Rotary.org: Aktuelles - Am Scheideweg zur Ausrottung der Kinderlähmung

 Am Scheideweg zur Ausrottung der Kinderlähmung

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D ie Global Polio Eradication Initiative  (GPEI) konnte seit Einführung ihres neuen Strategieplans und des neuen bivalenten Schluckimpfstoffs im vergangenen Jahr erhebliche Erfolge verzeichnen. In Indien und Nigeria, aus denen das wilde Poliovirus in bereits von der Kinderlähmung befreite Länder eingeschleppt wurde, ging die Zahl der Erkrankungen zwischen 2009 und 2010 um 95 Prozent zurück.  

 
Rotarier beim Impfen eines Kindes in Indien.  Foto: Allison Kwesell

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind diese Fortschritte überaus ermutigend "doch noch ist die Arbeit nicht getan und wir müssen nun überlegen, wie sie am besten zu Ende zu bringen ist", so Generaldirektorin Margaret Chan auf der Weltgesundheitsversammlung im Mai.

Neben den Erfolgen in Indien und Nigeria konnten laut eines Berichts des GPEI Independent Monitoring Board  (IMB) zudem in 15 afrikanischen Ländern Ausbrüche der Krankheit, die in 2009 begonnen hatten, wieder gestoppt werden.  

Die führenden GPEI-Partner - WHO, Rotary International, die US-Gesundheitsbehörden und UNICEF - sowie die Bill & Melinda Gates Foundation begrüßten den Bericht und verwiesen besonders auf die Einschätzung des IMG, dass eine Ausrottung der Kinderlähmung "realisierbar" und "dringend erforderlich" sei. Länder, die Erfolge bei der Ausrottung missen lassen, könnten durch die Unterstützung ihrer Regierungen, Spender und der Partner der GPEI wieder auf den richtigen Kurs gebracht werden.  

So begann Pakistan bereits mit der Umsetzung eines Nationalen Notfallplans für die Ausrottung der Kinderlähmung. Ziel des Plans ist es, die Ausbreitung der Krankheit bis Ende 2011 zu stoppen. Rotarier vor Ort helfen bei der Umsetzung des Plans und dabei, "jeden Winkel des Landes zu erreichen", so Aziz Memon, Vorsitzender des Pakistan PolioPlus Committee. 

Aus dem Bericht des IMG geht weiter hervor, dass bis 2012 zusätzliche 665 Millionen USD benötigt werden. Um diese Finanzierungslücke zu schließen, vergab die Gates Foundation zwei Grants über 355 Millionen USD an Rotary, auf die Rotary mit der  200 Millionen-USD-Challenge  antwortete. Durch die Spendeninitiative, die noch bis 30. Juni 2012 läuft, konnten die Rotarier bisher bereits 173,2 Millionen USD sammeln. 

Um die Beiträge der Gates Foundation und von Rotary zu unterstützen, bat Rotary Foundation Trustee Chair Carl-Wilhelm Stenhammar auf einem Treffen zwischen Vertretern von RI, WHO, Gates Foundation, von der Kinderlähmung betroffenen Ländern und Entwicklungsdiensten im Mai die Regierungen in aller Welt, schnellstmöglich ebenfalls Mittel zur Verfügung zu stellen.     

"Wenn wir unser Ziel nicht erreichen, wird die Krankheit nicht auf dem jetzigen Stand bleiben", so Bill Gates auf der RI Convention  im Mai. "Sie wird sich weiter ausbreiten, auch in Länder, wo sie bereits ausgerottet war und hunderttausende Kinder, die bisher sicher waren, das Leben kosten oder zu Krüppeln machen".  

"Wir stehen heute an einem Scheideweg", so Bruce Aylward, stellvertretender Generalsekretär der WHO für die Ausrottung der Kinderlähmung und verwandte Bereiche bei einer TED -Runde im März. “Wir haben einen neuen Impfstoff, wir haben eine neue Lösung, wir haben neue Taktiken. Wir haben die Chance, ein neues, von der Kinderlähmung befreites Kapitel für die Menschheit zu schreiben. Wenn wir jetzt jedoch zögern, werden wir es ein für alle Mal verpassen, diese alte Krankheit auszurotten. Darum: End polio now.”

Mehr zu Rotarys Einsatz gegen die Kinderlähmung: 

  • Mehr  zur Kinderlähmung und wie auch Sie helfen können.
  • Video  "The Last Hurdle"


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