8 Anregungen für Clubs, die sich jungen Mitgliedern mehr öffnen wollen

Ohne in die Rhetorik zu verfallen, für die einige (wenige) Rotarier schon den Begriff "Rotary Jugendwahn" bemühten, so ist es doch eine Tatsache, dass sich Rotary mehr um jungen Nachwuchs bemühen muss, wenn sich die Organisation langfristig dynamisch entwickeln soll - nachfolgend einige Anregungen dazu für Ihren Clubbetrieb:

1. Organisieren Sie interessante Treffen

Das hört sich zunächst banal an: natürlich sollen die wöchentlichen Programme attraktiv für die Mitglieder sein, mit relevanten Themen und unterhaltsamen Referenten. Doch hier sind besondere Veranstaltungen gemeint, die Sie mindestens zweimal im Jahr veranstalten, die etwas ganz besonderes für Sie und Ihre Mitglieder sind. Sorgen Sie für die ganz spezielle schöne Erfahrung, die Sie mit Ihren Freunden teilen - und die Sie aneinander bindet. Wenn Sie also jedes Jahr den gleichen Ball veranstalten, überlegen Sie sich etwas, das allen Mitgliedern als unvergessliches Freundschaftserlebnis in Erinnerung bleibt!

2. Überprüfen Sie Ihre Traditionen

Traditionen müssen Sinn machen, sonst werden sie zu einer rituellen Last. Entledigen Sie sich aller „alten Zöpfe", die vielleicht jüngere Mitglieder davon abhalten, sich im Club wohlzufühlen. Ob das Formalitäten sind oder ungebührliche Gebühren.

3. Schaffen Sie neue Gesprächsgelegenheiten für -und über- Rotary

Überlegen Sie sich, was Sie in Ihrem Club wollen. Wenn Sie das gemeinnützige Werk von Rotary nachhaltig unterstützen wollen, dann helfen Schlagworte wie „sozial handeln" und „Veränderung", sich für diejenigen jüngeren Menschen zu positionieren, die Sie ansprechen wollen. Und auch die Kommunikationskanäle machen einen Unterschied, ob das Facebook, LinkedIn oder Ihre Website ist. Wichtig: was immer Sie als Kanal wählen, um sich zu präsentieren, stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Inhalte regelmäßig aktualisieren! Nichts ist unattraktiver für ein jüngeres Zielpublikum als eine stagnierende und nicht aktuelle Präsenz.

4. Gebühren

Oft sind es auch die mit einer Mitgliedschaft verbundenen Kosten, die jüngere Menschen von einer Mitgliedschaft in Rotary abschrecken. Vielleicht könnte es auch für Ihren Club eine Alternative sein, Ihre Treffen anstatt um eine opulente Mahlzeit herum einfach mit ein paar Getränken und Appetithäppchen zu organisieren.

5. Bieten Sie Alternativen zur wöchentlichen Präsenz

Gerade die Präsenzanforderungen stellen eine der Hauptherausforderungen für jüngere Berufstätige dar, da sie neben ihren beruflichen oft auch noch mehr familiäre Pflichten haben. Finden Sie daher Wege, Präsenzen ausgleichen zu können - ob das Service-Einsätze sind oder Distriktaufgaben. Oder schaffen Sie Möglichkeiten, ab und zu an Meetings auch per Skype oder ähnlichen Anbietern teilnehmen zu können.

6. Planen Sie Veranstaltungen, die allen den Besuch einfach machen

In vielen städtischen Regionen sind jüngere Menschen oft auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Ziehen Sie das in Betracht, wenn Sie Ihre Treffpunkte und Veranstaltungsorte auswählen. Oder legen Sie Termine bewusst auch mal auf ein Wochenende, so dass eingespannte Berufstätige ebenso wie Familienmitglieder teilnehmen können.

7. Involvieren Sie frühzeitig junge Mitglieder

Binden Sie gleich von Beginn an junge Mitglieder in Projekte ein, bitten Sie um deren Input, zeigen Sie, dass ihre Meinung gefragt ist. Auch die Bereitstellung von "Mentoren" für die erste Zeit im neuen Club hat sich vielfach bewährt.

8. Machen Sie Projekte und Aktivitäten familienfreundlich

Planen Sie Clubmeetings, Service-Projekte und Veranstaltungen, bei denen auch jüngere Familien mitmachen können. Es wird Ihnen viel Sympathie einbringen - von allen Seiten!

Weitere Informationen zum Thema:

Broschüre Dynamische Clubs
Diskussionsgruppe

Rotary News

13-Jun-2014
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