Rotary.org: Aktuelles - Recovery Fund hilft beim Wiederaufbau in Japan

 Recovery Fund hilft beim Wiederaufbau in Japan

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Durch die Mittel aus dem Japan Recovery Fund konnten unter anderem Netze für Fischer ersetzt werden, so dass diese wieder ihrer Arbeit nachgehen können.

In den Geisterstädten rund um die Nuklearanlagen von Fukushima streunen Kühe und Hunde durch die Straßen. Busse und Autos liegen auf Gebäuden, wo sie am 11. März 2011 von der Tsunamiwelle hingespült wurden. Überall liegt Schutt.

Wenn Kazuhiko Ozawa, Rotary Foundation Trustee und Vorsitzender des Rotary East Japan Earthquake Recovery Fund Committee, von den rotarischen Einsätzen in dieser Region spricht, versucht er trotz der Schwere der Situation dennoch zu lächeln. Um mit der neuen Realität zurecht zu kommen, ist es wichtig, dass er optimistisch bleibt, sagt er.

Viele Betroffene kämpfen mit emotionalen Herausforderungen, und rotarische Projekte versuchen, hierauf einzugehen und zu helfen. Am Anfang gingen laut Ozawa vor allem Anträge zur Finanzierung von grundlegenden Bedürfnissen wie Essen, Unterkunft und Kleidung ein. Mit der Zeit jedoch wurden Projekte wichtiger, die sich psychologischen Aspekten widmeten. "Viele Menschen leiden an Depressionen, einige waren sogar dem Selbstmord nah", so Ozawa weiter. 

Bis zum 30. Juni, als der Rotary Japan 2011 Disaster Recovery Fund geschlossen wurde, gingen in diesem beinahe 8 Millionen USD ein. Etwas über 1 Million USD wurde in den Monaten direkt nach dem Erdbeben und Tsunami in Matching Grants investiert. Seit 1. Juli 2011 unterstützte der Fonds bereits über 160 Projekte. 

Die Zuschüsse aus dem Katastrophenhilfsfonds decken 25% von Projektkosten, für den Rest der benötigten Mittel kommen Clubs und Distrikte auf. Ozawas Schätzungen zufolge werden mit Unterstützung des Fonds Projekte im Wert von 32 Millionen USD umgesetzt. Die sechs Mitglieder des Rotary East Japan Earthquake Recovery Fund Committee kommen für die Kosten für Treffen und Reisen selbst auf.

Durch die Projekte konnten u.a. Schulen mit Gerätschaften wie Strahlungsmessgeräten ausgestattet werden, oder zerstörte Lagerhäuser, in denen Fisch verrottete, mit Fliegengittern versehen werden, um das Eindringen von Fliegen zu verhindern. Zudem kauften Rotarier medizinisches Gerät für Krankenhäuser und Fahrzeuge zur Auslieferung von Vorräten, entfernten Schutt und boten Transportdienste an. Rotarier helfen Menschen, zu ihrer Arbeit zurückzukehren, indem sie neue Traktoren, Gewächshäuser, Fischernetze und Nutzvieh zur Verfügung stellen. "Es gibt unzählige Beispiele wie diese", berichtet Ozawa.

"Die Katastrophe, so schlimm sie auch war, hat den Menschen gezeigt, was sie alles tun können". In einer der betroffenen Städte wollten sich alle vier Rotary Clubs auflösen "als die Rotarier aber sahen, wieviel Spenden aus aller Welt eingingen und wieviel Unterstützung sie erfuhren, änderten sie ihre Meinung", so Ozawa.

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