Dolly Parton sieht Partner in Rotary
Joseph Derr
Rotary International News -- 23. Juni 2010
Oben: Dolly Parton sang für die Teilnehmer der vierten Plenarsitzung am 23. Juni auf der RI Convention 2010 in Montréal.
Unten: Bob Mazzuca Chief Scout Executive der Boy Scouts of America auf der vierten Plenarsitzung.
Fotos: Monika Lozinska-Lee/Rotary Images
Country-Musik-Legende Dolly Parton und der Chief Scout Executive der Boys Scouts of America, Bob Mazzuca, sprachen am 23. Juni auf der vierten Plenarsitzung, wobei sie die Gemeinsamkeiten zwischen ihren Organisationen und Rotary hervorhoben.
Nach Begrüßung der Convention-Teilnehmer mit ihrem Hit "9 to 5" zitierte Parton die Vier-Fragen-Probe sowie einen Slogan, den sie sich für ihre Dollywood Foundation ausgedacht hatte: Dream more, learn more, care more, be more (etwa: träume mehr, lerne mehr, fühle mehr mit, sei mehr).
Im Anschluss ging die Philanthropin, die sich besonders für die Bildung engagiert, dazu über, die Imagination Library ihrer Foundation zu erklären, die Lesen unter Vorschulkindern fördert und diesen von Geburt an bis zum fünften Lebensjahr jeden Monat ein Buch schenkt. Das Programm, das in Partons Heimatstaat Tennessee begann, wird unterstützt von über 115 Rotary Clubs und kommt mittlerweile Kindern in den gesamten USA, Kanada und Großbritannien zu Gute.
Inspiriert wurde Parton für ihr Projekt durch ihren Vater, der selbst nicht lesen konnte, jedoch "einer der klügsten Menschen war", den sie kannte. "Er wusste, wie behindernd es war, weder lesen noch schreiben zu können und war so stolz, wenn die Leute mich die "Bücher-Lady" nannten. Er lebte lange genug, um zu erleben, wie mein Traum durch die Imagination Library Wirklichkeit wurde. Er hat mich die ganze Zeit stets begleitet." Rotary Foundation Trustee Vice Chair John F. Germ, der ebenfalls aus Tennessee stammt, verlieh Parton schließlich auf der Bühne die Paul Harris Fellow Recognition. "Dies ist eine wundervolle Freundschaft, die wir durch unsere Zusammenarbeit pflegen, und ich hoffe, meinen Teil weiter beitragen zu können", so Parton. "Vielen Dank für Ihre Anerkennung, und dass Sie an mein Programm glauben."
Bob Mazzuca berichtete den Convention-Teilnehmern, dass Rotary und die Scout-Bewegung durch ihre gemeinsame Geschichte gleich gut in der Lage seien, Führungskräfte auszubilden. "Paul Harris, der Gründer von Rotary, und James E. West, unser erster Chief Scout Executive, waren gute Freunde. Sie reisten gemeinsam durchs Land und richteten Boy Scout-Räte ein. Unser Verhältnis ist bis heute sehr stark. Rotary Clubs in den USA sponsern heute mehr als 1.400 Scout-Einheiten, denen 45.000 junge Menschen angehören."
Ähnlichkeiten finden sich laut Mazzuca auch bei der Vier-Fragen-Probe und dem Eid der Boy Scouts. "Beide geben uns Anleitung für unser Leben und waren uns und unseren Gemeinwesen in den vergangenen Jahrzehnten immer hilfreich", so Mazzuca. Er appellierte an beide Organisationen, sich Kindern und jüngeren Generationen zu widmen, besonders solchen, die von Krankheiten bedroht sind.
Ontarios Lieutenant Governor, David C. Onley, der selbst ehemals an Polio erkrankt war und sich für die Rechte Behinderter einsetzt, sprach ebenfalls zu den Rotariern und bat diese, mit behinderten Mitmenschen zusammenzuarbeiten und Vorurteile gegen diese auszuräumen.