Rotary-Projekt fördert Lesen und internationale Freundschaft

Eine Gruppe Grundschüler erzählt sich lachend gegenseitig Geschichten. Die Themen reichen von Schulhoferlebnissen über Haustiere und Lieblingssportarten bis zum Lieblingsessen. Klingt wie ein typischer Einblick in ein Klassenzimmer - doch die Hälfte der Schüler sitzt in Durham, North Carolina, in den USA, die andere Hälfte am anderen Ende des Globus in Ahmedabad, Indien.

Die amerikanischen Teilnehmer an der Videokonferenz machen alle mit beim Bildungsprojekt Rotary Reading Rangers des Rotary Clubs Durham. "Mein Ziel war es, [neben Lesen auch] Völkerverständigung und globale Freundschaften unter Kinder zu fördern, die sich ansonsten nie begegnen würden", so der Programmgründer Todd Taylor.

Die Idee zu den Rotary Reading Rangers kam Rotarier Taylor, nachdem er erfuhr, dass 40% der Schüler in Durham den Leseteil von Standardtests nicht bestanden. Das mit einem Rotary Foundation Grant gesponserte Leseprogramm hat 35 Tutoren, die im vergangenen Jahr 80 Schülern halfen, bemerkenswerte Fortschritte beim Lesen zu machen. Und auch in diesem Jahr wurde das Projekt bereits erfolgreich fortgesetzt. "Die Schüler haben innerhalb der 5 Monate, seit wir mit ihnen arbeiten, eineinhalb Jahre Stoff aufgeholt", so Taylor über das Programm, das mit Schülern allen Alters, jedoch vornehmlich mit Grundschülern, der ersten Klassenstufen arbeitet.

Newman Aguiar, Tutor und wie Todd Taylor Mitglied im Rotary Club Durham freut sich ebenfalls über den Erfolg der Videokonferenz zwischen den Kindern: "Sie haben verstanden, wie viel sie mit den anderen Kindern gemeinsam haben. Diese Art des persönlichen Kontakts wird einen großen Einfluss haben auf ihre zukünftigen Weltansichten".

Taylors rät Rotary Clubs, die ein ähnliches Projekt planen, die teilnehmenden Schulen eng mit einzubinden und sie um Hilfe bei der Vorbereitung der Tutoren zu bitten. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Lehrern trug maßgeblich zum Erfolg seines Projekts bei.

"Jedes Gemeinwesen hat Viertel, in denen es eine höhere Analphabetenrate gibt und in den Schüler Probleme mit der Schule haben", so Aguiar. "Rotarier können sich hier früh einbringen und mit ein wenig Zeitaufwand die Bildung fördern - und so der gesamten Gemeinschaft helfen". 

Mehr zu den Rotary Reading Rangers
Blog-Eintrag zur Video-Konferenz auf Rotary Voices
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Rotary News

17-Jun-2014
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