Botschaft des Präsidenten

Ron D. Burton

Präsident 2013/14

April 2014

Die Lektüre eines Rotary Magazins gehört zum Rotarier sein dazu wie der wöchentliche Clubbesuch. Wenn Sie eine jede der vielen regionalen Zeitschriften von Rotary anschauen, ob das Rotary Down Under (das Regionalmagazin für Australien und Neuseeland) oder das japanische Rotary-No-Tomo ist, dann sehen Sie, dass sie alle den gleichen Zweck erfüllen: zu informieren und zu inspirieren.

Mitglieder finden hier Anregungen und Ideen für ihr eigenes Clubleben und sie erfahren, was in anderen Teilen der Rotary Welt geschieht. Diese Publikationen repräsentieren etwas, das für mich sehr wesentlich für Rotary ist: wir sind lokal verankert und verfügen auf dieser Basis über ein globales Organisationsnetz.

Unsere Organisation ist riesengroß und vielfältig. Und bei allem, das uns in Rotary eint, müssen wir uns dieser Tatsache immer bewusst sein. Es gibt bei uns kein Einheitskonzept. Dementsprechend sind auch unsere Ansprüche an ein rotarisches Regionalmagazin sprachlich und kulturell sehr verschieden. Rotarier in Bulgarien wollen auf ihre Weise angesprochen werden - und zugleich erfahren, was in Evanston vor sich geht. Jedes Regionalmagazin ist Teil unserer internationalen Identität.

Eines der schönen Privilegien des Amtes als RI Präsident ist es, sich jeden Monat direkt an alle 1,2 Millionen Mitglieder wenden zu können. Es erfüllt mich schon ein wenig mit Ehrfurcht in dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, an Sie alle zu denken, wie Sie sich mit Ihrem Magazin hinsetzen, in Ihrem Wohnzimmer oder vielleicht beim Frühstück, oder im Zug zur Arbeit, und meine Worte lesen. Und dann weiterzublättern, um zu sehen, was es Neues gibt. Sie nehmen sich die Zeit für die Lektüre - nicht nur, weil Ihnen das Magazin zugeschickt wird und Sie sich vielleicht verpflichtet fühlen - nein, sondern weil Rotary Magazine einfach gut sind. Ich hoffe daher, dass Sie in dem Moment, in dem Sie gerade diese Mitteilung lesen, meinen Stolz auf diese großartige Organisation etwas teilen.

Rotary Magazine erinnern uns daran, dass wir als Rotarier ein Teil von etwas Größerem sind. Sie zeigen auf, was wir mit Rotary alles erreichen können. Wir sehen, was unsere Spenden ausrichten und wir freuen uns mit, wenn unsere Freundinnen und Freunde anderswo Erfolge mit ihren Projekten erzielen. Und das inspiriert uns, Rotary zu leben. Und damit Leben zu verändern.


März 2014

In meiner Grundschule in Duncan, Oklahoma war es selbstverständlich, dass Kinder im Alter von sieben oder acht Jahren nicht nur normal lesen konnten - nein, es wurde von uns auch erwartet, dass wir beim Vorlesen über Kopf lesen konnten. Wir lasen abwechselnd der ganzen Klasse vor, und wenn man bei den Bilderbüchern die Bilder der Klasse zeigen wollte, musste man den Text halt verkehrt herum entziffern können. Wir taten das jede Woche durch alle Schuljahre hinweg, so dass es hinterher keinen Unterschied mehr machte, wie wir das Buch hielten.
Wir dachten uns damals nicht viel dabei, als wir das erlernten. Doch vor ein paar Monaten, bei einem Besuch eines Rotary Projektes in Decatur, Alabama, befand ich mich in einem Klassenzimmer mit Erstklässlern und wurde gefragt, ob ich ihnen ein Buch vorlesen könnte. Das wollte ich natürlich gern, setzte mich mit dem von ihnen gewählten Buch vor die ungefähr 30 Schüler, und las das Buch vor, über Kopf, genauso, wie ich es in der Schule getan hatte.
Ich tat damit also genau das, was ich über ein halbes Jahrhundert vorher erlernt hatte. Doch als Erwachsener und als Rotarier war es eine andere Erfahrung. Ich las einer Gruppe von Kindern vor, die selbst lesen lernten. Wir saßen in ihrem Klassenzimmer in einer Schule, in die jede Woche Rotarier kamen, um denjenigen Kinder Nachhilfe zu geben, die etwas mehr Hilfe brauchten. Aber es war keine Frage, dass all die Kinder eines Tages belesene Erwachsene sein würden. Und das war für sie selbstverständlich – genauso wie es für sie selbstverständlich war, dass es Erwachsene gab, die sich darum kümmerten, dass die Kinder lesen lernten - selbst wenn die Vorleser beim Vorlesen den Text über Kopf lesen müssten, damit sie die Bilder sehen könnten.
Doch wir wissen, dass Millionen von Kindern auf der Welt nicht dieses Glück haben. Und genau deswegen machen wir das Engagement gegen Analphabetismus zu einer Priorität unseres Rotary Dienstes. In diesem Monat begehen wir den Literacy Month in Rotary, den Monat des Lesens und Schreibens, um uns daran zu erinnern, welch ein Geschenk es ist, wenn wir einem Kind das Lesen beibringen. Ob das in unserer Heimatstadt ist oder irgendwo auf der anderen Seite der Erde.


