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Ehepaar geht Dorf für Dorf gegen Armut vor 

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Kathleen Mayhew, Präsidentin des Rotary Clubs Sebastopol (Kalifornien) entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann das Modell Adopt a Village. Hier besucht sie Einwohner des Dorfes Kiranga in Uganda. Foto mit freundlicher Genehmigung Rotary Club of Sebastopol

Für Frank und Kathleen Mayhew vom RC Sebastopol in Kalifornien kann es nur Frieden geben, wenn es keine Armut mehr gibt. Deshalb sollten Rotarier eine neue Richtung einschlagen, um der Armut in der Welt ein Ende zu setzen.
Diesem Zweck dient ihr Modell „Adopt a Village ” („Ein Dorf adoptieren“).

Und das funktioniert so: Ein Club in einem Entwicklungsland sucht sich ein Dorf aus, untersucht dessen Bedarf und konzipiert ein Projekt zur Verbesserung der Gesundheits-, Ernährungs- und Bildungssituation (z.B. Trinkwasserversorgung, Malariaprävention unter dem Gesundheitsaspekt). Ein Partnerclub adoptiert das Dorf und nimmt sich aller drei Bereiche an. Solche Projekte kosten in der Regel um die 30.000 Dollar; mitunter werden sie durch Matching Grants mitfinanziert

Dörfer in Kenia, Nigeria, den Philippinen und Uganda haben Projekte zusammen mit Partnerclubs in Kanada, England und den USA durchgeführt. Die Mayhews haben in mehreren Clubs in Nordamerika das Modell vorgestellt und stellen Partnerschaften her, empfehlen aber auch Clubs mit guten Partnerbeziehungen die Übernahme des Konzepts. „Trotz groß angelegter 3-H-Projekte gab es bisher kaum finanzierte Projekte mit mehreren Komponenten, was viele überrascht“, meint Frank Mayhew, der den Zuwendungsausschuss von Distrikt 5130 leitet. „Dabei machen diese viel mehr Sinn.“

Dorf inspiriert GSE-Team

Bei einem GSE-Austausch waren die Besucher aus Distrikt 5130 (Kalifornien) einen Tag zu Gast im Dorf Ijado in Distrikt 9110 (Nigeria), einem Kandidaten für ein Dorfadoptions-Projekt. Sie hörten, dass dem Dorf eine Klinik fehlt, die Dorfbewohner mehrmals am Tag Wasser holen müssen und weniger als 10 Prozent lesen und schreiben können.

“Teamleiterin Susan Cole vom RC Windsor (Kalifornien) kehrte hoch motiviert nach Hause zurück: „Das Gespräch mit den Frauen im Dorf hat mich zutiefst berührt. Das ist mehr als ein Projekt, das ist eine persönliche Beziehung.“

Dieser Artikel erschien in der April-Ausgabe der Rotary World .


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