Mission: Leben reparieren

A young patient waits for surgery.
Fotorechte Charanjit Singh
In the operating room, Past RI President Rajendra K. Saboo comforts three-year-old Ibrahim Hafso as she goes into surgery.
Fotorechte Charanjit Singh
Children and their parents patiently wait to see the doctors.
Fotorechte Charanjit Singh
Three past RI presidents joined the effort: Rajendra K. Saboo (front left), Jonathan B. Majiyagbe of Nigeria (front right), and Kalyan Banerjee (not pictured).
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C.O. Onyebuchi Chukwu, the Nigerian minister of health and a trained orthopedic surgeon, helps out in the operating room.
Fotorechte Charanjit Singh
A child rests in the recovery room.
Fotorechte Charanjit Singh

Fragen Sie jeden Jungen nach seinem Lieblingssport, und Sie erhalten mit Sicherheit Informationen zur Lieblingsmannschaft, zu Top-Spielern oder Spielen, oder der Position, die sie einmal spielen wollen, wenn sie ein berühmter Profi sind.
Für Samalla Halidu stellt sich eine andere Frage: „Werde ich stehen können?"

Im Dezember traf der Junge, der als kleines Kind an Polio erkrankt war, in einem Krankenhaus etwas außerhalb der nigerianischen Hauptstadt Abuja mit Past RI Präsident Rajendra K. Saboo zusammen. Saboo führte eine 10-tägige medizinische Mission aus Indien nach Nigeria, um dort Hunderten von Kindern wie Samalla zu helfen. Teilfinanziert mit einer Zuwendung der Foundation über 50.000 USD, führte eine Crew aus 19 Ärzten und sechs nichtmedizinischen Ehrenamtlichen insgesamt fast 800 Operationen aus, um Muskel- und Knochendeformitäten zu korrigieren, die durch die Infektion mit dem Poliovirus verursacht worden waren.

Nigeria ist (neben Pakistan und Afghanistan) das letzte der drei verbliebenen Epizentren der Kinderlähmung. Die Impfdichte hatte in dem westafrikanischen Land abgenommen, da es in der Bevölkerung Widerstände gegen die Impfaktionen gab. Falschinformationen und Verschwörungstheorien fegen durch die Dörfer Nordnigerias wie der Harmattan-Wind aus der Sahara. Gerüchte, dass die Schluckimpfung Frauen unfruchtbar mache und lebensgefährlich sei, lassen verängstigte Eltern ihre Kinder vor den Gesundheitsbeamten verstecken. 121 Fälle von Polio verzeichnete Nigeria 2012, doppelt so viel wie in Pakistan, dreimal so viel wie in Afghanistan.

Saboo traf seinerzeit ähnliche Widerstände bei Minderheitsbevölkerungen in Indien an, als die Impfhelfer in die Dörfer kamen. Doch wo andere Hindernisse sehen, sieht Saboo Möglichkeiten: „Wenn Indien es schaffen konnte, dann kann es auch Nigeria", sagt er. In Indien gab es seit über zwei Jahren keinen einzigen Poliofall mehr. „Wir haben ähnliche Probleme, ähnliche Bedingungen wie Armut und Analphabetismus."

Diese Erfahrungen halfen auch dem indischen Team, Hürden zu überwinden und mit den Nigerianern zusammen zu arbeiten. In Gesprächen in den Wartezimmern des Krankenhauses wurden die Eltern der Kinder, die an Polio erkrankt waren, von dem Nutzen der Impfung überzeugt. Sie sagten, dass sie in ihre Dörfer zurückkehren würden, um für die Schluckimpfung zu werben, damit andere Kinder nicht ein ähnliches Schicksal erlitten.

Nachdem sich Samalla von dem Eingriff an beiden Beinen erholt hat, wird er mithilfe von Beinschienen gehen können – und vielleicht eines Tages sogar Fußball spielen.

 

Aus der Ausgabe April 2013 von The Rotarian

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