Rotary.org: Rotary Youth Leadership Awards (RYLA)

Rotary Youth Leadership Awards (RYLA)


Zur Geschichte

 
 

1959 lud die Regierung des australischen Bundesstaates Queensland örtliche Rotarier zur Mitwirkung an der Planung von Feierlichkeiten anlässlich der bevorstehenden Hundertjahrfeier des Bundesstaates ein. Als sie erfuhren, dass Königin Elisabeth II ihre Cousine, Prinzessin Alexandra, die Anfang 20 war, zu den Feierlichkeiten entsenden würde, planten die Rotarier speziell auf die Altersgruppe der Prinzessin abgestimmte Aktivitäten.

Das „Gundoo", ein Wort der Aborigines Australien, das soviel wie „Festival" oder „gemeinsames Vergnügen" bedeutet, erwies sich als rauschender Erfolg. Mehr als 300 junge Frauen und Männer im Alter von 17 bis 23 Jahren nahmen daran teil. Die Beliebtheit dieser Veranstaltung veranlasste die Rotarier zu der Vermutung, dass die Einrichtung eines ähnlichen jährlichen Jugendprogrammes vergleichbare Erfolge zeitigen könnte. Kurzentschlossen bewilligte Governor Art Brand des damaligen Distrikts 260 das Projekt, und am 2. Mai 1960 war ein neues Programm - RYLA - geboren.

Die australischen Distrikte 258 und 260 richteten gemeinsam einen Ausschuss ein, der die offizielle Rahmenstruktur von RYLA festlegte - die Unterweisung junger Leute zwischen 14 und 30 Jahren in den Bereichen Charakterbildung, Führungsbefähigung, persönliche Entwicklung und aufgeklärte Bürgerertätigkeit. Diese Richtlinien begünstigten die Ausbreitung von RYLA auf sämtliche Rotary Distrikte in Australien und führten schließlich dazu, dass RYLA beim RI-Jahreskongress 1971 in Sydney vom RI-Zentralvorstand als offizielles internationales Programm anerkannt wurde.

Bis zum Jahr 1998 hatte sich RYLA in mehr als der Hälfte der 521 Rotary Distrikte weltweit als festes Programm etabliert. Im gleichen Jahr rief der damalige RI-Präsident James Lacy einen internationalen RYLA-Ausschuss zur Optimierung und Ausweitung dieses ganz besonderen Rotary-Programms in aller Welt ins Leben, womit er seinem Engagement für Kinder und Jugendliche ganz besonders Ausdruck verleihen wollte. Rotarier mit verschiedenen RYLA-Erfahrungen wurden eingeladen, sich im RI-Zentralbüro zum Austausch von Informationen und Anregungen zu treffen. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass RYLA durch regionale Schulungsseminare optimiert werden könne.

Nach dem ersten RYLA-Camp des Distrikts 5520 bezeichnete ein Teilnehmer seine RYLA-Erfahrung in einem Wort als „Camelot". Er schrieb dem RYLA-Beauftragten Folgendes: „Wenn Sie die Artussage kennen, erinnern Sie sich vielleicht, dass sich König Artus, als er in den Armen eines jungen Mannes im Sterben lag, an diesen wandte und erklärte:„Wenn Dir zu Ohren kommt, dass jemandem Camelot kein Begriff ist, dann erkläre diesem laut und deutlich, dass es dieses glorreiche Camelot wirklich gegeben hat."

Können wir nicht von Glück sagen, dass RYLA „Gundoo" wie auch „Camelot" ist? Engagement und leidenschaftliches Engagement für unsere Mitmenschen sind zentrale Bausteine dieses Programms, das einen bemerkenswerten Beitrag zur Sicherung der Zukunft unserer Organisation leistet. Jeder Rotarier sollte sich auf dieses bemerkenswerte Programm und die damit verbundenen einschneidenden Erfahrungen einlassen.

Irving J. "Sonny" Brown, ein TRF-Trustee für 2000-04, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags RI RYLA-Ausschussvorsitzender. Darüber hinaus fungierte er als RI-Vizepräsident sowie als Chair der International Convention 2001 in San Antonio.