Rotary und UN feiern ihre enge Verbindung
Ryan Hyland
Rotary International News -- 9. November 2009
Oben: RI Präsident John Kenny begrüßt einen Rotarier auf dem Rotary-UN-Tag in New York City am 7. November. Unten: Gavin Power, stellvertretender Direktor von
UN Global Compact, gibt bekannt, dass
Global Compact und Rotary International bei der Unterstützung von UN-Zielen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten werden.
Rotary Images
"Rotarys langjährige Verbindung zu den Vereinten Nationen ist ein wunderbarer Beweis dafür, was alles erreicht werden kann, wenn Zivilgesellschaften und internationale Organisationen Hand-in-Hand arbeiten." Mit diesen Worten eröffnete Maria-Luisa Chavez, Verantwortliche für die Pflege der Beziehungen zu Nicht-Regierungsorganisationen bei der UN, in der Abteilung Öffentlichkeitsinformation, am 7. November im Hauptquartier der Vereinten Nationen den Rotary-UN-Tag. Mehr als 1.600 Rotarier, UN-Vertreter und Teilnehmer an Rotary-Jugendprogrammen nahmen im Verlauf der Veranstaltung an Podiumsdiskussionen teil, die sich den Themen Wasser, Bildung, Gesundheit und Problemen von Jugendlichen widmeten. Während der ersten Diskussionsrunden wurde zudem ein eigenes Jugend-Programm abgehalten.
Rotarys Beziehungen zu den Vereinten Nationen reichen zurück bis in das Jahr 1945. Bis heute hält Rotary International dort das höchste Beratungsamt inne, das der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, der die Tätigkeiten zahlreicher UN-Spezialorganisationen koordiniert, einer Nicht-Regierungsorganisation je angeboten hat.
Auf dem diesjährigen Rotary-UN-Tag wurde unter anderem bekannt gegeben, dass United Nations Global Compact und Rotary International vereinbart haben, eng bei der Förderung von UN-Zielen zusammenarbeiten wollen. Im Zuge der Initiative sollen sich die lokalen Netzwerke von Global Compact und Rotarys über 33.000 Clubs in gemeinsamen Aktivitäten und Programmen engagieren.
"Die Leitprinzipien der Rotary Clubs, die selbstloses Dienen (Service Above Self) und die Vier-Fragen-Probe in den Mittelpunkt stellen, stimmen in hervorragender Weise mit den grundlegenden Idealen der Vereinten Nationen und der Mission von UN Global Compact überein. Sie zielen darauf ab, eine alle Menschen einschließende, faire und nachhaltige Weltwirtschaft aufzubauen", so Gavin Power, stellvertretender Direktor von Global Compact.
UN Global Compact ist eine im Jahr 2000 gestartete Initiative, der sich Unternehmen anschließen können, die sich 10 allgemein anerkannten Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeit, Umwelt und Anti-Korruption verpflichten wollen.
Einstimmigkeit in den Diskussionsgruppen
Nicholas Alipui, Direktor der UNICEF-Programme, sprach vor einer Diskussionsgruppe zum Thema Wasser und lobte Rotary für dessen kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Agentur bei der Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen und Kindern auf der ganzen Welt. Er sagte, dass Fortschritte bei den UN-Milleniumszielen erreicht werden konnten, die darauf abzielen, bis 2015 Armut, Hunger, Krankheiten und Analphabetismus zu verringern. Zudem erwähnte er jedoch auch, dass noch mehr in den Bereichen Gesundheitspflege und Hygiene geschehen muss, um Gesundheitssituationen zu verbessern und die Kindersterblichkeit zu senken.
Während einer Diskussion zum Thema Bildung merkte Caryl M. Stern, Präsidentin des US-Fonds für UNICEF an, dass die Analphabetenrate unter Erwachsenen weltweit von 25% auf 20% gesunken ist. Sie sagte, dass Mädchen, denen eine Ausbildung ermöglicht wird, sich später selbst versorgen können. Zudem wird dadurch die Gefahr gesenkt, dass deren Kinder vor dem fünften Lebensjahr versterben. "Bildung rettet Leben und ist das einzige Instrument, das wir haben, das den Teufelkreis aus Armut wirklich durchbricht."
Tom Grant, Produzent des Oscar-nominierten Dokumentarfilms The Final Inch, richtete sich an die Teilnehmer der Diskussionsgruppe Gesundheit und sagte, dass der Austausch mit Rotariern über deren Einsatz zur Ausrottung von Polio entscheidend war für den Erfolg des Filmes, der Freiwillige bei Impfeinsätzen in Indien begleitete.
Dr. Edward Hoekstra, Gesundheitsexperte bei UNICEF, sagte dass Rotarys Bemühungen bei der Ausrottung von Polio nur eines der Beispiele ist, wie die Organisation die weltweite Gesundheitssituation beeinflussen kann.
Auf der Veranstaltung sprachen außerdem die ehemalige Interacterin Sophia Hameed und Rotaracterin Anne-Charlotte Perrin, zu ihren Erfahrungen mit dem Rotary-Jugendprogramm.
RI Präsident John Kenny sagte während seiner Ansprache vor den Teilnehmern, dass Rotary und die Vereinten Nationen gemeinsame Visionen von einer friedvollen Welt teilen. "So wie wir uns mit anderen Rotary Clubs auf der Welt für Projekte zusammentun, so können wir das auch mit den Agenturen der UN und dadurch Unterstützung gewinnen, Ressourcen aufbauen und mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erreichen. Rotary International und jedes einzelne Rotary-Mitglied können UN-Vertreter und Freiwillige unterstützen und inspirieren."