Rotary.org: Aktuelles - Steps for developing a successful water project

Planungsschritte für erfolgreiche Wasserprojekte

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Oben: Eine Frau holt Wasser am Rio Dulce in Guatemala. Foto Monika Lozinska Lee/Rotary Images Unten: Ron Denham vom Rotary Club Toronto Eglinton (Ontario/Kanada), ist Chair der Water and Sanitation Rotarian Action Group. Rotary Images

Ein erfolgreiches Wasser(versorgungs)projekt wird durch Nachhaltigkeit bestimmt. Das weiß Ron Denham, Chair der Water and Sanitation Rotarian Action Group. Und auch die Nonprofit-Organisationen, die sich in dem Bereich engagieren, machen dieses Kriterium zur Priorität. Zu einer nachhaltigen Projektverankerung gehört nicht nur die lokale Unterstützung eines Projektes, sondern auch die Gewährleistung, dass eine Kommune die neuen Einrichtungen auf Dauer tragen kann.

"Es ist frappierend, die weltweite Anzahl nicht funktionierender Brunnen zu sehen", sagt Denham dazu. "Rotarier und Hilfsorganisationen werden sich zunehmend bewusst, wie wichtig es ist, nicht nur lokale Bedürfnisse, sondern auch lokale Kapazitäten in die Planung einzubeziehen."

Für erfolgreiche Wasserprojekte führt Chair Denham einige Schlüsselkriterien an:

1. Der erste Schritt sei in jedem Fall eine sorgfältige Bedarfsanalyse. Dabei ist es wichtig, das Gemeinwesen nicht nur dabei einzubeziehen, die Problematik zu definieren, sondern auch die den besten Erfolg versprechende Projektmethode.  

2.  Zweitens müssen internationale Partnerclubs bereitstehen, die bei der Finanzierung helfen und Expertise bereitstellen können.

3. Drittens ist es ausschlaggebend, die richtige Technologie zu wählen. Auch hier ist die Kommune gefragt, denn diese Entscheidung betrifft direkt die sich im Projektanschluss ergebenden Unterhaltungskosten. Zu oft steht bei Rotary Clubs am Anfang nur die Idee, zum Beipiel die Errichtung eines Brunnens oder die Installation von Wasserfiltern. "Doch die Technologie muss einigen technischen Anforderungen genügen, sie muss wartbar und betreibbar bleiben.." 

4. Als letzten Punkt führt Ron Denham die korrekte Bedienung, laufende Wartung und Bereitstellung von notwendigen Ersatzteilen an. Dies sei zum Beispiel besonders bei Filtersystemen sehr wichtig. Denham empfiehlt, Schulungen zum Teil des Projektumfangs zu machen, damit nicht nur der Betrieb und die technische Wartung gewährleistet ist, sondern auch die wirtschaftliche Sicherung der Einrichtung (also etwa durch die Einweisung eines Kommunalausschusses oder einer Dienststelle, welche die Einnahme von Nutzungsgebühren zur Deckung von Reparaturen verwalten kann).  "Die Menschen sollten für die neuen Dienstleistungen zahlen", betont er. "Ein wichtiger Anteil des Kapazitätsaufbaus ist die laufende Kostendeckung zur Funktionssicherung."

Auch für Sanitär-Projekte formulierte die Aktionsgruppe bei Ihrem Gipfel im Mai eine Reihe von Empfehlungen: 

  • Weniger ist mehr. Projektplaner sollten zu komplexe Ansätze vermeiden. Beispiel: nach Angaben der UNICEF werden allein durch Händewaschen mit Seife tödliche Durchfallerkrankungen um 44 Prozent gesenkt. 
  • Realistisch bleiben. Dazu gehört auch, Rollen und Aufgaben so unter den rotarischen Beteiligten zu verteilen, dass diese sich optimal einbringen können. 
  • "Buy-in" durch das Gemeinwesen einholen. Die lokale Akzeptanz ist unabdingbar für den Projekterfolg. Dazu kann auch gehören, Lösungen gemeinsam zu erarbeiten, anstatt fertige Projektmodelle vorzugeben.  
  • Sowohl rotarische als auch kommunale Projektplaner sollten sich bei ihren Annahmen auf verlässliche Zahlen aus Umfragen, Analysen etc. stützen.  

Weitere Informationen zu Wasser- und Hygiene-Projekten finden Sie auch im  Areas of Focus Guide .


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