Pakistanische Medien unterstützen Vorstoß im Kampf gegen Polio
Dan Nixon
Rotary International News -- 10. April 2009
Mitglieder des Rotary Clubs Dadu, Sind (oben) und des Rotary Clubs Hyderabad impfen Kinder während Pakistans Nationalem Impftag im März.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Shakil Hasan Ansari
In Pakistan schlossen sich staatliche und private Fernsehstationen zusammen, um über die nationalen Bemühungen bei der Ausrottung von Polio zu berichten und diese zu unterstützen. Während eines Nationalen Impftages (National Immunization Days oder kurz NIDs) vom 16.-18. März, engagierten sich sieben Privatsender in einer Poliokontroll-Zentrale im Pakistanischen Fernsehzentrum in Islamabad.
Die Stationen strahlten eine gebührenfreie Nummer aus, die Eltern aber auch andere Personen anrufen konnten, um Regionen zu melden, die die Gesundheitshelfer ausgelassen hatten.
"Alle Anrufe wurden umgehend von einem Team von Freiwilligen entgegen genommen, die die Beschwerden aufnahmen und die Behörden informierten, um Impfpersonal in die ausgelassenen Regionen zu schicken", sagt Past Distrikt Governor Shakil Hasan Ansari, ein Mitglied des PolioPlus Kommittees Südostasien. Außerdem blendeten die Fernsehstationen während ihrer Sendung einen Live-Ticker ein, der über die Beschwerden von Eltern informierte, deren Kinder noch nicht geimpft worden waren, sowie über die Maßnahmen welche von der Zentrale daraufhin ergriffen wurden.
Laut Ansari gingen bei der Zentrale während der NIDs 14.427 Anrufe ein, woraufhin die Teams 22.300 Kinder impfen konnten, die ansonsten ausgelassen worden wären. Als Teil der Bemühungen sandte die Nationale Behörde für Datenerhebung und Registrierung mehr als 100 Lieferwagen aus, um Kinder in schwer zugänglichen Regionen zu impfen.
Nach Ansaris Meinung wird der wiederholte Einsatz der Poliokontroll-Zentrale während der NIDs und Regionalen Impftage (SNIDs) dafür sorgen, dass das Impfpersonal in Zukunft wachsamer sein wird und auch zur Verantwortung gezogen werden kann, falls es Regionen oder Häuser auslassen sollte.
Während seines Besuches der Zentrale unterstrich Pakistans Gesundheitsminister Mir Aijaz Hussain Jakhrani die Rolle der Medien als unabhäniger Kontrollinstanz im landesweiten Kampf gegen Polio und ersuchte weitere Medienanstalten sich mit in der Zentrale zu engagieren.
Eine der größten Mobilfunkanbieter Pakistans, die Firma Mobilink, unterstützt ebenfalls den Kampf gegen Polio. Mobilink plant kurz vor den SNIDs vom 13.-15. April Millionen von SMS an Eltern in Regionen, in denen ein hohes Ansteckunsrisiko mit dem Poliovirus besteht, zu versenden, um ihnen zu raten ihre Kinder impfen zu lassen. Vertreter der Gesundheitsbehörden bestätigen, dass solche innovativen Taktiken wichtig sind, um einen landesweit maximalen Impfschutz zu erreichen.
Alle Rotary Clubs des Landes sind über die Daten für die NIDs und SNIDs informiert und sowohl Rotarier als auch Rotaracter unterstützen die Bemühungen der Zentrale, indem sie Kinder, die die Teams der Gesundheitsbehörde auslassen, impfen werden.
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