Februar 2014

In diesem Monat ist es 109 Jahre her, dass Paul Harris und drei seiner Freunde den ersten Rotary Club gründeten. Sein Ziel war einfach: er wollte eine Oase der Freundschaft schaffen in einer Stadt voller Fremder, und zwar mit Freunden, die seine Werte teilten.
Mit der Zeit entwickelte sich die Philosophie von Rotary, und die rotarischen Ideale erweiterten sich, um den Nächstendienst, die Berufsethik, und die internationale Verständigung einzuschließen. Und in dem Maße, in dem Rotary wuchs und gedieh, verfolgte Paul Harris die Vision einer Welt, in der Konflikte letztlich verschwinden würden - ersetzt durch eine Welt, in der persönliche Kontakte und eine tolerante Anerkennung von Differenzen Kriege zu einer Sache der Vergangenheit machen würden. Wenn sich Menschen in einem Geiste der Freundschaft und Toleranz begegnen könnten, glaubte er, dass sie bald realisieren würden, wie viel sie gemein hätten.
Paul Harris hatte das Glück, sehen zu dürfen, wie die Idee von Rotary Fuß fasste und sich in Dutzenden von Ländern etablierte. Heute lebt seine Vision jede Woche in jedem der 34.000 Rotary Clubs fort. Doch nirgendwo auf der Welt manifestiert sich der Traum von Paul Harris so lebendig wie bei unserem Jahreskongress.
Bei einer Convention sehen wir ein paar kurze Tage lang die Welt, wie Paul Harris sie sich vorgestellt hatte. Eine Welt, in der Männer und Frauen aus jedem Winkel der Erde zusammen kommen, um Frieden zu schaffen, um anderen zu helfen, und um einfach die internationale Gemeinsamkeit zu genießen. Kulturelle, politische und religiöse Unterschiede verweben sich zu einem farbenfrohen Miteinander. Es ist eine unvergessliche Erfahrung, eine Erfahrung, auf die Jetta und ich uns jedes Jahr erneut freuen. Jede Convention ist anders, und jedes Treffen wird zu einer kostbaren Erinnerung.
In diesem Jahr habe ich das wunderbare Privileg, den Vorsitz bei der 105. Rotary International Convention in Sydney vom 1. bis 4. Juni zu führen. Sydney ist eine lebendige internationale Drehscheibe zwischen Ost und West, wie geschaffen für einen Rotary Kongress. Die Stadt hat eine reiche Kulturgeschichte und ist eine meiner Lieblingsmetropolen. Sie ist aufregend und entspannend zugleich, ein Ort, an dem ich mich immer zuhause fühlen kann - und wo ich immer wieder Neues entdecken kann.
2014 sagen sich die Rotarier G'day in Sydney. Wir kommen als Freunde und Rotarier zusammen, wir wenden uns einander zu und wir wenden uns an die Welt, in einer Atmosphäre, in der alle willkommen sind. Daher hoffe ich sehr, dass Sie dabei sein können, wenn wir in die Zukunft schauen, um neue Wege zu finden, Rotary zu leben - und Leben zu verändern.


