Wasser - Lösungen in Lateinamerika

High school students from the Builders Beyond Borders program help install pipes that will carry water to the mountain town.
Fotorechte Photo by Tony Riggio

Tony Riggio vergisst nie seine Kamera. Und seine Fotos aus dem Dorf Tingo Pucará im Zentralmassiv Ecuadors belegen eindrucksvoll, was ein Team aus Rotariern und anderen jungen Freiwilligen mit einem Wasserprojekt erreichte.

Riggio führt seit 2001 Jugendexpeditionen nach Zentral- und Südamerika. Damals nahm seine Tochter zum ersten Mal an einem Programm der Hilfsorganisation Builders Beyond Borders (B3) teil, einer Organisation aus dem amerikanischen Bundesstaat Connecticut, die sich beim Bau von Notunterkünften und anderen Gebäuden engagiert und bereits bei Katastrophen in der Dominikanischen Republik, in Nicaragua und Costa Rica aktiv wurde. Stets ein Fokus ihrer Projekte: Wasser und Hygiene – einer der Schwerpunktbereiche der Arbeit von Rotary im neuen Future Vision Plan.

„Wenn man Leuten von den Zuständen erzählt, die in manchen Teilen Zentral- und Südamerikas herrschen, dann stößt man oft auf Unglauben", weiß Riggio, Mitglied im Rotary Club Westport. „Und Wasser ist immer so kostbar und immer eines der Hauptprobleme."
Im April 2011 reiste Riggio nach Tingo Pucará — einer von fünf Projektstandorten von B3 in Ecuador in dieser Saison. Das Ziel: Legung einer Pipeline zusammen mit Helfern des Peace Corps und der Organisation Engineers Without Borders. Das Dorf befindet sich auf einer Höhe von über 3800 Metern ü. M. – die nahegelegenste Wasserquelle gibt es nur 1500 Meter tiefer.

In der Vergangenheit war es immer Sache der Frauen, Wasser zu besorgen, da die Männer weiter im Tal Arbeit suchten. Hier schafft das Projekt nun Abhilfe, indem ein Pumpensystem installiert wurde, das von nun an Wasser von der Quelle in das Dorf transportiert.

Das Projekt ist vor allem durch die Kooperation mit anderen Partnern bemerkenswert. Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Netzwerken des Peace Corps, von Rotary und B3 eröffnet eine Vielzahl neuer Projektmöglichkeiten, da jede Organisation ihre eigenen Stärken einbringen kann. Bereits seit 2008 kooperiert B3 mit Rotary Clubs beim Bau von Schulen, Gemeindezentren und Brücken.

 

Bearbeitet aus The Rotarian 3-2013

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