Foundation richtet Hilfsfonds für Japan ein
Ryan Hyland
Rotary International News -- 15. März 2011
Betroffene der Erdbeben und des Tsunamis in Kesennuma, Präfektur Miyagi, versuchen, Möbel aus ihrem zerstörten Haus zu retten.
AP Foto/Kyodo News
Als Antwort auf das zerstörerische Erdbeben und den Tsunami in Japan richtete die Rotary Foundation für den langfristigen Wiederaufbau in den betroffenen Regionen den Rotary Japan and Pacific Islands Disaster Fund ein.
Rotarier und Nicht-Rotarier können online an den Fonds spenden. Clubs und Distrikte haben die Möglichkeit, neben Barbeiträgen auch District Designated Fund (DDF) Mittel zu spenden.
Das Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Direkt verwüstete ein von dem Beben ausgelöster Tsunami weite Teile der Nordküste des Landes. Mehr als 10.000 Menschen kamen durch die Naturkatastrophe ums Leben, Tausende bleiben weiterhin vermisst. Millionen von Menschen müssen ohne Wasser oder Strom auskommen und mindestens 550.000 Menschen verloren ihr Zuhause.
Aufgrund einer Reihe von Explosionen im AKW Fukushima Daiichi, das sich circa 230 km nordöstlich von Tokio befindet, mussten Zehntausende Menschen evakuiert werden. Die japanische Regierung arbeitet mit allen Mitteln daran, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Erdbeben- und Tsunami-Schäden werden auf circa 122 Milliarden EURO geschätzt.
RI Präsident nominee Sakuji Tanaka, Mitglied im Rotary Club Yashio, Saitama, befand sich zum Zeitpunkt der Ereignisse für Rotary auf Besuch in Lissabon, konnte jedoch seine Frau in Kyoko erreichen, die die Naturkatastrophe unbeschadet überstanden hatte. "Sie erzählte mir, dass dies die bisher schlimmste Erfahrung ihres Lebens war", so Tanaka. "Im Norden Japans herrscht immer noch Chaos. Wir wissen nicht, wann dieses Chaos unter Kontrolle sein wird oder wann sich die Situation bessern wird. Ich bin jedoch sehr dankbar, dass Rotarier auf der ganzen Welt uns helfen wollen." Ergriffen von der Unterstützung der Rotarier fügte Tanaka hinzu: "Das ist das Großartige an den Rotariern. Sie teilen sowohl Freud als auch Leid. Sie verstehen es, sich in die Situation des anderen hinein zu versetzen und zu helfen. Trotz der unfassbaren Not, die wir derzeit erleiden, werden die Menschen in Japan nicht aufgeben und ihre Gemeinwesen wieder aufbauen."
Die japanischen RI Directors Masaomi Kondo und Masahiro Kuroda sowie die Mitarbeiter des internationalen Büros von RI in Japan befinden sich bestätigtermaßen ebenfalls in Sicherheit.
"Es haben sich Rotarier aus der ganzen Welt bei mir gemeldet", so Noriko Futagami, Public Image Resource Group Coordinator für Zone 2. "Zudem weiß ich, dass Rotary Clubs bereits begonnen haben Projekte zur Soforthilfe zu planen. Bedauerlicherweise konnten viele Rotarier und ihre Familien noch nicht erreicht werden. Die Rotarier in Japan sind sehr um deren Sicherheit besorgt."
GSE-Team in Sicherheit
Rotarier Robert Blackburn, Leiter eines GSE-Teams, befand sich mit dem Rest seiner Studienaustauschgruppe aus Illinois in Tokio als sich das Erdbeben ereignete. Allen Teammitgliedern geht es laut Blackburn jedoch gut und dank der Hilfe der japanischen Gastfamilien wurden alle rechtzeitig an den Flughafen gebracht und konnten sicher ausreisen.
Mehr zu den Spendenmöglichkeiten an den Rotary Japan and Pacific Islands Disaster Fund.