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US-Rotarier trotzt Gefahren im Kampf gegen Polio


 
 

Jim Graham, Governor des Distrikts 6560, reiste Ende März fünf Tage als erster Rotarier in das kriegsgeschüttelte Afghanistan, um im Kampf gegen Polio mitzuhelfen. Nach seiner Ankunft erfuhr er, dass er sein Hotel in Kabul nur mit UN-Begleitung verlassen und nur in einem UN-Fahrzeug reisen dürfe.

„Die Sicherheitsbedenken waren groß“, so Graham. „Mein Hotel hatte starke Wände und alle Fahrzeuge wurden kontrolliert. Viele Gäste trugen Waffen unter ihrer Zivilkleidung.“ Am zweiten Tag jagte sich ein Selbstmordattentäter 300 Meter vom Hotel in die Luft. 15 Minuten früher war Grahams Fahrzeug an dieser Stelle vorbeigefahren.

Zusammen mit Regierungsbeamten und UN- und WHO-Personal machte Graham vom RC Brownsburg (Indiana) im Rahmen einer Großkampagne Hausbesuche, um nahezu 7.3 Millionen Kinder unter 5 Jahren gegen Polio zu impfen. Er kontrollierte, dass die Impfteams die richtige Dosis Impfstoff verabreichten und zählte die geimpften Kinder.

Grahams Team reiste oft in arme Wohngebiete von Kabul, die durch den Krieg stark beschädigt sind. Sie besuchten auch abgelegene Gebiete in der Nähe der feindlichen Taliban-Milizen.

„Wo ich hinkam, wurde akribisch genau Buch geführt und der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Impfstoff hat mich sehr beeindruckt.“

Graham hatte noch nie zuvor bei einer Polio-Impfkampagne mitgemacht. Die Idee kam ihm vor zwei Jahren, als er und seine Frau Roberta zwei afghanische Kinder bei sich aufnahmen, denen Gift of Life eine Herzoperation in Indianapolis ermöglichte.

Afghanistan gehört neben Indien, Nigeria und Pakistan zu den letzten polioendemischen Ländern. Im Oktober stellte PolioPlus 800.000 Dollar für Impfaktionen in Afghanistan von Januar bis April bereit.


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