Rotary.org: Aktuelles - Projekt bringt Trinkwasser nach Guatemala

 Projekt bringt Trinkwasser nach Guatemala

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April Veness (zweite von links) bei der Einweihungszeremonie des neuen Wassersystems in San Isidro

Wasser stellt im westlichen Bergland von Guatemala oft ein Paradox dar. Von Mai bis November waschen schwere Regenfälle die nicht befestigten Straßen, die zu Dörfern in Hochlagen von teilweise über 3000 Metern führen, komplett aus. Doch trotz dieser Regensaison haben Bewohner oft keinen Zugang zu Wasser und müssen teils kilometerlange Wege zu spärlichen Brunnen zurücklegen, um Wasser in Eimern zu transportieren. Oder sie fangen Regenwasser in Fässern auf.

An einem guten Tag kann man die 38 Meilen von San Marcos nach San Isidro in fünf Stunden zurücklegen, weiß April Veness, Dozentin für Geografie an der University of Delaware und Empfängerin einer Rotary-Zuwendung für Dozenten . Sie unternahm die Reise viermal, um mithilfe eines Matching Grant der Rotary Foundation ein Wasserversorgungssystem in San Isidro zu errichten.

"Die Menschen hier sind Selbstversorger, Kleinbauern, deren Höfe weit verstreut sind", erklärt April Veness und fährt fort, dass die Anstrengung, kilometerlange Leitungen von entfernten Quellen zu den Dörfern zu verlegen, eine "immense und teure Herausforderung" war.

Veness begann die Projektarbeit, nachdem sie nach Guatemala gereist war, um am Centro Universitario de San Marcos von August 2006 bis April 2007 zu dozieren. Es schien ihr dabei selbstverständlich, Lehre und Recherche mit praktischer Hilfe für die Menschen ihres Gastlandes zu verbinden. Dabei entfaltete sich ein Netzwerk zwischen ihrem Heimatdistrikt 7630 und dem Rotary Club San Marcos. Drei ehemalige Studenten ihrer Uni, darunter Foundation-Stipendiatin Jennifer Koppenhaver sowie die katholische Diözese und Mitglieder der Gemeinde San Isidro waren mit von der Partie.

"Hunderte von Telefonaten, persönlichen Gesprächen und E-Mails während der Antragszeit für das Matching Grant und später der Bauphase zwischen Rotariern des Distriktes 7630 und des San Marcos Clubs liefen über mich", sagt Frau Veness. "Dabei habe ich mich nicht vorgedrängelt, die Sprecherin zu machen. Aber es musste jemand da sein, der die Komunikationsschwierigkeiten ausräumen konnte, die sich nicht nur durch verschiedene Sprachen, sondern auch durch verschiedene Geschäftspraktiken, soziale Erwartungshaltungen undsoweiter ergaben. Die Kommunikationskanäle mussten offen gehalten werden und der Fokus auf dem gemeinsamen Ziel bleiben."

Im Juli kehrte sie zur Eröffnungszeremonie nach San Isidro zurück und war sehr gerührt, als sie erfuhr, dass das Projekt ihr zu Ehren "April’s Project" getauft war. Nun hilft sie dem Rotary Club in San Marcos, zusammen mit Builders Beyond Borders , einer gemeinnützigen Organisation aus Connecticut, eine Schule für taube Kinder in San Marcos zu bauen, Zieldatum: 2008.

"Meine Rolle as Werberin, Dolmetscherin, Verhandlungsleiterin und Mentorin haben mit Sicherheit meine Sprach- und Managementkenntnisse, Sicherheit im öffentlichen Auftreten undsoweiter verbessert", sagt April Veness. " Doch mehr noch wird das Netzwerk der Unterstützung und Freundschaft, das entstanden ist, für mich für viele Jahre von großer Wichtigkeit sein." 


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