Januar 2014

Wir reden oft von Rotary als einer großen Familie, der viele Mitglieder und Generationen angehören. Wir schätzen die Teilnehmer und Alumni unserer Jugendprogramme sehr und betrachten auch diese als Teil unserer Rotary-Familie. Und wir legen einen speziellen Schwerpunkt auf den Dienst an Kindern und Familien, denn wir wissen, dass jüngere Generationen die Zukunft sind. Auch bei Rotary trifft dies absolut zu.
Wir wissen, dass es sehr wichtig ist, jüngere Menschen für Rotary zu gewinnen. Wir haben bereits sehr viel Zeit mit Diskussionen verbracht, wie wir für junge Berufstätige attraktiver werden können – doch vielleicht haben wir nicht genügend darüber gesprochen, warum diese nicht bleiben.
Es gibt jede Menge junger Menschen, darunter einige Programm-Alumni, die Rotary tatsächlich beitreten. Wenn sie jedoch ihre eigenen Familien gründen, treten viele wieder aus. Es ist nicht schwierig, nachzuvollziehen, warum dies geschieht. Diese jungen Menschen verbringen viel Zeit bei ihrer Arbeit und wollen den Rest ihrer Zeit gerne mit ihrer Familie verbringen. Egal, wie viel ihnen Rotary bedeutet, der Dienst bei Rotary wird ihnen nie mehr wert sein als ihre Ehepartner und Kinder.
Das können wir auch nicht von ihnen erwarten. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass wir Möglichkeiten finden, Familien in Rotary mit einzubinden. Dadurch stünden Rotary und die Familie für einen Rotarier niemals in Konkurrenz zueinander. Ob wir die Familie bei der Planung von Projekten mit einbeziehen oder während Clubtreffen Kinderbetreuung anbieten, oder ganz einfach mehr Flexibilität bei unseren Treffpunkten und –zeiten an den Tag legen, wir müssen Rotary für Menschen mit kleinen Kindern zu einer echten Option machen.
Wenn wir Familien in Rotary mit aufnehmen, dann sagen wir dadurch: Deine Familie ist kein Hindernis für den rotarischen Dienst. Du musst nicht um Deine Familie herumplanen. Anstatt dass Mama oder Papa alleine zu Rotary geht, steht Rotary auf dem Familienkalender. Die Familie von Rotary ist Realität. Die Kinder, die mit Rotary aufwachsen, sehen ihre Eltern beim Gemeindienst und machen selbst bei Projekten mit. Das ist nicht nur schön für die Familie – das ist auch großartig für den Rotary Club, der eine neue Generation an aktiven, serviceorientierten Mitgliedern heranziehen hilft.
Rotary hat während jeder Phase unseres Lebens und unserer Karriere etwas für uns zu bieten – eine Möglichkeit, mehr zu tun, mehr zu geben und mehr zu sein. Rotary ist groß genug für uns alle.


Dezember 2013

Eines schönen Wintertages unternahm der Gründer von Rotary, Paul Harris, einen Spaziergang entlang einer gepflegten Straße außerhalb von Chicago. Während er einigen Kindern beim Schlittenfahren zusah, musste er an seine eigene Kindheit in Neuengland denken, und in diesem Moment entschied er: wenn er jemals ein eigenes Haus besitzen würde, es auf diesem Schlittenhügel in Longwood Drive stehen sollte.

1912 wurde der Traum von Paul Harris und seiner Frau Jean schließlich wahr. Sie nannten ihr neues Zuhause Comely Bank, nach der Straße in Schottland, in der Jean aufgewachsen war.

Über die Jahre hinweg veranstaltete das Ehepaar Harris in ihrem Heim, das mit Souvenirs von ihren Reisen durch die Welt geschmückt war, Rotary Meetings und empfingen wichtige Würdenträger. Die Bäume, die sie in ihrem Garten der Freundschaft gepflanzt hatten, zieren noch heute die Außenanlagen. 1947 verstarb Paul Harris hier, kurz darauf verkaufte Jean das Haus und kehrte nach Schottland zurück.

