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Rotary schaut in die Zukunft

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Stephen Lewis, Co-Director der Organisation AIDS-Free World, spricht auf der RI Convention über die tragischen menschlichen Folgen von HIV/AIDS 

Rotary Images/Monika Lee

Auf der vierten Plenarsitzung der RI Convention in Los Angeles am 18. Juni standen die Themen Analphabetismus, Gesundheit und die Zukunft von Rotary im Mittelpunkt.

Lesen und Schreiben 

Die Country-Sängerin Dolly Parton berichtete per Videoschaltung von ihrem Programm Imagination Library , welches monatlich Bücher an Kinder unter fünf Jahren verschickt und das von Rotary Clubs unterstützt wird. Das Programm ist derzeit in den USA, Kanada und Großbritannien aktiv.

Ontarios Premier Dalton McGuinty sprach über den Analphabetismus. Angesichts von 800 Millionen Menschen, die des Lesens und Schreiben unkundig seien, betonte er die Notwendigkeit für Rotarier, hier aktiv zu werden. "Analphabetismus geht nicht nur auf Kosten des Individuums", sagte er. "Es kostet uns auch als Gesellschaft eine Menge".

Gesundheit 

In einer beeindruckenden Rede würdigte Stephen Lewis, Co-Director der Hilfsorganisation AIDS-Free World, die Leistungen von Rotariern im Kampf  gegen Polio, erinnerte aber auch daran, welch unglaublichen Tribut HIV/AIDS besonders in Afrika fordere.

33 Millionen Menschen leben heute mit AIDS, davon allein 23 Millionen in Afrika. Lewis, ehemaliger kanadischer Botschafter bei den Vereinten Nationen und UN-Sondergesandter für HIV/AIDS in Afrika, nannte es erschütternd, dass die Übertragung von HIV an Neugeborene während der Geburt nicht mehr unterbunden würde. Die Virusübertragung bei der Entbindung  könne medikamentös verhindert werden, dennoch würden jedes Jahr eine halbe Million HIV-positive Babys geboren. Die in den USA verwendeten Medikament könnten die Infektion zu 99 Prozent unterbinden. "Warum ist ein Leben in Afrika soviel weniger wert als das eines westlichen Kindes", fragte er. Doch gebe es Hoffnungsmomente, und Rotary International sei ein solcher Hoffnungsträger.

William Asiko, Präsident der Coca-Cola Africa Foundation, sprach über die Wichtigkeit von Partnerschaften im Kampf gegen AIDS in Afrika. "Wir [bei Coca-Cola] haben uns lange für öffentlich-private Partnerschaften stark gemacht", sagte er. "Auf unsere Partnerschaft mit Rotarians for Fighting AIDS [einer rotarischen Aktionsgruppe] ... sind wir besonders stolz." Er betonte auch, dass diese Partnerschaften lokal verankert und von der Basis unterstützt werden müssten. 

Die Rotary Foundation

Die Zielsetzungen der Rotary Foundation für 2008/09 wurden von Jonathan Majiyagbe, Dem Chair-elect des Kuratoriums der Foundation Board (Trustees) erläutert. Neben der Betonung des Versprechens, die Welt von der Kinderlähmung zu befreien, betonte Majiyagbe vor allem die Notwendigkeit der Unterstützung der Stiftung durch den  Annual Programs Fund und den  Permanent Fund der Foundation.

"Den Jährlichen Programmfonds nicht zu unterstützen, ist so, als würde man einem Lebewesen den Sauerstoff zum Atmen versagen", sagte er. "Wenn jedes rotarische Mitglied 100 Dollar im Jahr spendet, haben wir 120 Millionen im Jahr bereit - Geld, mit dem wir für sauberes Wasser sorgen und Hunger, Armut und Analphabetismus bekämpfen können."

Majiyagbe bat auch um Unterstützung der Foundation durch Club- und Distriktstiftungen, indem diese 10 Prozent ihrer Mittel zur vollständigen Finanzierung des  Rotary World Peace Fellowships Programms  bereitstellten.

Die Zukunft von Rotary

RI Präsident Wilfrid J. Wilkinson beendete die Sitzung mit seiner Rede über die Zukunft von Rotary. "Jedes Jahr nehmen Hunderttausende von jungen Menschen an unseren Jugendprogrammen teil, und sie entwickeln eine Beziehung zu Rotary, die wir pflegen müssen." Die junge Generation, aus der neue Rotarier hergingen, sei die Zukunft von Rotary, betonte Wilkinson abschließend.


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