Krankheitsvorsorge und -behandlung
Die WHO schätzt, dass eine Milliarde Menschen an vernachlässigten Tropenerkrankungen leiden. Jeder sechste kann sich keine medizinische Versorgung leisten. Rotarys Einsatz im Bereich Krankheitsvorsorge und -behandlung geht diese Probleme durch Impfungen oder medizinische Hilfe und Training für medizinische Fachkräfte an.
Kampf gegen Malaria in Afrika
Im vergangenen Jahr starben 750.000 Menschen in Subsahara-Afrika an Malaria, 85% davon waren Kinder. Einige der Ärmsten der Armen der Gemeinde Yirimadjo, Mali, erhalten nun jedoch Hilfe durch ein Rotary Foundation Global Grant-Projekt, das Rotary Clubs aus vier Ländern dort umsetzen.
Geleitet wird das Projekt mit dem Titel Bite Malaria Back vom Rotary Club Bamako-Amitié, Mali. Die Menschen in Yirimadjo erhalten u.a. insektizidbehandelte Moskitonetze, medizinische Versorgung und Medikamente zur Profilaxe und Behandlung. Zusätzlich gefördert wird das Projekt vom Rotary Club Capitol Hill (Washington, D.C.), USA, und fünf weiteren Clubs im Großraum Washington sowie Clubs in Indien und Hongkong. Um die Armut und weitere Krankheiten in Yirimadjo zu bekämpfen, schlossen sich Rotarier zudem mit der Nichtregierungsorganisation Project Muso Ladamunen zusammen.
In nur drei Monaten konnten durch das Projekt Bite Malaria Back über 3.000 Patienten behandelt werden. Medizinische Helfer machten 12.700 Hausbesuche, um 900 Kinder zu behandeln. Über 80% dieser Kinder erhielten wichtige medizinische Hilfe innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten von Symptomen.
„Wir können nicht hinnehmen, dass jedes Jahr beinahe eine Millionen Kinder an einer Krankheit wie Malaria sterben, die mit wenig Geld behandelt werden kann“, so Maria Nelly Pavisich vom Rotary Club Capitol Hill.
Ein durch ein Rotary Foundation Global Grant gefördertes Projekt gibt Kindern in Yirimadjo im westafrikanischen Mali Hoffnung auf eine von Malaria befreite Zukunft.