Rotary.org: Aktuelles - New general secretary dives into the business of Rotary

Neuer Generalsekretär voll in Aktion für Rotary

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Bei einem Besuch in Seattle, Washington, half John Hewko bei dem Programm Rotary First Harvest (D 5030) dabei, Bohnen abzupacken.

„Je mehr ich über Rotary lerne, desto mehr Bewunderung habe ich dafür, was diese Organisation zu vollbringen in der Lage war.“

Das ist das Résumé, das John Hewko nach den ersten 100 Tagen im Amt des Generalsekretärs von Rotary zieht. Damit ist aber nicht erwähnt, was er in gerade drei Monaten unternommen hat. CEO Hewko brachte zwei Schlüsselprojekte im Kommunikationsbereich auf den Weg, initiierte die Entwicklung einer Strategiehilfe für Clubs, nahm an den Sitzungen aller Ausschüsse sowie des Boards und der Trustees statt, traf mit Bill Gates zusammen, um die nächsten Schritte im Kampf gegen die Kinderlähmung zu beraten, nahm an seinem ersten Rotary Institut teil, lernte im Laufe seiner Anhör-Tour im Hause und durch Dutzende von Präsentationen seine Mitarbeiter und deren Herausforderungen kennen – und er trat wieder seinem ehemaligen Rotary Club in Kiew bei, den er seinerzeit mit gegründet hatte.

Hewko begann seine Arbeit für Rotary, lange bevor er auf der Gehaltsliste stand. „Die sechsmonatige Übergangs- und Einarbeitungsperiode war unglaublich hilfreich”, sagt er dazu. „Durch den Besuch der International Assembly und der Convention sowie durch die Teilnahme an mehreren Treffen von Board, Trustees und mehreren Ausschüssen konnte ich beim offiziellen Antritt meiner Position sofort loslegen.”

Der Sieg über Polio – die Top-Priorität 

RI Board und Foundation Trustees hatten dem neuen GS sehr klar die Prioritäten vorgegeben. Nummer eins dabei nach wie vor: der Sieg über die Kinderlähmung. „Es ist unfassbar, wie weit wir gekommen sind, und welche Leistungen Rotary vollbracht hat. Durch unseren Erfolg an dieser Front werden wir nicht nur diese grausame Krankheit ausrotten, sondern wir werden auch Rotary so positionieren, dass wir bereit sind für die nächste globale Herausforderung.”

Der Erfolg in dieser Dimension hängt aber zum großen Teil davon ab, dass Rotary die Anerkennung für die Führungsrolle erhält, die die Organisation im Kampf gegen Polio so erfolgreich ausgefüllt hat. Zu diesem Behuf traf John Hewko im September mit Vertretern der  Bill & Melinda Gates Foundation zusammen, um gemeinsame Kommunikations- und Interessenstrategien und Möglichkeiten zu diskutieren. Dazu der neue GS: „Wir konnten den Mitarbeitern der Gates Foundation das volle Spektrum von Rotarys Aktivitäten im globalen humanitären Dienst vermitteln. Ich hatte sehr gute Gespräche mit Bill Gates und CEO Jeff Raikes. Sie wertschätzen es sehr, was Rotary alles angeschoben und vollbracht hat, und sie sind entschlossen, unsere weiteren gemeinsamen Bemühungen auf dem Gebiet voran zu treiben.”

Future Vision, Mitgliedschaftsfragen

Zu den weiteren Prioritäten gehört die erfolgreiche Einführung des Future Vision Plans der Rotary Foundation. “Der weltweite Start ist im Juli 2013, aber ich habe meine Kollegen gebeten, dass alles schon im Januar 2013 bereit ist, damit wir noch ein halbes Jahr Zeit haben, letzte Verbesserungen anzubringen”, führt John Hewko dazu aus. Um sicherzustellen, dass das auch so über die Bühne geht, hat er einen Future Vision Launch Manager und Mitarbeiterteams eingesetzt, die einen reibungslosen Übergang zu dem neuen Grant-Modell gewähren sollen.

Zu den weiteren von John Hewko angeschobenen Großprojekten gehört eine Überarbeitung des Internetauftritts von Rotary International, eine weltweite Branding Marken-Initiative und die Entwicklung von Rotary Club Central, einem Online Tool zur strategischen Planung, das nicht zuletzt dabei behilflich sein wird, weltweit die Service-Aktivitäten und Projekte der Organisation monetär zu bewerten. All diese Unternehmungen werden einige Zeit in Anspruch nehmen, sagt Hewko, doch er verspricht, dass Rotarier ab dem nächsten Rotary-Jahr die Ergebnisse dieser Anstrengungen sehen werden.

Und noch zwei weitere Projekte sollen der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben: eines zur schnelleren Bearbeitung der Foundation-Anerkennungspunkte (Foundation Recognition Points oder FRPs) sowie ein neues Zahlungssystem, das Zahlungen in einer ganzen Reihe von Währungen bearbeiten kann.

John Hewko betont bei allem die Notwendigkeit für eine einheitliche Linie. „One Rotary” gilt als Devise für Management und Planung. Und mehr noch, auch interne Denkschranken müssen überwunden werden: „ Wir sind nicht Rotary International oder die Rotary Foundation. Wir sind Rotary. So sehen uns die meisten Rotarier, und so werden wir auch in der Welt gesehen.” Es gilt also, einen nahtlosen und effektiven Betrieb der beiden Einheiten zu gewährleisten.

Im Zuge seiner Clubbesuche und seiner Gespräche mit Rotariern wächst John Hewkos “to-do”-Liste beständig. Da sind die dringenden Fragen der Mitgliedschaft, auf die er sich zu konzentrieren hat. Hier seien regionale Mitgliedschaftspläne gefragt, die auf die spezifischen Befindlichkeiten jeder Region zugeschnitten sind. Und es muss als wesentlicher Teil einer Zukunftsplanung der Organisation die gezielte Ansprache jüngerer Mitglieder verankert werden. 

Die nächsten 100 Tage 

Mr. Hewko wird die zweiten 100 Tage im Amt zum großen Teil auf Reisen verbringen. Auf dem Programm stehen Europa, Indien und Australien. Aber auch eine gemeinsame Konferenz mit der amerikanischen Hilfsorganisation USAID in Washington, ein Treffen mit der Clinton Global Initiative, der Rotary-UN Day in New York City sowie ein World Economic Forum Gipfel im indischen Mumbai stehen an. In Indien plant der Generalsekretär auch die Teilnahme an einer Impfaktion im Rahmen eines National Immunization Day.

Hewko freut sich darauf, viele weitere Rotarier persönlich kennenlernen und den (internationalen) Kontakt mit Hilfe der sozialen Medien pflegen zu können. „Ich bin jetzt bei Twitter und ich habe eine Facebook Seite“, freut er sich. „Ich möchte hier allen danken, die mir (auf Twitter) folgen. Ich finde, das ist ein großartiger Weg, in Kontakt zu bleiben und stets über Ihre Meinungen informiert zu sein.”


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