näher, doch wir sind noch nicht ganz da.

Bis wir diesen historischen Moment erreicht haben, müssen wir unseren Kampf mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln fortsetzen. Wir müssen die jetzige Dynamik beibehalten, die Energie bewahren und die öffentliche Wahrnehmung weiter aufrechthalten. Jeder einzelne Rotarier und jede einzelne Rotarierin muss verstehen, was Polio ist und warum wir uns dazu verpflichtet haben, die Krankheit auszurotten. Die Rechnung ist ganz einfach: wenn wir unseren Kampf gegen Polio jetzt aufgeben würden, dann wäre alles, was wir bisher erreicht haben, umsonst gewesen. Sehr bald würden wir ein Wiederaufflammen der Krankheit erleben, wie manche von uns es vor 30 Jahren gesehen haben, als pro Tag noch über 1.000 Kinder Lähmungserscheinungen entwickelten. Polio würde sich wieder zu einer Epidemie ausweiten – und wir hätten die Chance unseres Lebens vertan.

Dies können und dürfen wir gar nicht erst in Betracht ziehen. Wir bleiben bis zum Ende dabei. Polio ist ein akuter globaler Notfall, nicht weil das Ende so weit entfernt ist – sondern weil das Ende in Sicht ist.


Juli 2013

Ich freue mich sehr über das bevorstehende neue Rotary-Jahr. Während Rotary im Kern zwar beim Alten bleibt, so erhalten unsere Clubs und Distrikte doch neue Führungen und widmen sich neuen Zielen für dieses Jahr.

Für das Jahr 2013/14 haben wir uns für die Rotary Foundation vier Ziele gesetzt: die Ausrottung der Kinderlähmung, die Übernahme von mehr Verantwortung und eine größere Identifizierung mit unserer Foundation, die Einführung des neuen Grant-Modells und die Mitarbeit an innovativen Projekten.

Unser erstes Ziel ist Ihnen bereits bestens bekannt: wir müssen unseren Traum von einer Welt ohne die Kinderlähmung wahr machen. In den 28 Jahren seit Beginn des PolioPlus-Programms konnten wir über zwei Milliarden Kinder impfen. Und wir konnten beobachten, wie das Polio-Virus in allen Ländern, bis auf drei, verschwand. Die Ausrottung der Kinderlähmung bedeutet lange, harte Arbeit, doch nachdem wir unseren Einsatz endlich zu einem erfolgreichen Ende gebracht haben, werden wir etwas Großartiges – und Dauerhaftes – erreicht haben.

Das bringt uns zu unserem zweiten Ziel: Verantwortung und Identifikation mit unserer Foundation. Der Erfolg von PolioPlus basiert zu einem nicht geringen Teil auf der Großzügigkeit der Rotarierinnen und Rotarier auf der ganzen Welt, die an den PolioPlus Fonds spendeten. Warum spenden die Rotarier weiter an den PolioPlus Fonds? Weil sie sehen, dass ihre Großzügigkeit das Leben anderer Menschen tatsächlich und nachhaltig verändert. Sie sind stolz darauf, dass durch ihre Spenden das Ende der Kinderlähmung in Sicht ist.

Unser drittes Ziel wird uns dabei helfen, auch noch lange in der Zukunft, nachdem die Kinderlähmung ausgerottet wurde, erfolgreich zu sein. Wir wollen unser neues Grant-Modell weltweit einführen und unseren Future Vision Plan realisieren. Die vereinfachte Grant-Struktur erleichtert es Clubs, Grants bei der Foundation zu beantragen; die Konzentration unserer finanziellen Mittel auf nachhaltige Projekte lässt uns bereits jetzt Vorteile erkennen.

Unser viertes Ziel für das kommende Rotary-Jahr ist der Einsatz bei innovativen Projekten und der Aufbau kreativer Partnerschaften, die uns dabei helfen, einen Beitrag zum Frieden in der Welt zu leisten.

Das diesjährige Motto lautet Rotary leben, Leben verändern. Es ist ein passendes Motto für Rotary, das dazu anregt, uns durch die Rotary Foundation zu engagieren. Denn ohne unsere Foundation wären die Ergebnisse, die Rotary erzielen kann, wesentlich kleiner. Ohne die Foundation wäre die Kinderlähmung immer noch eine weltweite Plage. Ohne unsere Foundation hätten einige Kinder auf dieser Welt weiterhin keinen Zugang zu Bildung, sauberem Trinkwasser oder einer Gesundheitsversorgung. Ohne unsere Foundation hätten viele Kinder dieser Welt kaum Hoffnung. Ihr Einsatz im kommenden Jahr wird anderen Menschen jedoch Hoffnung geben. Ich wünsche Ihnen ein Jahr, in dem Sie Rotary leben und Leben verändern.