Im Anschluss wechselte das Anwesen zweimal seinen Besitzer, bevor es 2005 schließlich von der Paul and Jean Harris Home Foundation aufgekauft wurde. Durch die Bemühungen einer engagierten Gruppe und dank der Hilfe der Rotary Clubs Chicago und Naperville konnte das Harris-Haus vor dem Abriss bewahrt werden. Jetzt liegt es an uns, das Haus für die Nachwelt zu erhalten – als Ort, an dem Rotarier im Geiste der Freundschaft und des Dienstes zusammenfinden.

Der RI Zentralvorstand stimmte zu, der Paul and Jean Harris Home Foundation für die Restauration dieses Stückes Rotary-Geschichte, einen Kredit von 500.000 US-Dollar zu geben. Zudem wurde für das Projekt ein Spendenziel von 5 Millionen US-Dollar gesetzt, um die Renovierungsarbeiten abschließen und einen Stiftungsfonds einrichten zu können, der den dauerhaften Erhalt des Anwesens und die Einrichtung eines Museums sichern soll.

Ich habe mich dazu verpflichtet, die Restaurationsarbeiten des Paul and Jean Harris Home zu unterstützen und hoffe, dass wir bei diesem Projekt auch auf Sie zählen können. Meine Frau Jetta und ich haben durch eine Spende an unsere Rotary Foundation einen Fonds mit Spenderverfügung eingerichtet, an den Freunde, die unsere Leidenschaft für Rotarys Geschichte teilen, spenden können.

Wenn auch Sie gerne helfen würden, können Sie dies unter www.rotary.org/daf. Klicken Sie einfach auf „How to Contribute" und geben Sie als Account-Name „Paul Harris Home Preservation" und als Account-Nummer die 474 an. Jede Spende, egal in welcher Höhe, ist willkommen. Auch sind Bennenungen im Haus und im Garten im Gegenzug für größere Spenden möglich.

Wir freuen uns sehr, Paul Harris und sein Vermächtnis auf diese Weise feiern zu können. Gemeinsam können wir sein Heim für Generationen von Rotariern nach uns bewahren.


November 2013

Jedes Mitglied von Rotary hat ganz persönliche Gründe für den Beitritt. Und oft ist der Beitrittsgrund nicht der Grund zum Bleiben. Als ich zum Beitritt eingeladen wurde, nahm ich das Angebot an, weil ich dachte, dass es ein guter Weg wäre, mich im Gemeinwesen zu engagieren. Doch was mich letzten Endes wirklich zum Rotary-Dienst brachte, war etwas, das ich damals noch gar nicht kannte: unsere Foundation.

Ich wusste, dass ich durch meinen Club in Norman, Oklahoma gute Arbeit tun könnte. Doch mit unserer Stiftung konnte ich erst an der Arbeit eines jeden Clubs und Distriktes in aller Welt teilhaben. Bei jedem Foundation-Projekt, bei jedem Foundation-Programm, bei jedem poliofreien Land konnte ich sagen: dabei habe ich mitgeholfen. Als mir das klar wurde, gab es kein Zurück.

Ich habe über die Jahre das große Glück gehabt, viele der Arbeitserfolge unserer Foundation unmittelbar sehen zu können. Und je mehr ich sehe, desto leidenschaftlicher setze ich mich für unsere Foundation ein. Wenn Sie ein Internat für AIDS Waisen sähen, wo die Kinder versorgt und erzogen und ausgebildet werden – und sich dann klarmachen, dass die gleichen Kinder ohne das Werk der Foundation auf der Straße schlafen und ihre Nahrung im Müll suchen würden, dann sähen Sie auch unsere Rotary Stiftung mit anderen Augen.

Wir sind mitten in einer der aufregendsten Phasen, die unsere Organisation je durchschritten hat. Wir haben gerade ein neues Grant-Modell in Gang gesetzt, ein Modell, das uns anhält, größer und kühner zu denken. Wir haben eine neue Challenge der Bill & Melinda Gates Foundation angenommen, bei der jeder Rotary-Spendendollar mit zwei Dollar der Gates Foundation bezuschusst wird. Und wir schlagen die letzten Schlachten im Kampf gegen das Poliovirus, einem Kampf, den zu gewinnen wir absolut entschlossen sind.

