Rotary Clubs feiern Erfolg über Medinawurm in Ghana
Rotary International News -- 7. April 2011
Peter Coats, Enkel des Rotariers Kenneth Tuck aus Virginia, spielt mit Kindern aus dem Dorf Dipale in Ghana, das seit letztem Jahr vom Medinawurm befreit ist. Der Ort ist einer der letzten in Ghana, in dem Fälle des Parasiten noch auftraten. Foto: Michael Shroyer
Rotary Clubs in 14 Distrikten und vier Ländern feiern den Sieg über den Medinawurm (Guinea worm) in Ghana und planen ihr nächstes Ziel: die Ausrottung der verstümmelnden Infektionserkrankung Buruli-Ulkus.
Laut Walter Hughes, Mitglied im Rotary Club Rocky Mount, Virginia, gab es in Ghana seit Mai 2010 keine Fälle von Medinawurm-Befall mehr. Aufgenommen wird der Parasit durch Flöhe, die in stehenden Gewässern leben, und die Larven des Wurms in sich tragen. Im Körper des Menschen wächst der Wurm bis zu ein Jahr lang heran und kann dauerhafte Gesundheitsschäden und Verkrüppelungen hervorrufen.
Buruli-Ulkus-Patient in Ghana.
Foto: Walter Hughes.
Sollten bis Mai 2013 keine weiteren Krankheitsfälle gemeldet werden, so gilt der Wurm in Ghana laut Weltgesundheitsorganisation offiziell als ausgerottet. Stellvertretend für Rotary wird Walter Hughes zu seinen Erfahrungen bei der Ausrottung des Medinawurms am 7. April während einer Veranstaltung zum Weltgesundheitstag in Boston sprechen.
Unterstützt wurde der Kampf gegen den Medinawurm in Ghana von Clubs aus Kanada, Ghana, der Schweiz und den Vereinigten Staaten, das Guinea Worm Eradication Programme des Carter Centers und die ghanaische Regierung. Gefördert durch sieben Matching Grants konnten in sechs Jahren ingesamt über 1 Million USD in die Bereitstellung sauberen Trinkwassers investiert werden.
Nach den Erfolgen bei der Ausrottung des Medinawurms wollen die Rotary Clubs sich als nächstes der Bekämpfung der Infektionskrankheit Buruli-Ulkus zuwenden. Das Mikrobakterium ruft Hautläsionen und Geschwüre hervor, die zu Verstümmelung führen können und teilweise Amputationen unumgänglich machen. Es ist mit den Erregern von Tuberkulose und Lepra verwandt und in Westafrika auf dem Vormarsch.
Die vermutlich ebenfalls durch verunreinigtes Wasser hervorgerufene Infektionskrankheit soll durch ein Global Grant Wasser-Projekt der Rotary Clubs Thomasville, North Carolina, und Sunyani Central, Ghana, mit einem Budget von 190.000 USD bekämpft werden.
Krankheitsvorsorge und -behandlung ist einer der Schwerpunktbereiche des Rotary Foundation Future Vision Plans.