Rotary.org: Aktuelles - Projekt beweist: Lesenlernen bringt sozialen Wandel

 Projekt beweist: Lesenlernen bringt sozialen Wandel

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Rotarier statten Mernschen in Südafrika mit der so wichtigen Fähigkeit des Lesens aus. Foto mfG Pat Dean/Rotary Club of Westville, South Africa

Auch die Bewohner der ländlichen Gemeinde KwaNibela (KwaZulu-Natal/Südafrika) leiden an Armut und Wassermangel. HIV-Infektionen sind unter den ca. 26.000 Einwohnern weit verbreitet. Rotarier gehen diese Probleme nun von einer anderen Seite an: indem sie Erwachsenen das Lesen beibringen. Dies ist der erste Schritt auf einem Weg, der sie auch über Fragen zu Gesundheit, Ernährung, Nachhaltigkeit und Geschäftsperspektiven informiert. Die Adult Literacy Projects -- bekannt als KwaNibela and KwaJobe -entsprangen einer Partnerschaft der Rotary Distrikte 9270 (Südafrika) und 7950 (Rhode Island und Massachusetts, USA), der Organisation Operation Upgrade sowie der International Reading Association.   

In der gesamten Provinz KwaZulu-Natal leben über zwei Millionen erwachsene Analphabeten. Die Projekte wollen diesen Menschen Lesen und Schreibfähigkeiten bis zu einem Grad beibringen, der ihnen ermöglicht, aktiv am wirtschaftlichen und politischen Leben des Landes teilnehmen zu können.

“Lesen zu können heißt nicht nur, für Essen auf dem Tisch sorgen zu können, es bedeutet auch, über die Gefahren von HIV informiert zu sein", sagt Pat Dean, Director von Operation Upgrade und Mitglied im Rotary Club Westville, Südafrika. “Und es bedeutet sozialen Wandel.”

Rotarier begannen die Zusammenarbeit mit Operation Upgrade, einer Organisation, die sich auf grundlegende Erwachsenenbildung konzentriert, und bildete Lehrkräfte aus. Finanzierungen der Rotary Foundation stellten Bücher, andere Lehrmaterialien, Schulgärten und mehr bereit. 

Fast 600 erwachsene Schüler lernen derzeit in KwaNibela, sagt Pat Dean. Die Lehrer leiten dabei Diskussionsgruppen zu Themen wie Lebensmittelsicherheit, Hygiene, aber auch Gleichberechtigung.

Dank des Projekt formíerten sich in KwaNibela bereits sechs Kooperativen für den Gemüseanbau. Da die Co-Ops auch mit Händlern und Schulen Verträge haben, sichern sie nicht nur eine nachhaltige Lebensmittelversorgung, sondern sorgen auch für ein kleines Einkommen für die Betreiber.

Gestärktes Selbstbewusstsein

Im Juni machten 573 Erwachsene ihren ersten Abschlusstest -- 517 bestanden. Der Unterricht hat in den Teilnehmern eine Veränderung bewirkt: er schenkt ihnen ein neues Selbstbewusstsein. Pat Dean beschreibt, wie es einer Frau nicht mehr peinlich ist, ihre fünf Kinder zur Behandlung in einer Klinik zu bringen, weil sie nun die Namen auf der Anmeldung lesen kann. Eine andere Frau betreibt heute eine erfolgreiche Bäckerei.

“Das Projekt hilft ihnen, ihre Lebensverhältnisse zu ändern", sagt Dean.

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