Tägliche Highlights des Gesetzgebenden Rates
Ryan Hyland
Rotary International News -- 28. April 2010
Zusammenfassung der Beschlüsse des Councils vom 28. April.
Die Vertreter des Gesetzgebenden Rates beantragten am Mittwoch beim RI-Zentralvorstand die Schaffung eines Ausschusses zur Förderung weltweiter Ressourcen für schnelle Hilfe nach Naturkatastrophen.
Die kürzlichen Erdbeben in Chile und Haiti haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass Rotary Opfern dabei hilft, ihr Leben wieder aufzubauen, so Raymond T. Martin, Distrikt 9820 (Australien), zu Beginn seines Antrages vor dem Council.
"In den letzten Jahren erlebte die Welt viele große und verheerende Katastrophen. Rotary muss sich proaktiv für die Entwicklung von Richtlinien einsetzen, um die Abläufe in derartigen Situationen zu beschleunigen", sagte Martin. "Die Zukunft von Rotary liegt in Ihren Händen. Und so auch die Zukunft von Katastrophenopfern. Schnellere Reaktionen sind absolut erforderlich."
Der Antrag erhielt tosenden Applaus und wurde mit 361 zu 148 Stimmen angenommen.
Die Befürworter wiesen darauf hin, dass ShelterBox, eine von Rotariern unterstützte Katastrophenhilfsorganisation, deutlich gezeigt hat, wie wichtig Ressourcen sind, die unmittelbar einsgesetzt werden können. ShelterBox, so hieß es weiter, sei ein gutes Modell, das durch RI noch weiter und umfassender ausgebaut werden könnte.
Luis Ortiz Sepúlveda, einer der Vertreter aus Chile, berichtete vor dem Council, wie überwältigt er von dem ShelterBox-Einsatz direkt nach der Katastrophe war. "Rotary sollte ShelterBox nicht ersetzen, sondern dessen Bemühungen ergänzen", fügte er hinzu.
Weitere Beschlüsse des Gesetzgebenden Rates
- Ablehnung eines Antrags auf Erhöhung der Altersbegrenzung für Rotaracter von 30 auf 35. Befürworter argumentierten, dass viele junge Berufstätige weder die Zeit noch die Mittel hätten, um einem Rotary Club beizutreten und die Erhöhung der Altersgrenze Rotaractern mehr Zeit gäbe, Verbindungen mit einem Club aufzubauen, dem sie später beitreten könnten. Gegner befürchteten jedoch, dass durch den Beschluss die Mitgliederzahlen und Einkünfte in Rotary Clubs sinken könnten. Einer der Gegner des Vorschlags argumentierte, dass von Dreißigjährigen zu erwarten sei, für sich selbst sorgen zu können und so reif zu sein, um einem Rotary Club beizutreten und Beiträge leisten zu können.
- Annahme einer Resolution, den RI-Zentralvorstand zu ersuchen, EarlyAct-Clubs offiziell anzuerkennen. Hierauf aufbauend könnte EarlyAct zu einem strukturierten RI-Programm entwickelt werden, mit Richtlinien und Anforderungen für Clubs und Distrikte. Gegner sagten, dass in der aktuellen Wirtschaftslage zusätzliche Kosten für RI unnötig seien. Befürworter brachten hervor, dass Grundschüler sehr davon profitieren würden, über Rotarys ethische Werte zu erfahren.
- Annahme zweier ähnlicher Resolutionen, den RI-Zentralvorstand zu ersuchen, die Hilfe für Landminenopfer in die humanitären Programme von RI und der Rotary Foundation aufzunehmen. Befürworter argumentierten, die Resolutionen wären eine wichtige Botschaft für Rotarier, die sich bereits für die Landminenopfer und das Verbot von Landminen einsetzten. "Täglich werden tausende neuer Landminen hergestellt. Diejenigen, die sich für ein Verbot der Landminen einsetzen, brauchen die Unterstützung von RI auf gleicher Ebene wie von den Vereinten Nationen, um auf das Problem weiter aufmerksam machen zu können und Solidarität zu spüren", so Hans Pfarr aus Distrikt 1830 (Deutschland).
- Ablehnung eines Antrags auf Ersuchen des Kuratoriums der Rotary Foundation, Nachkommen und Ehepartner von Rotariern für die Teilnahme am Rotary Peace Fellowship-Programm zuzulassen. Die Befürworter des Antrags argumentierten, das weltweit renommierte Programm müsse für alle qualifizierten Kandidaten zugänglich sein. Gegner hingegen waren der Ansicht, dass eine Änderung der bestehenden Richtlinien tatsächliche oder empfundene Interessenskonflikte zur Folge haben könnten.
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