Message from the Chair
Mai 2012
Ein neues Grant-Modell für neue Taten
Ich traf kürzlich mit einer Anzahl von Rotariern zusammen, die dafür verantwortlich sind, im nächsten Jahr mit Ihnen in Bezug auf den neuen Future Vision Plan und das neue System der Grants zu kommunizieren. Es ist mir klar, dass wir viel von unseren Clubs verlangen, wenn sie mit dem Übergang zu Future Vision einen großen Sprung ins Ungewisse tun. Und es ist schwer, Veränderungen anzunehmen, wenn man nicht viel über die Details weiß.
Warum also „Future Vision“? Das fragen sich viele. Die Antwort: damit wir auch morgen besser wirksam sein können. Wir mussten unsere Foundation erneuern, um mit der Zeit Schritt zu halten, und weil wir vor großen Herausforderungen stehen. Wir mussten Dinge vereinfachen. Und wenn das bedeutete, dass wir uns von manchem zu verabschieden, was uns vielleicht ganz lieb geworden war, so nehmen wir das in Kauf. Unser gutes Werk geht vor, und das wird uns auch in Zukunft die Freude bereiten, die die uns lieb gewordenen Aktivitäten gaben.
Dieser Plan ist nicht von irgendjemandem ausgeheckt worden. Den Ausgangspunkt der Planungen bildeten die Antworten und Meinungen von Tausenden und Tausenden von Rotariern aus aller Welt. Aus diesen Ansichten und Überzeugungen bildeten wir die sechs Schwerpunktbereiche heraus, denn in diesen wollen Rotarier tätig werden.
Fast alle Pilotprojekte berichten, dass unsere Future Vision unser Rotary stärkt. Sie nehmen gerne die erweiterten Möglichkeiten und Entscheidungsfreiheiten der District Grants an. Die Integration von Nachhaltigkeit als Faktor bei Global Grants hat sich als Herausforderung herausgestellt, doch erkennen die Pilotdistrikte die Wichtigkeit dieser Konzepte an und arbeiten eng mit unseren hilfreichen Mitarbeitern an diesen Fragestellungen.
Um was darf ich Sie also bitten? Nun, ich bitte Sie zum einen, Ihre Distrikte so zu strukturieren, dass Sie bereit sind für den 1. Juli 2013 – und ich bitte Sie um Geduld. Wir sind dabei, unsere Foundation so effektiv und produktiv wie nur irgend möglich aufzustellen, und wenn Sie noch ein wenig länger warten können, werden Sie schnell von den neuen Möglichkeiten überzeugt sein.
April 2012
Wir halten unser Versprechen einer poliofreien Welt
Während ich diese Zeilen schreibe, reflektieren wir alle noch über das, was wir in Indien erreicht haben: ein Jahr ohne einen einzigen Fall von Kinderlähmung! Noch 2009 verzeichnete Indien mehr Poliofälle als alle anderen verbliebenen Länder. Dies ist eine fantastische Leistung, von Rotariern, der WHO, UNICEF, den CDC Behörden, der Gates Foundation und der indischen Regierung. Wir haben wieder einmal gezeigt, was erreicht werden kann, wenn sich gleichgesinnte Menschen unter einem Ziel vereinen. Als Rotarier können wir stolz sein auf unsere Freunde und auf die gesamte Familie von Rotary in Indien.
Doch Vorsicht: natürlich bleibt keine Zeit zum Verweilen, denn Indien ist Nachbar von zwei Ländern, in denen Polio nach wie vor vorkommt. Und in China ereignete sich 2011 ein Ausbruch durch Einschleppung des Erregers. Indien hat gezeigt, dass es möglich ist, den Kampf zu gewinnen, doch liegt noch harte Arbeit vor uns.
Einer der weniger bekannte Aspekte unserer Arbeit in der Polio-Initiative ist „Advocacy“, also die Fürsprache für unsere Sache bei Regierungsstellen. Die Regierungen der Welt haben Milliarden von Dollars für die Ausrottung der Kinderlähmung beigesteuert. Vieles davon ist das Ergebnis rotarischer Einsätze „hinter den Kulissen“. Dieses Engagement geschieht leise und unspektakulär, doch die Ergebnisse sind enorm.
Die Gates Foundation stellte uns im Januar weitere 50 Millionen US-Dollar bereit, damit wir weiterhin effektiv in der Partnerschaft aktiv sein können. Wir haben noch einige Jahre vor uns, bis die Welt als poliofrei zertifiziert werden kann. Stellen Sie daher bitte bloß nicht Ihre Spendenleistungen ein, nur weil wir unser Challenge-Ziel erreicht haben. Jeder Dollar, jeder Euro, jeder Yen, den Sie spenden, geht voll und ganz an den Kampf gegen die Kinderlähmung.
Wir haben den Kinder der Welt versprochen, dass wir die Welt von Polio befreien würden. Und als Rotarier halten wir unsere Versprechen!
