Brunnen für Sierra Leone
Rotary International News -- 22. Dezember 2010
Arbeiter bohren einen Brunnen für ein Dorf in Sierra Leone.
Foto mfG: Rotary Club Fishers
Dem Rotary Club Fishers, Indiana, fiel es zunächst nicht leicht, sich zu entscheiden, wo in der Welt er helfen wollte, bis eines seiner Mitglieder aus Sierra Leone zurück kam. Laut UNICEF sterben in dem westafrikanischen Land eines von fünf Kindern, bevor sie ihr fünftes Lebensjahr erreicht haben, oft durch verunreinigtes Wasser, das Krankheiten wie Cholera, Diarrhöe, Hepatitis A und Typhus verursacht. 2009 begann der RC Fishers daher schließlich mit einem Projekt zur Grabung von 14 Brunnen, die heute 10.000 Menschen dienen.
Dem Club war dies jedoch noch nicht genug und so schloss er sich mit dem Rotary Club Freetown, Sierra Leone, für das erste Global Grant mit einem Budget von über 100.000 USD zusammen. Mit dem Grant, DDF-Mitteln aus Distrikt 6560 (Indiana), finanzieller Unterstützung aus 11 Clubs in Indiana und einem aus Sierra Leone, betrug das Projekt-Budget am Ende insgesamt 303.517 USD.
Das Projekt, das in den Schwerpunktbereich "Wasser und Hygiene" des Future Vision Plans fällt, schließt die Bohrung von 71 weiteren Brunnen ein, zu denen 71.000 Menschen aus verschiedenen Dörfern Zugang haben sollen. Durch drei Clubs in Sierra Leone und mit Hilfe von World Hope International, einer Nichtregierungsorganisation, wird die Nachhaltigkeit des Projekts auch nach Abschluss der Bohrung gesichert.
Die mit speziellen Dichtungen vor Verschmutzung geschützten Brunnen fanden in den Medien und der Öffentlichkeit bereits ein breites Echo. Und auch Präsident Ernest Bai Koroma freute sich mit der Regierung von Sierra Leone: "Die durch Rotary International gesponserten Brunnen helfen Sierra Leone, seinen Bürgern sauberes Wasser und ein gesundes Leben zu bieten."