Rotary hilft Ghana bei der Erreichung von Wasserzielen

Keine andere Nichtregierungsorganisation hat so viele Wasserprojekte in Ghana realisiert wie Rotary. Oft in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie Water in Africa, oder im Rahmen der Rotary International/USAID H2O Collaboration, hat Rotary in vielen meist ländlichen Gebieten für eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung der Menschen mit Trink- und Brauchwasser gesorgt. Allein durch die Zusammenarbeit mit H2O erhielten über 100 Dörfer Wasserpumpen für den Handbetrieb sowie Sanitäranlagen, die eine Kontaminierung mit Schmutzwasser verhindern.

Ein Beispiel nennt Samuel Obour, Assistant Governor des Distriktes 9102 und Mitglied des Rotary Clubs Sunyani Central. Obour hat bereits mehrere Wasserprojekte realisiert. Im letzten Jahr installierte sein Club gemeinsam mit kanadischen Rotariern Toiletten in einer Grundschule und Waschräume/Toiletten für regionale Marktbesucher.

Der Markt zieht viele Menschen aus der Umgebung an, erklärt Obour. Doch da es keine Toiletten gab, mussten die Menschen ihre Notdurft abseits der Straße verrichten. Auf diese Weise gelangten Fäkalien in das Wasser und verursachten Krankheiten wie Amöbenruhr und die gefürchteten Buruli-Geschwüre. Letztere können bei frühzeitiger Erkennung mit Antibiotika behandelt werden, unbehandelt aber lebensbedrohliche Sekundärinfektionen hervorrufen.

Neben der Bereitstellung der Sanitäranlagen ist aber auch Aufklärung vonnöten. So sind viele Menschen heute noch überzeugt, dass die Geschwüre von bösen Geistern hervorgerufen werden. Gemeinsam mit Mitarbeitern des ghanaischen Gesundheitsministeriums arbeiten Obour und andere Rotarier daher auch an der Schulung der Bewohner zu Hygienefragen und überzeugen Betroffene, dass sie ärztliche Hilfe aufsuchen.

Daneben hat die Bereitstellung einer Wasserversorgung auch andere positive gesellschaftliche Wirkungen, zum Beispiel auf die Bildung. Denn es sind oft Kinder, die die kilometerlangen Wege zur nächsten Wasserquelle absolvieren müssen. Der Schulbesuch wird angesichts dieser Notwendigkeit zweitrangig.

"Kinder stehen um 4 Uhr auf, um sich auf den Weg nach Wasser zu machen", berichtet Obour. "Und natürlich verpassen Sie durch diese Pflicht oft den Unterricht. Ein Brunnen am Ort hilft ihnen dagegen, nicht nur pünktlich zur Schule zu erscheinen - es bleibt auch etwas mehr Zeit, um einfach Kind sein zu können".

Ron Denham (RC Toronto), Mitglied des USAID Steering Committee, betont, wie wichtig es ist, sich bei der Realisierung von Wasserprojekten mit Partnern abzustimmen. "Wir brauchen eine Hebelwirkung für den Erfolg. Und das erreichen wir oft mit Partnern, die die gleichen Ziele wie wir haben. Die internationale Zusammenarbeit mit H2O ist ein Beispiel dafür."

Informationen zum World Water Summit

 

Rotary News

14-Mar-2014
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