März 2012
Eine stärkere Foundation durch Future Vision
Ich werde gelegentlich immer noch gefragt, wie wir zu der Entscheidung kamen, unseren Future Vision Plan zu entwickeln. Warum etwas reparieren, das nicht kaputt ist? Es ist eine Tatsache, dass unsere Foundation, die Rotary für über 90 Jahre so gut diente, langsam veraltet war. Um auf den ständigen Wandel in der Welt einzugehen, fügten wir einfach immer noch ein Programm hinzu oder änderten unsere Regeln, was die Verwaltung der Foundation immer komplizierter und teurer machte. Es war an der Zeit, sich der Realität zu stellen und zu akzeptieren, dass wir entweder Veränderungen vornehmen müssen oder unseren Einfluss in der Welt langsam verlieren würden.
Wir befragten über 10.000 Rotarier, was wir ändern sollten und machten uns dann daran, eine Foundation zu gestalten, die einfach und leichter zu verstehen ist, die Clubs und Distrikten mehr Verantwortung für Stiftungsgelder überträgt und die für mehr Nachhaltigkeit bei unseren Aktivitäten sorgt.
So wie Rotary in den vergangenen Jahren für die Ausrottung der Kinderlähmung stand, wird Rotary in Zukunft für Einsätze in den sechs Schwerpunktbereichen stehen. Wir werden mehr umsetzen als die bisherigen vielen kleinen Projekte, auf die wir zwar stolz sein konnten, die jedoch nur Symptome und keine Ursachen bekämpften, und die oft nur kurzfristige Ergebnisse erzielten. Durch unseren Einsatz gegen die Kinderlähmung haben wir gezeigt, was wir erreichen können. Und wir werden der Welt zeigen, dass wir auch andere große Herausforderungen meistern können - und dass Rotary auch dabei bereit ist, voranzugehen. Dies können wir zwar nicht alleine, doch können und werden wir Dinge bewegen.
Die Pilotdistrikte berichten, dass Future Vision spannend ist, mehr Engagement und Begeisterung hervorruft, effizienter ist, den Austausch zwischen den Clubs fördert, Rotariern mehr Möglichkeiten vor Augen führt, den Umfang von Projekten vergrößert und zu mehr Spenden an die Foundation anregt. Als Chair unserer Foundation kann ich dem nur beipflichten!
Februar 2012
Unsere Foundation hilft uns, anderen zu helfen
Ein Freund von mir, der zudem Mitglied in der Arch C. Klumph Society ist, schickte mir kürzlich eine E-Mail, deren abschließende Sätze zusammenfassten, warum wir unsere Foundation unterstützen. Dieser Freund, sein Name ist John, stammt aus bescheidenen Verhältnissen, wurde jedoch später ein erfolgreicher Geschäftsmann. Durch unsere Foundation war er in der Lage, seinen eigenen Erfolg auch an Menschen weiterzugeben, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen. Er schrieb: „Als jemand, der während der Großen Depression in eine arme Bauernfamilie hineingeboren wurde, kann ich bestätigen, dass wenn man nichts besitzt, selbst kleine Gaben, eine große Hilfe sind. Ich erinnere mich noch genau an unsere Nachbarn und Verwandten, die unsere neunköpfige Familie damals unterstützten und uns beistanden. Und genau dies ist auch der Auftrag unserer Foundation.“
Ein weiteres Zitat, das ich kürzlich hörte und mich sehr beeindruckte, stammt von einem Rotarier während eines Rotary Instituts: „Ich schloss mich Rotary wegen der Möglichkeit an, Geschäftskontakte und Freundschaften zu knüpfen. Geblieben bin ich jedoch, um die Welt zu verändern.“
Für viele von uns ist Rotary die einzige Möglichkeit, um die Welt zu verändern. Als Einzelpersonen können wir nur wenig erreichen, doch wenn wir uns mit unseren rotarischen Freunden zusammenschließen, können wir etwas bewegen. Wie wir das tun, hängt davon ab, wo wir uns befinden. Wenn Sie in einem Land leben, in dem große menschliche Not herrscht, dann bringen Sie sich bei der Ermittlung bestehender Bedarfe und der Entwicklung und Umsetzung von Projekten ein. Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, einer Generation anzugehören, die mit Erfolg gesegnet ist, dann können Sie helfen, indem Sie Ressourcen zur Verfügung stellen. Das Bindeglied zwischen diesen beiden Arten zu helfen, ist unsere Foundation.
Unser Geschäftsmodell funktioniert sehr gut – seit beinahe 100 Jahren sind die Rotarier in der Lage, Gutes in der Welt zu tun. Wir haben den Test der Zeit bestanden.