Das Ziel unsere Foundation war von jeher, Gutes in der Welt zu tun. Mit dem neuen Grant-Modell wollen wir mehr als das erreichen: wir wollen das Bestmögliche und das Nachhaltigste erreichen – für die Menschen, die uns am meisten brauchen.


Oktober 2013

Bei Rotary ist der Oktober traditionell der Monat, in dem wir uns thematisch besonders dem Berufsdienst als unserem zweiten Dienstzeig zuwenden. Ich habe manche Rotarier den Berufsdienst den „vergessenen Dienstzweig" nennen hören, doch ich kann dem nicht ganz zustimmen. Der Berufsdienst ist im Gegenteil ein Bereich, in dem wir uns so oft engagieren, dass wir es fast nicht mehr als einen Dienst wahrnehmen.

Der Berufsdienst gründet sich auf dem zweiten Ziel von Rotary, nämlich der Aufrechterhaltung ethisch-moralischer Standards in unseren Berufen sowie der Anerkennung der Berufe als Gelegenheit zum Dienst an der Gesellschaft.

Kurz, wir sehen unsere Jobs als einen Weg des Dienstes. Ob wir Kunden bedienen, Schüler unterrichten, Patienten behandeln, ob wir in Handel, Forschung, Medien oder was auch immer tätig sind – wir sind stolz darauf, unsere Aufgabe stets kompetent und integer auszuführen. Jeder Beruf erfüllt einen Bedarf, und indem wir diese Aufgabe gut erfüllen, tragen wir zum Wohl unserer Gesellschaft bei.

Auch im Club ist die Rolle des Berufsdienstes wichtig, auch wenn sie nicht immer im Vordergrund steht. Doch so, wie wir unsere Standards individuell erfüllen, so teilen wir auch unseren kollektiven Ruf. Und dadurch, dass wir alle Berufe als gleichwertig wertschätzen und ein Klassifikationssystem zur ausgewogenen Vertretung aller Berufe im Club führen, stellen wir sicher, dass unsere Gesellschaft in unserem Club repräsentiert ist – und dass wir ihr zu Diensten sein können.

Ein Club, der nur aus Rechtsanwälten besteht, wäre nicht so einsatzfähig wie ein Club, dem auch Lehrer, Ingenieure, Geschäftsleute und Zahnärzte angehören. Unsere Vielfalt ist unsere Stärke. Sie ist ein Vorteil nicht nur für den Dienst, sondern auch für unsere Mitglieder. Wir finden hier wertvolle Verbindungen und Möglichkeiten, die uns auch persönlich beruflich weiter helfen.

Dieser Aspekt von Rotary ist so alt wie Rotary selbst. Paul Harris selbst schrieb oft von den geschäftlichen Vorteilen, die eine Mitgliedschaft in Rotary bringen würde. Er glaubte, wie ich auch, dass das Rotariersein gewisse Werte voraussetzte, und dass man einer solchen Person als Geschäftskontakt vertrauen könnte. Heute, wo die Welt verknüpfter ist denn je, bedeutet die Mitgliedschaft in Rotary eine Ehre, die wir stolz teilen.


September 2013

Bereits Paul Harris schrieb seinerzeit: „Dies ist eine sich verändernde Welt; wir müssen bereit sein, uns mit ihr zu verändern. Die Geschichte von Rotary muss immer wieder neu geschrieben werden.” Und während wir natürlich nicht wissen können, wie Rotarier Paul über das Zeitalter des Internets denken würde, so glaube ich doch, zu wissen, was er über die Idee einer Rotary Website gesagt hätte. Nämlich, dass wir nicht nur eine solche haben sollten, sondern dass es auch die bestmögliche sein sollte. Eine moderne Präsenz, die Schritt hält mit technischen Neuerungen, und die immer den Bedürfnissen der Rotarier entspricht.

