Rotary.org: Aktuelles - Eine neue Herangehensweise an Rotary

 Eine neue Herangehensweise an Rotary

  • Drucken
  • Seite E-mailen

 
 

Katie Ischkin, Präsidentin und Gründerin des Rotary Clubs South Metro Minneapolis Evenings, Minnesota, spricht über die Gewinnung jüngerer Mitglieder für Rotary. Rotary Images

Katie Ischkin, Präsidentin und Gründerin des Rotary Clubs South Metro Minneapolis Evenings, Minnesota, vertritt eine neue Herangehensweise an Rotary. Ihr Rotary Club, der im Juni gegründet wurde, hat heute 25 Mitglieder, darunter 12 neue Rotarier, die innerhalb von nur drei Monaten hinzugewonnen werden konnten. Der Club beantragte zudem bereits sein erstes Matching Grant für ein internationales Projekt und nahm an mehr als 10 Projekten im Gemeinwesen teil.

Während der Internationalen Versammlung in San Diego berichtete Ischkin über Möglichkeiten zur Gewinnung junger Berufstätiger für Rotary und warb für eine neue Herangehensweise an die Clubstruktur: "Ich bin überzeugt davon, dass Rotary in Zukunft nur Erfolg haben kann, wenn wir uns darauf konzentrieren, das Interesse unter jungen Leuten zu wecken. [...] Es ist wichtig, dass wir wachsen. Nicht nur zahlenmäßig. Wir müssen wachsen, um starke, junge, globale Führungspersönlichkeiten aufzubauen, die dafür sorgen, dass Rotary auch in Zukunft erfolgreich sein wird." 

Ischkin, die als Beraterin für Change Management arbeitet, betonte, dass sie eine neue Sichtweise zwar als wichtig erachte, ihr Konzept jedoch keine Veränderung der Kernstücke von Rotary bedeute - oder dass die Rotarier sich von dem verabschieden müssten, was ihnen am wichtigsten ist. "Was sich [...] verändert, sind die, wie ich sie nenne, Elemente an der Oberfläche - also Bereiche, in denen die Clubs Änderungen und Überarbeitungen vornehmen können, wie z.B. Treffzeit und -ort, Programmstruktur, Einbindung der Mitglieder, Auschussformat etc."

Ischkins Clubs kommt abends zusammen und senkt die Kosten für Mitglieder, indem auf Mahlzeiten verzichtet wird. Ein traditionelles wöchentliches Treffen gibt es nicht. Statt dessen findet jedes dritte Treffen im Monat als Happy Hour/Networking-Treff an einem anderen Ort in der Stadt und das vierte Treffen in Form eines Freiwilligeneinsatzes statt.

Wichtig sei es laut Ischkin, sich in neue Generationen hineinzuversetzen und auf deren Erwartungen einzugehen. Junge Menschen seien stets in Bewegung und überaus gut miteinander verknüpft. Auf ihnen laste ein enormer Druck, sich stets in mehreren Dingen gleichzeitig zu beweisen und dabei trotzdem eine augeglichenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben zu haben. Für die Karriere ständig "auf Abruf" zu sein bedeute jedoch nicht, dass sie sich weniger für den Dienst am Nächsten verpflichten wollen. 

Bei der Gewinnung neuer Mitglieder ist es daher wichtig, zunächst abzuwägen, ob die Erwartungen des Clubs im Einklang stehen mit denen junger Berufstätiger. Nicht jedem Club fällt diese Umstellung leicht, doch müssen viele Clubs offener werden und bereit sein, sich ihre zukünftige Clubmitgliedschaft anders vorzustellen.


Kommentar hinzufügen

* zeigt Feld mit Pflichteingabe an