Rollstuhlrampen-Projekt stärkt Club
Antoinette Tuscano
Rotary International News -- 9. Februar 2010
Mitglieder des Rotary Clubs Madison County, Georgia, bei der Einweihung einer neuen Rollstuhlrampe, die mit Hilfe des Clubs gebaut werden konnte.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Roy Gandy
An einem heißen Sommertag vor 13 Jahren lieferte Rotarier Roy Gandy eine Klimaanlage an einen ehemals an Polio erkankten Mann aus. Als er bereits im Begriff war, zu gehen, sah er, wie der Empfänger der Klimaanlage über das Gras vor seinem Haus robbte, um zu seinem Auto zu gelangen. Ohne Rollstuhlrampe war dies die einzige Möglichkeit für ihn, alleine das Haus zu verlassen.
Roy Gandy, Mitglied im Rotary Club Madison County, Georgia, bewegte dieses Erlebnis so sehr, dass er eine Woche später zu dem Mann zurückkehrte, um diesem eine sieben Meter lange Rampe zu bauen. Dabei blieb es jedoch nicht. Im Lauf der Zeit bauten Gandy und andere Mitglieder seines Rotary Clubs mittlerweile noch über 400 weitere Rollstuhlrampen für Behinderte.
"Man kann sich kaum vorstellen, wie diese Menschen leiden", so Gandy über die Empfänger der Rampen, von denen viele vorher oft vollkommen isoliert lebten. Selbst wenn einige von ihnen verheiratet seien, so fügt er hinzu, seien die Ehepartner doch oft älter und nicht in der Lage, schwer zu heben und diese alleine aus dem Haus zu tragen.
Eine Rollstuhlrampe bei einem Handwerker in Auftrag zu geben, kann bis zu 1.500 USD kosten und dies können sich viele Menschen in Gandys ländlicher Umgebung nicht leisten. Mit einem Materialkostenaufwand von lediglich 300 bis 600 USD bauten Roy Gandy und seine Club-Freunde daraufhin Rampen für Behinderte, die keine anderen Gelder in Anspruch nehmen konnten. Auch wenn der Aufbau der Rampen für die Rollstuhlfahrer kostenlos war, gaben manche von ihnen dennoch einen kleinen Unkostenbeitrag hinzu.
Dass sein Club am Ende soviele Rampen bauen würde, hätte Gandy zunächst nicht gedacht. Immerhin hat die Gemeinde, in der er lebt, nur 25.000 Einwohner. Als sich die Aktion jedoch herumsprach und die örtliche Zeitung einen Artikel über den Einsatz veröffentlichte, erhielt Gandys Club immer mehr Anfragen. Aufgrund der Nachfrage wurde der Club gezwungenermaßen immer effizienter. Wofür am Anfang ein ganzer Tag benötigt wurde, erledigt ein Team aus 20 Helfern mittlerweile in weniger als zwei Stunden. Der Clubs besitzt einen Anhänger, der jeweils voll bepackt mit allen benötigten Materialien einschließlich eines Generators ist. "Wenn wir den Anhänger vorfahren, weiß mittlerweile jeder sofort, was er zu tun hat", sagt Gandy. "Ich bin wirklich zufrieden mit dem Programm. Es ist so eine schöne Art, sich im Gemeinwesen zu engagieren."
Durch das Programm wurde jedoch nicht nur den Menschen in seiner Stadt geholfen. Auch der Club "profitierte" von den Einsätzen, da sich immer mehr junge Menschen anschlossen, die ebenfalls helfen wollten.
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