Sanitäranlagen für Madagaskar
Ryan Hyland
Rotary International News -- 29. Januar 2009
Ein Mitglied des Rotary Clubs Tamatave (Madagaskar) unterzeichnet ein Dokument für einen neuen Klärtank und Filtersystem. F
oto mfG Charles Welch
Zur Verbesserung der sanitären Situation und gleichzeitigen Bekämpfung von durch verseuchtes Wasser übertragenen Krankheiten haben die Rotary Clubs Paris-Est und Val-de-Marne (Frankreich) und Tamatave (Madagaskar) sich zusammen getan, um mehr als 900 Faulgruben- und Wasserfiltersysteme in den ärmsten Gegenden von Tamatave, Mangarivotra und Mararano einzurichten.
Das Projekt wird mit Spenden über 100.000 USD, darunter einem Matching Grant der Rotary Foundation über 42.000 USD, unterstützt. Andere Clubs und Distrikte in Frankreich und den USA haben ebenfalls Mittel beigesteuert.
Charles de Talhouet, Projektkoordinator und Mitglied des Rotary ClubsParis-Est, betont, dass die neuen Systeme mehr als 7.000 Menschen zugute kommen, die zuvor aufgrund mangelnder hygienischer Verhältnisse oft Krankheiten wie der Cholera ausgesetzt waren.
"Projekte wie dieses helfen, dieWasser- Ziele von Rotary zu erreichen", sagt de Talhouet, der jahrelang in Madagaskar gelebt und enge Kontakte mit dortigen Rotariern geknüpft hat. Auch Charles Welch vom RC Chapel Hill-Carrboro Sunrise (North Carolina) lebte 15 Jahre in Madagaskar und war ehemals Mitglied des Clubs in Tamatave. Als er von dem Projekt hörte, warb er auch in seinem amerikanischen Club dafür. Der Club brachte 2.000 Dollar zur Unterstützung zusammen und Welch ist weiterhin in Kontakt mit der Initiative. "Sanitäranlagen werden in ärmeren Gemeinwesen wie Tamatave dringendst gebraucht", sagt Welch. "Die Bedingungen sind grauenvoll. Latrinen, ob öffentlich oder privat, sind oft nur ein dreckiges schwarzes Loch. Die Arbeit von Rotary wird hier große Wirkung zeigen."
Die Clubs formten auch eine Partnerschaft mit den Frères de Saint-Gabriel, einer humanitären Organisation in Madagaskar. Diese Organisation hatte bereits einen Rekord aufgestellt, als sie 2.500 Grubensysteme und Filteranlagen in Tamatave installierte. Mitarbeiter werden Nutznießer des Programms auswählen und ihnen die neuen Anlagen und deren Wartung erklären. Familien übernehmen die Anlagen, indem sie eine Gebühr von 6 Dollar für die Tanks zahlen und bei Transport und Installierung der Anlagen helfen. Die Arbeit an den Systemen wird etwa 18 Monate in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit wird der Club in Tamatave das Projekt begleiten und überwachen. Die feierliche Eröffnung des Projektes fand anlässlich der Distriktkonferenz des Distriktes 9220, zu dem neben Madagaskar sechs weitere Länder gehören, statt. Ein gutes Beispiel, findet de Talhouet, wie Rotary das Leben armer Menschen positiv verändern kann.