Rotarischer Anwalt im Film
Rotary International News -- 17. Januar 2011
Charles Foster (rechts) mit dem Schauspieler Kyle MacLachlan, welcher ihn in
Mao’s Last Dancer darstellt. Foto: Dave Rossman
Der chinesische Ballettstar Li Cunxin machte 1981 internationale Schlagzeilen, als er im chinesischen Konsulat in Houston, Texas festgehalten wurde, nachdem er die Beamten dort von seiner Absicht, in den Vereinigten Staaten verbleiben zu wollen, unterrichtet hatte.
Li war als Mitglied der Pekinger Tanzakademie zu einem dreimonatigen Kulturaustausch mit dem Houstoner Ballett nach Amerika gekommen. Sein Talent brachte ihm zunächst einen verlängerten Aufenthalt ein, und Li wünschte sich danach sehr, seine künstlerische Arbeit mit dem Ballett fortsetzen zu können.
Nach der Verhaftung weigerts sich Lis Anwalt Charles Foster, seinen Mandanten in der Gewalt der chinesischen Konsularbeamten zu lassen, in der Befürchtung, dass sie den Künstler gegen seinen Willen aus dem Land bringen würden. In den nun folgenden gespannten 21-stündigen Verhandlungen stand er im Kontakt mit hohen US-Regierungsstellen, um die Konsequenzen einer gewaltsamen Rückführung nach China zu erörtern, und erwirkte schließlich eine einstweilige Verfügung eines Bundesgerichts, die den chinesischen Beamten jegliche weiteren Aktionen untersagte. Zu guter Letzt setzte sich Foster durch und Li erhielt die Erlaubnis, in den USA zu bleiben. Er wurde danach Solotänzer – und ein Star – mit dem Houston Ballett. Heute lebt er mit seiner Familie in Australien.
Der 2009 erschienene Film Mao’s Last Dancer (deutscher Titel: Maos letzter Tänzer) schildert das Schicksal des Tänzers Li. Unter der Regie von Bruce Beresford und auf der Basis von Lis Autobiografie spielen Chi Cao Li als jungen Tänzer und Kyle MacLachlan Rechtsanwalt Foster.
Charles Foster, Mitglied des Rotary Clubs Houston und ehemaliger Rotary Foundation Ambassadorial Scholar, führte auch danach seine Arbeit im Einwanderungsrecht fort. Seine Expertise machte ihn in den Administrationen der Präsidenten George W. Bush und Barack Obama zum gefragten Rechtsberater. Seine Kanzlei bietet bis zum heutigen Tag kostenlose Beratung in Einwanderungsfragen an, nicht nur für das Ballett, sondern auch für andere künstlerische Organisationen
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