Familiengesundheitstage helfen 250.000 Menschen in Afrika

1994 verlor Marion Bunch ihren Sohn an AIDS. Die Epidemie befand sich damals noch im Anfang ihrer Ausbreitung in den USA, und eine Erkrankung war mit einem sozialen Stigma belastet. So kam es, dass sie außer Familienmitgliedern niemandem ihrem Kummer anvertraute. “Ich dachte, das würde immer so blieben", erinnert sie sich. "Doch dann war es, als sagte eine Stimme in mir: es sind drei Jahre vergangen - tu etwas."

Innerhalb eines Jahres begann Frau Bunch, die Mitglied im Rotary Club Dunwoody, Georgia, USA, ist, Kontakte innerhalb Rotarys zu knüpfen, um eine Intiative zur Krankheitsprävention zu gründen. Das war der Beginn der Rotarischeen Aktionsgruppe Rotarians for Family Health and AIDS Prevention (RFHA), der Rotarischen Aktionsgruppe für Familiengesundheit und AIDS-Prävention.

Im Mai hielt die Gruppe ihre dritten jährlichen Family Health Days in Afrika ab. Rotarier aus 365 Clubs stellten dabei gemeinsam mit Medizinern und Gesundheitsbeamten kostenlose Gesundheitsdienste für 250.000 Menschen in Uganda, Nigeria und Südafrika bereit. Dazu gehörten Impfungen gegen Polio und Masern, Zahn- und Augenuntersuchungen und Behandlungen, Familienberatung und Untersuchungen auf HIV, Diabetes, Bluthochdruck, Brustkrebs und Gebärmutterkrebs. Dank der Rotarier aus so vielen Clubs wurde die Initiative zu einem überwältigenden Erfolg.

Zugleich wurde hierbei auch eindrucksvoll illustriert, wie erfolgreich Kooperationen von Rotary Teams mit anderen Organisationen sein können. Seit 2011 arbeitet die RFHA mit der Coca-Cola Africa Foundation zusammen, die sich mit 450.000 USD an der Aktion beteiligte. Weitere Partner waren das südafrikansiche Gesundheitsministerium, die südafrikanische TV-Gesellschaft South African Broadcasting Corporation, die U.S. Centers for Disease Control and Prevention, USAID, Delta Airlines und Nampak.  

Die Mitglieder der Rotarian Action Group hoffen, ihre Aktionen im nächsten Jahr in anderen afrikanischen Ländern wiederholen zu können. "Rotary dient als Katalysator bei solchen Aktionen, aufgrund unserer Neutralität, aufgrund des Respekts, den wir genießen, und aufgrund unserer Fähigkeit, Menschen direkt vor Ort mobilisieren zu können," weiß auch Marion Bunch. "Wir sind wie geschaffen für Kooperationen mit öffentlichen Stellen. Das kann keiner so massiv auf die Beine stellen wie wir."

Gekürzt aus The Rotarian, Oktober 2013

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