Regional abgestimmte Mitgliedschaftspläne sollen ein nachhaltiges Wachstum von Rotary sichern
Rotary News -- 22. August 2012
Neue Mitgliedschaftspläne machen auf der Basis bisheriger Trends jeweils regional spezifische Empfehlungen für ein gesundes Mitgliederwachstum. Eine Zielgruppe dabei sind ehemalige Programmteilnehmer (Alumni).
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Jede lebendige gemeinnützige Organisation lebt nur durch ihre Mitglieder. Das ist für Rotary nicht anders. Doch wenn es um ein globales Mitgliederwachstum geht, gibt es kein weltweit gültiges Einheitskonzept.
Das betont auch Manoj Desai vom Mitgliedschaftsausschuss bei RI. Der Zentralvorstand von Rotary International verabschiedete vor nicht allzu langer Zeit die Ausarbeitung regionaler Mitgliedschaftspläne, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Rotarierinnen und Rotarier auf verschiedenen Kontinenten auch verschieden denken und handeln.
Rotarier in Europa, die in der Vergangenheit oft frustriert auf klobige "One-shoe-fits-all"-Ansprachen und Initiativen aus Evanston reagierten, werden das sicherlich gerne hören. Die neuen Konzepte für eine zukunftsgerichtete Mitgliederarbeit sollen nunmehr die spezifischen kulturellen Gewohnheiten und Bedürfnisse ebenso wie die historischen Voraussetzungen einer Region in Betracht ziehen.
Konzipiert wurden die Pläne in Arbeitsgruppen, die jeweils von den zuständigen RI Directors geleitet wurden. Dabei wurden die Stärken und Schwächen einer Region, die Herausforderungen und die Möglichkeiten ausgelotet, und auf dieser Basis Zielvorstellungen und Empfehlungen entwickelt.
So kam entsprechend Unterschiedliches heraus: während man in Indien Wert darauf legt, dass alle Membership Chairs Mitgliederseminare besuchen und sich ein Wachstumsziel von 10 Prozent setzen, wollen Rotarier in Großbritannien mit landesweiten Kampagnen und dem massiven Einsatz sozialer Medien dafür sorgen, dass sich ihr Image bessert und sie nicht mehr als elitär und "stuffy" (etwa: muffig/verstaubt) gelten. Und in den USA, wo Rotary am meisten von Austritten geplagt wird, will man sich auf die Gründe konzentrieren, warum Rotarier die Organisation verlassen (und das Mitglied zum "Kunden" und somit zum "König" machen ...)
Ohne dem Plan vorgreifen zu wollen, gilt für Europa im wesentlichen, dass Strategien auf mehr Flexibilität abzielen: Clubmeetings sollen informeller gestaltet werden können, Mitwirken im Club soll mehr an Projektengagement als an der Anwesenheit bei Treffen gemessen werden, und das große Potential der vielen ehemaligen (und oft noch engagierten) ehemaligen Programmteilnehmer soll mehr einbezogen werden.
Denn auch das weiß man in der Führungsetage in Evanston: wenn Rotary langfristig relevant und dynamisch bleiben will, um seinen globalen humanitären Auftrag zu erfüllen und um auf der Weltbühne weiterhin als gute Kraft präsent zu sein, ist ein nachhaltiges Wachstum der Mitgliedschaft (über-)lebenswichtig. Daher heißt die Vorgabe: 1,3 Millionen Mitglieder bis 30. Juni 2015!
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