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Friedensforen beleuchten Rotarys Rolle bei der Überwindung von Differenzen


 
 

Brigitta von Messling,  eine ehemalige Weltfriedensstipendiatin, ergriff bei der Konferenz in Bulgarien das Wort

Mehr als 1.000 Rotarier und Gäste aus Dutzenden von Ländern kamen vor kurzem zu drei Friedensforen des Rotary-Präsidenten zusammen - so auch am 20. September in Nairobi (Kenia). Die von RI Präsident Wilfrid J. Wilkinson organisierten Foren sollten die Rolle Rotarys bei der weltweiten Friedensarbeit beleuchten.

In Nairobi lobten Colin Bruce, ein Vertreter der Weltbank, und David Ojut Okello, ein Vertreter der Weltgesundheitsorganisation, vor 250 Zuhörern aus 26 Ländern Rotary für die unternommenen Anstrengungen zugunsten der weltweiten Initiative zur Ausrottung von Polio. Bei den lebhaften Diskussionen unter den Teilnehmern ging es vorwiegend darum, wie sich afrikanische Rotary Clubs mit anderen Rotariern in aller Welt zusammenschließen und als Friedensbotschafter und Mittler in Krisengebieten des afrikanischen Kontinents aktiv werden können.

Beim Friedensforum, das am 1. September, dem UNO-Weltfriedenstag, in Istanbul stattfand, unterstrich RI Director Örsçelik Balkan, dass besonders Rotary durch die einzigartige Vernetzung seiner Mitglieder in der Lage ist, auf internationale Verständigung im Nahen Osten und anderen Gebieten Einfluss zu nehmen. Hauptredner waren Suleyman Demirel, der frühere Präsident der Türkei, Abdul Salam Majali, der frühere Ministerpräsident Jordaniens sowie Hikmet Çetin, ehemaliger politischen Vertreter der NATO in Afghanistan.

Demirel erklärte sein vollstes Vertrauen auf Rotarys Fähigkeit, als weltweite nichtstaatliche Organisation bei der Friedensarbeit Entscheidendes zu bewegen. „Konflikte und deren Bewältigung sind im Wesentlichen die Verantwortung des Staates, doch auch diese Erwartung ist nicht mehr unumstößlich", erklärte er. „Das Bürgertum spielt bei der Konfliktprävention und -bewältigung eine immer stärker werdende Rolle. Dieses Treffen ist zweifellos ein wichtiger Schritt in diese Richtung, wofür ich Rotary meine Hochachtung aussprechen möchte."

Das erste Friedensforum in Boyana (Bulgarien) im August sollte einer Erörterung der Möglichkeiten zur Friedensarbeit dienen, wobei besonders die Balkanländer im Vordergrund standen. Die Veranstaltung begann in Sofia mit einem von Präsident Wilkinson ausgerichteten Galadinner, wobei er auch die Gründungsurkunden von fünf neuen bulgarischen Rotary Clubs überreichte. Beim Forum selbst wies RI Director Balkan die Teilnehmer nochmals mit Nachdruck auf den Auftrag Rotarys hin. „Seit einhundert Jahren sind wir Rotarier Hoffnungsboten, und das soll auch in Zukunft so bleiben”, erklärte er.

Brigitta von Messling, eine ehemalige Rotary-Weltfriedensstipendiatin und Mitarbeiterin einer in Berlin ansässigen nichtstaatlichen Organisation, die in den westlichen Balkanländern Konfliktbewältigungsseminare abhält, sprach über die Alumni der Rotary Centers, die wie sie in aller Welt Friedensarbeit leisten und rief alle Rotarier dazu auf, diese Rolle in ihren Heimatgemeinden zu übernehmen.

„Sie als Rotarier übernehmen in Ihren Gemeinden eine Führungsrolle, weshalb man sich an Ihnen orientiert", erklärte sie. „Gehen Sie anderen mit gutem Beispiel voran, und zeigen Sie Ihnen durch die Überwindung scheinbar unüberbrückbarer Hindernisse, dass die Verwirklichung von Träumen keine Utopie ist und Änderungen machbar sind.”

Mit Beiträgen von Ahmet S. Tükel (Rotary Dergisi), Nasko Nachev (Rotary in Bulgarien), und Carol Pandak, PolioPlus Manager


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