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 Rotary-Hilfe für Haiti

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Fast zwei Monate nachdem ein Erdbeben weite Teile von Haiti heimsuchte, geben die Verwüstungen beredtes Zeugnis von der Zerstörungskraft des Beben. Zugleich wird klar, welch langen Weg das Land beim Wiederaufbau vor sich hat.

RI Präsident John Kenny, der im Februar nach Haiti reiste, richtete einen Appell an Rotarier, mit dem Distrikt 7020 und dessen Hilfsteam zusammenzuarbeiten, um Hilfsleistungen zu koordinieren. Dabei betonte er, dass im wesentlichen Geldspenden benötigt werden, um Hilfsmittel zu kaufen und den Wiederaufbau einzuleiten.

Kenny war in das Katastrophengebiet gereist, um die Solidarität von Rotariern in aller Welt mit den Opfern, von denen viele sämtliches Hab und Gut verloren haben, zu signalisieren. Er zeigte sich erschüttert von dem Ausmaß der Verwüstung. "Es ist anders, als was man im Fernsehen sieht. Tatsächlich hier zu sein und zu wissen, dass unter diesen Trümmerhaufen Menschen begraben sind - das können keine Nachrichten herüberbringen." Er wurde unter anderem von Past RI Vice President Roberto Valentin begleitet, sowie von Rotariern , die von der benachbarten Dominikanischen Republik und zehn anderen karibischen Nationen aus Hilfsaktionen koordinieren.

Neben Bargeldern bitten die Distrikte vor allem um große Zelte, die als Klassenzimmer, Aufenthaltsräume, Gemeinde- und Therapiezentren fungieren können. Fast alle Schulen der Hauptstadt Port-au-Prince wurden vollständig zerstört.

Auch Medikamente und medizinisches Gerät, Unterrichtsmaterialien und landwirtschaftliches Gerät werden benötigt. Während Lebensmittel, Wasser und Notbehausungen nach wie vor knapp sind, zeigt ein Situationsbericht von Leitern des Distriktes 7020, dass die Arbeit an nachhaltigen Unterbringungsmöglichkeiten und Infrastruktur beginnen muss. Helfer sind auch zurückhaltend mit der Austeilung von Essen und Wasser, da ein wesentlicher Teil der Wirtschaft auf Kleinbauernhöfen und Kleingeschäften beruht sowie auf Straßenhändlern, die Gemüse und anderes verkaufen. Ein Übermaß an kostenlosen Hilfsmitteln könnte Familieneinkommen gefährden und eine wirtschaftliche Abwärtsspirale erzeugen.

"Die beste Form von Hilfe, die Rotarier derzeit leisten können, sind Geldspenden an die Rotarier des Distriktes 7020, so dass sie für den lokalen Kauf von Lebensmitteln und Materialien eingesetzt werden können und zugleich die lokale Wirtschaft geschützt wird", betonte Präsident Kenny daher. Er fügte hinzu, dass Rotarier nun bei der mittel- und langfristigen Hilfe einspringen müssten, etwas, das Rotary besonders gut kann. "Der Weg des Wiederaufbaus ist lang, doch ich weiß, dass sich Rotarier hier ganz besonders effektiv einsetzen werden." 

Rot. Claude Surena, Leiter der Haiti Task Force und Präsident der Haitian Medical Association, repräsentiert den Distrikt 7020 im Post Disaster National Assistance Committee der Regierung, einem Ausschuss, der sich besonders dem langfristigen Wiederaufbau widmet.

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