RI-Ausschuss will afrikanische Rotarier mobilisieren
Ryan Hyland
Rotary International News -- 20. Februar 2009
Ein junges Mädchen wartet vor einer Armenspeisung in Niamey, Niger. „Reach Out to Africa“ (frei übersetzt: Hilfe für Afrika), ein R.I. Ausschuss, wurde gegründet, um Zusammenarbeit zu fördern, mehr Serviceprojekte zu initiieren und die Mitgliederzahlen in den afrikanischen Clubs zu erhöhen.
Rotary Images/ Layce Henson
Vier Länder in Afrika erhalten demnächst je 20 Inkubatoren für Kleinkinder. Indische Rotarier haben diese als Teil eines Projektes finanziert, das von „Reach Out to Africa“ unterstützt wird.
Weitere Rotarier, die sich an der Initiative beteiligen, arbeiteten dabei mit einheimischen Clubs zusammen und sammelten Geld für die Transportkosten und die Hafengebühren, damit die Inkubatoren noch bis zum 30. Juni in Äthiopien, Nigeria, Tansania und Uganda ankommen.
Der RI-Ausschuss „Reach Out to Africa“ ist eingerichtet worden, um genau diese Art der Zusammenarbeit zu fördern, um mehr Serviceprojekte zu initiieren und die Mitgliederzahlen in den Clubs auf dem afrikanischen Kontinent zu erhöhen.
„Afrikas Problem war schon immer, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung größer sind als die in den Ländern vorhandenen Ressourcen“, meint Past-Direktor R.I. Örsçelik Balkan, der zum Ad-Hoc-Ausschuss gehört, der die Initiative überwacht. „Reach Out to Africa hat das Ziel, die Clubs anzuleiten, sie zu beraten und ihnen die Mittel zu beschaffen, die sie brauchen, um die bestmöglichen Projekte umzusetzen“, erklärt er.
„Projekte wie diese Inkubator-Spende helfen, die Kindersterblichkeit zu senken“, erläutert Balkan weiter. „Das Beispiel zeigt, wie die Afrika-Initiative einheimische Rotarier dabei unterstützt, als Team zusammenzuarbeiten."
Der Ad-Hoc-Ausschuss, der ursprünglich vom Beratungsausschuss des letztjährigen RI-Präsidenten Wilfrid Wilkinson eingerichtet worden ist, besteht aus vier regionalen Unterausschüssen für Nord-, Süd-, Ost- und Westafrika sowie einem Unterausschuss, in dem Rotarier aus allen Kontinenten arbeiten, die bereits an einem erfolgreichen Projekt in Afrika beteiligt gewesen sind.
Die vier regionalen Unterausschüsse eruieren den Hilfsbedarf in den von ihnen betreuten Gebieten, während der fünfte Unterausschuss die dafür benötigten Ressourcen bei örtlichen und ausländischen Clubs sowie Hilfsorganisationen besorgt.
„Reach Out to Africa“ konzentriert sich auf Projekte in den Bereichen Wasser, Gesundheit, Alphabetisierung und Bildung, Hilfe zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit, Kinderfürsorge und Behinderte.
Balkan ist überzeugt, dass die Gewinnung neuer Mitglieder in Afrika wesentlich zum langfristigen Erfolg der Initiative beitragen wird. Deshalb setzt sich der Ausschuss dafür ein, dass die afrikanischen Clubs und Distrikte die von RI-Präsident Dong Kurn Lee vorgegebenen Ziele erreichen: Eine Nettozunahme der Mitgliederzahl um zehn Prozent und mindestens zwei neue Clubs pro Distrikt.
Außerdem möchte der Ausschuss die afrikanischen Clubs dazu bewegen, sich an Programmen wie Stipendien (Ambassadorial Scholarships) und Rotary World Peace Fellowships zu beteiligen.
„Reach Out to Africa“ ist einer der größten RI-Ausschüsse. Seine verschiedenen Mitglieder bieten die nötige Flexibilität, Erfahrung und die erforderlichen Fähigkeiten, um Clubs und Distrikte bei der Durchführung ihrer Projekte zu unterstützen, meint Balkan.
„Wir ermutigen alle Clubs, selbst aktiv zu werden“, sagt er und fügt hinzu, dass der Ausschuss „als Instrument dienen kann, das beste Serviceprojekt Afrikas umzusetzen. Rotary hat jetzt die großartige Gelegenheit, Träume wahr werden zu lassen für alle Menschen in Afrika.“
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