Ich darf Ihnen daher stolz ankündigen, dass der neue Auftritt von Rotary.org nach einer zweijährigen Entwicklungszeit jetzt live am Netz ist und Rotariern wie Internetbenutzern in aller Welt zur Verfügung steht. Die neue Webpräsenz enthält viele der Funktionen, die Sie gefordert hatten, vor allem eine bessere Suchfunktion und Navigation, aber auch neue Wege, mit Rotariern in aller Welt in Kontakt zu treten. Und Sie können die Homepage so personalisieren, dass Sie automatisch mit denjenigen Informationen verbunden werden, die Sie am meisten interessieren.

Eigentlich besteht die neue Rotary Website aus zwei Teilen: einem Bereich für die Angehörigen der Familie von Rotary – und einem öffentlichem Teil, in dem wir uns allen Interessierten, die mehr über uns erfahren möchten, als Organisation vorstellen.

Wenn Sie als Mitglied einen Account erstellen und sich einloggen, erhalten Sie Zutritt zu einer ganzen Reihe von neuen Tools und Funktionen. Eine dieser Neuerungen, von der ich hoffe, dass Sie alle sie annehmen und benutzen werden, ist Rotary Club Central. Dabei handelt es sich um ein effizientes und effektives System für Clubs, um ihre Ziele zu formulieren und zu verfolgen. Zugleich bietet RCC aber auch ein Forum, mit Rotary Gruppen in Kontakt zu treten, selbst Gruppen zu gründen, oder einfach Diskussionen zu aktuellen Rotary-Themen anzustoßen. Sie können buchstäblich zu jeder Tages- und Nachtzeit Kontakt mit anderen Rotariern aufnehmen, und voneinander lernen. Welch ein wunderbares Potential zur Verbesserung unserer eigenen Projekte, wenn wir uns so einfach mit Gleichgesinnten austauschen können, die an ähnlichen Projekten arbeiten wie wir!

Für Nichtmitglieder stellt die neue Site Rotary als globale Organisation vor, wer wir sind, was wir tun, und auf welche Weise wir einzigartig sind, indem wir über eine stabilisierende Präsenz in Gemeinwesen in aller Welt verfügen. Besucher erhalten einen Eindruck von den Projekten, die wir realisieren, sie erfahren, wie wir funktionieren – und wie auch sie sich engagieren können.

Ich bin sehr erfreut über dieses neue „Fenster“ in die Welt von Rotary, und ich lade Sie alle ein, die neue Website zu besuchen und zu erforschen. Denn damit haben wir erneut Rotary Geschichte geschrieben.


August 2013

Unser Ziel für das Rotary-Jahr 2013/14 lautet: Rotary leben, Leben verändern. Wir alle wissen, dass Rotary unglaubliches Potenzial besitzt, Gutes in der Welt zu tun. Es ist nun an der Zeit uns bewusst zu machen, wie viel mehr wir noch tun können, um dieses Potenzial zur Realität werden zu lassen. Dies tun wir indem wir Rotarierinnen und Rotarier einbinden und inspirieren und sicherstellen, dass ihnen allen bewusst ist, was für ein Geschenk Rotary ist.

Wir werden sichergehen, dass unsere Arbeit bei Rotary solide, effizient und nachhaltig ist. Und wir werden sichergehen, dass Rotary auf lange Zeit Bestand haben wird – indem wir uns für unser Ziel engagieren, bis 2015 1,3 Millionen Mitglieder zu haben.

Dieses Ziel unterscheidet sich etwas von unseren Mitgliedschaftszielen der Vergangenheit. Ziel ist es nicht nur, neue Mitglieder zu gewinnen sondern Rotary auch weiter zu verbessern – durch engagierte und motivierte Mitglieder, die uns in die Zukunft führen.

Ein jeder von uns hat seine eigenen Gründe, warum er oder sie Rotary beigetreten ist – doch ich glaube, dass wir alle eines gemeinsam haben: wir wollen für einen Unterschied sorgen. Wir alle wollen etwas tun, das von Bedeutung ist und das dürfen wir nicht vergessen, wenn wir über Mitgliedschaft sprechen.

Wir fragen nicht jeden, ob er oder sie Mitglied bei Rotary werden will. Wir suchen nach erfolgreichen, motivierten Menschen, die sich für andere engagieren. Wir bitten sie, ihre kostbare Zeit Rotary zu schenken. Wenn solche Menschen also ja sagen und einem Club beitreten, dann sollten wir ihnen auch zeigen, dass sie ihre Zeit bei Rotary sinnvoll einsetzen.

