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Senkung der Kindersterblichkeit ist Thema einer RFPD-Veranstaltung


 
 

Adriana de Jesus Barbosa ist eine junge Mutter, der das Programm Promoção de Mulheres, ("Förderung von Frauen") hilft, das vom brasilianischen Rotary Club Rio de Janeiro-Saara koordiniert wird und Finanzhilfe durch ein Matching Grant der Rotary Foundation erhielt
Rotary Images/Alyce Henson

Es gibt sehr einfache Wege, die Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen und Säuglingen zu senken und für die Gesundheit der Mutter zu sorgen. Das erfuhren Rotarier auf einer Sitzung am 17. Juni, die von der Aktionsgruppe RFPD ( Rotarian Action Group for Population Growth and Sustainable Development ) geleitet wurde. Die Senkung der Kindersterblichkeit ist der Arbeitshauptschwerpunkt für das Amtsjahr von Präsident Dong Kurn Lee.  

Dr. Francisco Songane, Direktor der WHO- Initiative Partnership for Maternal, Newborn, and Child Health , sprach auf der Sitzung und bemerkte, dass die Ziele zur Gesundheit von Mutter und Kind weit hinter den anderen Milleniumszielen der UN (Millennium Development Goals) zurückgefallen seien.

Der Frauenarzt und ehemalige Gesundheitsminister von Mozambique gestaltete gemeinsam mit Dr. Ekkehard Pandel, Chair von RFPD Deutschland und Director elect für die Amtszeit 2009-11, und dem RFPD-Vizevorsitzenden Dr. Robert Zinser eine Podiumsdiskussion zum Thema.

Mehr als 10 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an vermeidbaren Ursachen, 530.000 Frauen sterben allein an Schwangerschaftskomplikationen. „Wir können das Problem der Kindersterblichkeit nicht angehen, ohne die Gesundheit von Mutter und Kind in Betracht zu ziehen“, betonte Songane dazu. Lungenentzündung, Durchfallerkrankungen, Malaria und Masern seien für die Mehrzahl der Kindstode bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich, doch spiele Unterernährung oft eine Rolle, führte Songane weiter aus: bei 57 Prozent der Todesfälle sei Hunger ein wesentlicher Faktor.

Rot. Zinser fügte hinzu, dass drei der wesentlichen Interventionen für diesen Sachverhalt die Bereitstellung von erfahrenen Geburtshelfern, HIV-Tests und Moskitonetzen (zur Verhinderung der Übertragung von Malaria durch Mückenstiche) seien. Und Rot. Pandel, selbst seines Zeichens Kinderarzt, betonte die Wichtigkeit des Stillens und die Schutzwirkung von Muttermilch. „Es ist absolut notwendig, in den ersten Tagen [nach der Geburt] zu stillen, idealerweise sogar während des ganzen ersten Lebensjahres“, sagte er. „Das ist wesentlich für die Verhinderung von Infektionen und Unterernährung.“

Fügte Songane hinzu: „Das ist nichts Extravagantes und keine hohe Wissenschaft. Wir müssen nur einfach die richtigen Maßnahmen ergreifen.“ Rotariern, die sich in diesem Problembereich engagieren wollen, riet er, am jeweiligen Standort eines Clubs oder Distriktes mit Regierungsvertretern zusammen zu arbeiten und sich in bereits laufende Initiativen in dem Land einzuklinken.

 


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