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Farrow spricht zum Thema Polio und Darfur

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Schauspielerin und UNICEF-Botschafterin Mia Farrow hält Grundsatzrede auf der dritten Plenarsitzung des RI Jahreskongresses 2009 in Birmingham, England am 23. Juni.

Die Schauspielerin und UNICEF-Botschafterin Mia Farrow, die als Kind selbst unter Polio litt und aus Indien einen Sohn mit der Krankheit adoptierte, sagte sie verstehe die verheerenden Auswirkungen von Polio und die Notwendigkeit den Virus auszurotten.

Neben ihrem Aufruf, Polio endgültig auszurotten, sprach sie auch über die Förderung der Gesundheit und Sicherheit von Kindern sowie die Erfordernis den Menschen in Darfur, Sudan, zu helfen. Farrow erzählte, wie sie 2004 eine Frau in Darfur traf, die ihr ein schützendes Amulett mitgab und sie dabei bat, ihr zu versprechen, es stets zu tragen, um den Menschen weltweit von der schrecklichen Lage der Menschen in Darfur zu berichten. Farrow sagte, dass diese Begegnung sie dermaßen bewegt hätte, dass sie es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat ihr Versprechen zu erfüllen.

Farrow zeigte den Rotariern daraufhin Bilder der Opfer der Gräueltaten in Darfur - Männer, denen von Plünderern die Augen herausgestochen wurden; eine Frau, die durch den Rücken erschossen wurde, so dass auch das Kind in ihren Armen starb; ein an Unterernährung sterbendes Kind; vollkommen niedergebrannte Dörfer.

"Welche Botschaft haben wir den Menschen in Darfur nach sechs Jahren vermittelt? Doch nur, dass uns ihr Schicksal gleichgültig ist. Wenn wir jedoch verstehen, dass wir die Menschen in Darfur im Stich gelassen haben, dann verstehen wir auch, dass wir persönlich versagt haben", so Farrow. 

Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Plenarsitzung sagte Farrow, dass der Wille der Menschen nötig ist, um die Regierungen zum Handeln zu bewegen. "Es findet hier ein Völkermord statt, der auch in Zukunft fortgesetzt wird, was also werden wir dagegen unternehmen?"

Farrow sprach auch über das gute Werk, das Rotarier vollbringen und dass sie alles erreichen können, wenn sie es sich vornehmen. Sie bat die Rotarier den Kampf gegen Polio nicht aufzugeben auch wenn der Einsatz für die Ausrottung von Polio Geld koste, denn wenn Polio einmal besiegt ist, dann steht dieses Geld anderen Hilfsprojekten zur Verfügung.


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