Ein Platz für Kinder
Dan Nixon
Rotary International News -- 19. Oktober 2010
Während des Unterrichts an der Universität Linköping (Schweden) bringt Damian Lahoud bei einer Präsentation über die Unterstützung von AIDS-Waisen ein afrikanisches Lied bei.
Foto mfG Damian Lahoud
Damian Lahoud, Ambassadorial Stipendiat 2009/10 der Rotary Foundation aus Südafrika, ist wie viele tief besorgt über das Schicksal der AIDS-Waisen in seinem Land, heute, aber besonders auch in den kommenden Jahren.
“Die Anzahl wächst beständig, in ein paar Jahre wird die Zahl von drei Millionen erreicht sein", sagt Lahoud. “Die schwierige Aufgabe, diese Kinder aufzuziehen, liegt oft in den Händen der goGoGetters [südafrikanisches Wort für Großmutter]. Diese goGos sind oftmals nicht einmal verwandt mit den Kindern, doch sie nehmen manchmal bis zu 20 Kinder auf einmal auf. Sie bieten ihnen Schutz, Unterstützung, und leiten sie an zum Schulbesuch.”
Das Schicksal der verwaisten Kinder, die ihre Eltern durch die AIDS-Epidemie verloren, brachte Lahoud dazu, während seines Stipendienjahres an der Universität im schwedischen Linköping ein Projekt auf die Beine zu stellen. Hauptziel war es, über AIDS und dessen Auswirkungen zu informieren, ebenso wie über die aufopfernde Rolle der südafrikanischen goGoGetters bei der Betreuung der Kinder. Und um Spenden für seinen Patenclub Knysna zu sammeln, der die famosen Omas lokal unterstützt.
Die dortige Uni-Tradition nutzend, dass Studenten Overalls tragen mit Abzeichen von Treffen oder Aktionen, an denen sie teilgenommen haben, brachte der Absatz seiner "ImPATCHits”- Sticker auf dem Campus ebenso wie bei Rotary Clubs umgerechnet über 6.000 US-Dollar ein. Damit kann Kindern lange Zeit geholfen werden, freut sich Damian Lahoud.
Auch, Rotary-Stipendiatin 2006/07 Natsuko Sawaya aus Japan, hilft Kindern in Not. Sie arbeitet in einem Kinderzentrum in Mbour, Senegal, in dem über 160 Kinder leben, davon über 100 unter einem Jahr alt. Unterstützt werdeni hre Anstrengungen dort von fünf Rotary Clubs aus dem italienischen Bologna.
“Ich sah bei den Säuglingen bereits die bedrohlichen Zeichen von Heimkrankheit (Insitutionalisierung)und dem Entzug mütterlicher Zuwendung", betont Sawaya, die als Rotary Scholar in Italien studierte. "Mit Hilfe von Psychologen können wir die Betreuung verbessern und besonders eine neue Babystation einzurichten, um schon von Anfang an eine bessere Heimversorgung zu garantieren.”
Nach der Eröffnung des Zentrums plant Sawaya, in einem Waisenhaus in Zimbabwe zu arbeiten und auch dort die liebevolle Pflege im frühkindlichen Alter zu verbessern. Irgandwann möchte sie einmal als Rotary Peace Fellow studieren. Natsuko Sawaya ist dankbar für die Hilfestellung, die sie von Rotariern aus aller Welt erhält, um ihrerseits helfen zu können. “Was Rotarier für mich zu tun versuchen, für Kinder, für Menschen, überall wo ich hinkomme, das ist wunderbar", sagt sie und betont stolz, dass sie im Rahmen ihrer Arbeit Kontakte zu Rotariern in aller Welt hält.
Die Gesundheit von Mutter und Kind ist ein Schwerpunkt im Future Vision Plan. Das dreijährige Future Vision Pilotprojekt begann am 1. Juli und läuft noch bis 30. Juni 2013.
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