Rotary.org: Aktuelles - „Haus der Gnade“ ist ein Segen für Behinderte

 „Haus der Gnade“ ist ein Segen für Behinderte

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RI-Präsident Dong Kurn Lee pflanzt Bäume mit Mitgliedern des Rotary Clubs Ankang-Bihwa in Gyeongju (Korea) vor einem Heim für geistig und körperlich Behinderte. Foto: Alyce Henson/Rotary Images

Als der älteste Sohn von Rotarier Ho-Ik Son vor über 30 Jahren mit geistigen Behinderungen auf die Welt kam, gab es für die Familie in dieser schwierigen Situation kaum Hilfe.

Son, Mitglied des Rotary Clubs Gyeongju East in Gyeongju, erinnert sich noch an diese schwere Zeit: „Ich nahm mir vor, etwas Besonderes zu schaffen, wenn ich genug Geld verdient habe.“

Der Besitzer einer Jugendherbergskette in Korea löste sein Versprechen 2006 ein, als er das Behindertenheim „Haus der Gnade“ eröffnete, für das er Baukosten in Höhe von 2 Millionen Dollar übernahm. Das Heim ist eine moderne Einrichtung und steht auf einem Hügel umgeben von Bäumen. Das Vorhaben wurde hauptsächlich mit Geldern der koreanischen Regierung finanziert.

Sons 38-jähriger Sohn Tae-Ho lebt jetzt mit 50 anderen körperlich und geistig Behinderten im Alter von 8 bis 57 Jahren im Heim.

Einmal im Monat besuchen Mitglieder des Rotary Clubs Ankang-Bihwa die Behinderten, um ihnen bei täglichen Aufgaben wie dem Baden zu helfen. Außerdem bringen sie kleine Geschenke wie Handtücher, Seife und Zahnpasta mit. Manchmal überraschen sie die Heimbewohner auch mit leckerem Naschwerk, wie koreanischen Reiswaffeln, die Dduk genannt werden, oder organisieren eine Geburtstagfeier.

Pflanzen von Bäumen

Im vergangenen Frühling stattete RI-Präsident Dong Kurn Lee dem Heim einen Besuch ab, als gerade 45 Frauen des Clubs zusammen mit den Heimbewohnern Gingko-, Pflaumen- und Apfelbäume auf der Anhöhe hinter dem Heim anpflanzten. Lee und seine Frau Young machten mit und pflanzten Bäume im Vorgarten des Heims an. An den Bäumen hängen Schilder, auf denen die Namen von Lee und Young stehen.

Jedes Clubmitglied ist zusammen mit einem Heimbewohner für die Pflege eines ganz bestimmten Baums zuständig. In einigen Jahren werden sie die Früchte der Obstbäume ernten können.

„Dieses Projekt gibt unseren Heimbewohnern das Gefühl, etwas geschafft zu haben und für etwas verantwortlich zu sein“, erklärt der frühere Clubpräsident Kyung Bae Lee. „Außerdem fördert es ihre geistige Beweglichkeit und ihr Koordinationsvermögen.“

Son freut sich über das Interesse der Rotarier am Heim und an Menschen mit Behinderungen:

 „Mein Traum ist es, dieses Heim zum Besten seiner Art zu machen”.


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