Wir müssen gewährleisten, dass jede Rotarierin und jeder Rotarier in jedem Club eine bedeutungsvolle Aufgabe hat – eine Aufgabe, die im Club und im Gemeinwesen einen echten Unterschied macht. Denn wenn Sie bei Rotary etwas Bedeutungsvolles tun, dann bedeutet Ihnen Rotary auch etwas.

In jeder Phase unseres Lebens und unserer Karriere hält Rotary etwas für uns bereit – eine Möglichkeit mehr zu tun, mehr zu sein und mehr zu geben. Rotary gibt unserem Leben mehr Bedeutung und mehr Zufriedenheit. Und je mehr wir durch Rotary geben, desto mehr gibt Rotary uns zurück.


Juli 2013

Liebe Rotarierinnen und Rotarier,

Dies ist eine aufregende Zeit, Rotarier zu sein. Dieses Jahr kann eines der großartigsten in der Geschichte von Rotary werden – es liegt an uns. Wir schlagen das letzte Kapitel im Kampf gegen die Kinderlähmung auf.

Es war ein langer harter Weg und wir haben viele wertvolle Lektionen gelernt. Wir haben gelernt, dass wir gemeinsam Berge versetzen können, dass wir die Leben von Menschen verbessern können, dass wir einen Unterschied in der Welt machen können. Die vielleicht wichtigste Lernerfahrung aber mag sein, dass wir desto mehr erreichen können, je mehr wir uns Herausforderungen stellen.

Wir schlagen auch ein neues Kapitel in der langen Geschichte unserer Rotary Foundation auf. Wir haben das seltene Privileg, mit Future Vision eine völlig neue Grant-Struktur auf den Weg zu bringen. Damit erhalten wir die Möglichkeit, neue Herausforderungen anzunehmen und das absolut Beste aus uns und unseren Ressourcen herauszuholen. Denken Sie nur, wie viel mehr wir mit einer stärkeren Foundation, mit stärkeren Clubs und mit mehr engagierten Rotariern alles vollbringen können.

Es wird Zeit, dass wir erkennen, dass die wirkliche Herausforderung für Rotary nicht ist, einfach neue Mitglieder einzubringen. Es geht darum, alle Mitglieder zu wirklichen Rotarier/innen zu machen. Es geht darum, sich für Rotary zu engagieren. Wir müssen unseren Mitgliedern klarmachen, welches enorme Hilfspotential sie besitzen. Und wir müssen sie dazu bringen, dass es zum Bestandteil ihres Lebens gehört, sich einzubringen, aktiv zu werden, Initiative zu ergreifen. Wenn Sie Sinnvolles in Rotary erreichen, dann macht Rotary auch Sinn für Sie.

Wenn wir erkennen, was wir mit Rotary alles erreichen können, und wenn wir uns wirklich dafür starkmachen, dann ändern sich Leben. Wir ändern natürlich zunächst die Lebensumstände derer, denen wir helfen. Das kommt ganz von selbst. Doch unser Leben ändert sich dadurch mit. Und auch das kommt ganz von selbst. Deshalb habe ich mich entschlossen, diesen Zusammenhang in meinem Motto so auszudrücken: Rotary leben, Leben verändern. Wenn wir Rotary wirklich leben, verändern sich Leben.

Es ist Zeit, die Augen zu öffnen und das Potential eines jeden zu erkennen. Durch Rotary können wir mehr tun und erreichen, und Teil von etwas sein, das größer ist als der Einzelne. Egal, wieviel wir Rotary geben, wir bekommen immer mehr zurück. Und auch das kommt ganz von selbst.
Lassen Sie uns in 2013/14 unser Potential in die Realität umsetzen. Es ist an uns. Wir können dies tun, indem wir uns in Rotary engagieren, indem wir aktiv werden, indem wir unserer Inspiration folgen, und indem wir uns immer vergegenwärtigen, welch ein Geschenk jeder Tag in Rotary ist. Lassen Sie uns gemeinsam Rotary leben, Leben verändern.