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Clarissa Brocklehurst, Chefin des Wasser- und Abwasserprogramms beim UN-Kinderhilfswerk sprach am 22. Juni 2009 auf dem RI Jahreskongress in Birmingham, England. Rotary Images/Alyce Henson

Durch eine Zusammenarbeit können Rotary und andere Organisationen großartige Dinge vollbringen, so die Botschaft auf der zweiten Plenarsitzung des RI Jahreskongresses 2009 in Birmingham, England am 22. Juni.

"Die Partnerschaft im Zuge des Kampfes bei der Ausrottung von Polio ist ein Leuchtsignal dafür, was Menschen alles erreichen können, wenn sie zusammenkommen, um gemeinsame Ziele zu erreichen", sagte Douglas Alexander, Mitglied des Britischen Parlaments und Minister für internationale Entwicklung.

Auch Infrastrukturprobleme, wie der erschwerte Zugang zu sauberem Wasser und zu sanitären Einrichtungen, bedürfen eines gemeinsamen Einsatzes, sagte Clarissa Brocklehurst, Chefin des Wasser- und Abwasserprogramms beim UN-Kinderhilfswerk (UNICEF).

Laut Brocklehurst haben circa eine Millarde Menschen auf der Welt erschwerten Zugang zu sauberem Trinkwasser und circa 2,5 Millarden Menschen habe keine ausreichenden sanitären Einrichtungen zur Verfügung. Diarrhö, die durch mangelnde Hygiene hervorgerufen werden kann, ist nach Lungenentzündung die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Jede Gemeinde braucht Wasserleitungen, Toiletten und Seife, so Brocklehurst. Diese drei Faktoren sind unabdingbar und hängen außerdem untrennbar miteinander zusammen.

Neben der Lösung von Infrastrukturproblemen müssen auch gewohnte Verhaltensweisen geändert werden. "Bildung, Kommunikation und Aufklärungsarbeit sind dabei von grundlegender Bedeutung", sagte Brocklehurst. Aus diesem Grund entwickelt UNICEF Bildungsprogramme für Schulen, durch die über richtige Hygiene aufgeklärt werden soll und strebt an alle Grundschulen weltweit mit sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen zu versorgen. "Dies sind sehr ehrgeizige Ziele, die UNICEF auf keinen Fall alleine erreichen kann", sagte Brocklehurst. "Wir brauchen Partner, die sich richtig engagieren und Einfluss besitzen. Wir brauchen Parnter wie Rotary."

Auch die von Rotarier Tom Henderson und dem Rotary Club Helston-Lizard, Cornwall, England ins Leben gerufene Wohltätigkeitsaktion ShelterBox ist auf Zusammenarbeit angewiesen. Seit 2001 konnte durch ShelterBox mehr als 800.000 Menschen in 57 Ländern nach Naturkatastrophen und anderen Krisen geholfen werden.

Während der Plenarsitzung dankte Henderson den Rotariern für ihre finanzielle Hilfe und ihren Einsatz bei der Auslieferung der Kisten. "Wenn irgendwo auf der Welt eine Katastrophe geschieht, weiß ich, dass ich nur den Telefonhörer in die Hand nehmen muss und innerhalb von Minuten mit einem rotarischen Freund spreche, der vor Ort ist, dem ich vertrauen kann und den ich fragen kann was tatsächlich vor sich geht."


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