Rotarierin verschafft den "Jungen" Gehör

Kristi Goverston hilft Menschen, das Beste aus sich herauszuholen und gewinnt sie so für Rotary.
Fotorechte Daniel Hedrick

Kristi Govertsen ist schwer zu übersehen. Im Restaurant trägt sie ein königsblaues T-Shirt mit der Aufschrift RIOTT. Das ist die Abkürzung für Rotarians in Our Twenties and Thirties (Rotarier in ihren 20ern und 30ern). Frau Govertsen sprengt etwas den üblichen Rahmen von Rotary. Und das tut sie aus Prinzip. Etwa 30 mal im letzten Jahr reiste sie durch Distrikte der westlichen USA und versuchte dort, die Clubs davon zu überzeugen, dass oft auch unkonventionelle Menschen die besten Clubmitglieder sein könnten.
Menschen wollen Verbindungen, sagt sie. Sie wollen Die Erlaubnis, die wundervollen Menschen zu sein, die in ihnen stecken. Und das sei eine große Chance für Rotary.

Vor zehn Jahren lud ein Familienfreund sie zu einem Rotary Lunch ein, und sie war sofort Feuer und Flamme für die Organisation. Und das trotz der Tatsache, dass die geplante Pflanzaktion im strömenden Regen stattfand. Wir wählen nicht die gleiche Partei, wir haben unterschiedliche Religionen und Ansichten - und trotzdem stehen wir hier alle im Regen und schaufeln fröhlich vor uns hin. Da hat es bei mir gefunkt. Kurz danach war sie Mitglied im Rotary Club East Portland.

Zu ihrer Rolle als Fürsprecherin der jungen Generation in Rotary kam sie eher als Zufall. Genauer gesagt, durch eine Wette in ihrem Club. Dort hatten die jüngeren Mitglieder gedroht, sich zusammenzurotten und das Programm zu übernehmen. Ein älteres Mitglied hielt dagegen: 100 Dollar für die Foundation, wenn sie das täten. Auf dem nächsten Treffen war es dann soweit, und die 100 Dollar gingen an die Foundation.

Heute, mit fast 40, ist sie fast schon zu alt, um das RIOTT T-Shirt zu tragen. Doch vielleicht, scherzt sie, kann die der neuen Gruppe RIFAF, Rotarians in Their Forties and Fifties ( Rotarier in ihren 40ern und 50ern) beitreten. 

"Wenn Sie jüngere Mitglieder im Club haben wollen," weiß Frau Govertsen, " dann müssen Sie mehrere haben, damit sie ihnen auch ein Gruppengefühl geben können. Und übertragen Sie ihnen auch Verantwortung."

Mit ihrer Multimedia-Präsentation reist die dynamische junge Frau zu Clubs, um ihnen aufzuzeigen, dass nur wenige Clubs sich aktiv öffnen, für Gäste, neue Einflüsse und neue Mitglieder. Eine der Statistiken, die beim Vortrag immer ein erstauntes Raunen erzeuge, sagt sie, sei die Tatsache, dass nur 15 Prozent von Rotary Mitgliedern jemals jemanden als Mitglied vorschlagen.

Gekürzt aus The Rotarian, Oktober 2013

Gekürzt aus The Rotarian, Oktober 2013

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