Januar 2012
Schwerpunkbereiche treiben Rotary an
Wir haben fast die Hälfte unseres Pilotprogramms für den Future Vision Plan erreicht. Vorausschauend erwarte ich, dass die Einführung der sechs Schwerpunktbereiche die größte Veränderung für uns darstellen wird. Und nicht nur für unsere Foundation. RI Director Stuart Heal, Vorsitzender des Strategic Planning Committee, bemerkte kürzlich, dass unsere Areas of Focus sehr gut in den Strategieplan von RI passen.
Die Generation(en) von heute unterstützen eher Sachen und problembezogene Aktivitäten als Organisationen. Daher sollten wir bei Rotary in der Lage sein, ganz klipp und klar zu formulieren, was unsere Sache ist. Wenn jemand uns fragt, was Rotary ist, dann sollten wir nicht erst nach Worten suchen müssen. Sondern wir sagen der Person, dass wir eine Organisation zum humanitären Service bereiter Menschen in aller Welt sind, die sich in den Bereichen Wasser und Hygiene, Schulbildung, Lesen und Schreiben, Gesundheit von Mutter und Kind, Krankheitsprävention und –behandlung, Wirtschafts- und Kommunalentwicklung sowie Friedensförderung und Konfliktlösung engagieren. Das schafft man in 20 Sekunden!
Sie sehen, wie wichtig ein solches Auftreten für den Erfolg unserer Foundation sein kann. Wenn Sie Unternehmen auf eine eventuelle Spendenunterstützung ansprechen, so sind die Geschäftsleute um ein Vielfaches geneigter uns zu unterstützen, wenn sie die Gewissheit haben können, dass ihr Geld in guten Händen aufgehoben ist und seinem Zweck zukommen wird. Wir verfügen über eine lange, lange Erfolgsgeschichte, das gilt es einzubringen. Bill Gates hat das mehrfach erwähnt und uns sein Vertrauen ausgedrückt, und er hat dem Taten folgen lassen, mit seinen Spenden für den Kampf gegen die Kinderlähmung.
Und noch ein Wort zur Mitgliedschaft, während ich diese Zeilen aus der Stiftungsperspektive schreibe: Viele Organisationen reden über Probleme – aber Rotary, das heißt: Taten statt Worte.
Dezember 2011
Das Spenden an unsere Foundation als jährliche Tradition
Als Rotarier verwenden wir viele Abkürzungen. So sprechen wir beispielsweise von GSEs, VTTs, NIDs und PHFs. Unsere Distriktamtsträger bezeichnen wir als DGs, DGEs und DGNs, und in Evanston haben wir einen GS. Darüber hinaus haben wir viele PDGs und einige PRIPs. Ich bin sicher, Ihnen fallen noch viele weitere solche Kurzformen ein.
In diesem Monat würde ich Ihre Aufmerksamkeit gerne auf eine andere Abkürzung lenken: EREY. Sie steht für Every Rotarian, Every Year, zu Deutsch: Jedes Jahr eine Spende, und soll einen jeden von uns dazu anregen, eine jährliche Spende an unsere Foundation zu leisten. Trotz der Wirtschaftslage und trotz schlimmer Naturkatastrophen war das Spendenergebnis für unseren Jährlichen Programmfonds im vergangenen Jahr das zweithöchste, das jemals erzielt werden konnte. Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Foundation und darin, dass Sie mithelfen, die Stiftung in Zukunft noch stärker und effizienter zu machen.
Ich lese viele Distrikt- und Zonen-Rundschreiben, und musste neulich sehr schmunzeln, als ich in einem dieser Newsletters aus dem Distrikt 7600 (Virginia) ein Zitat las. Darin beschrieb Bill Billings, wie Rotary für ihn desto mehr an Bedeutung gewann, je mehr er sich engagierte. „Dies sind mit die besten Zeiten für mich bei Rotary, denn ich erkenne, was ich für Rotary tun kann“, schreibt er. „Ich spende jedes Jahr an die Rotary Foundation, denn es gibt mir ein gutes Gefühl.“
An dieser Stelle kam dann auch sein Sinn für Humor durch. Ich bin mir nicht sicher, ob es in jedem Land Telemarketing gibt, aber falls es in Ihrem Land existiert, werden Sie bei den im Folgenden zitierten Worten von Bill Billings auch lächeln müssen: „Außerdem spende ich an die Foundation, weil es eines der besten Argumente gegen aufdringliche Telefonverkäufer ist. Wenn sie anrufen, sage ich einfach: „Ich spende mein Geld an die Rotary Foundation, aber vielen Dank für Ihren Anruf, haben Sie noch einen schönen Tag. - Klick!“
Für Bill ist die Rotary Foundation die erste Wahl, wenn es darum geht, Gutes zu tun. Ich hoffe, auch für Sie.
November 2011
Wieder einmal Zeit für das Thema Foundation
Wir haben den Monat November der Rotary Foundation gewidmet, um Rotariern einen Anlass zu bieten, über unsere Stiftung zu reden. Um zu verstehen, wie die Foundation arbeitet, muss man bereit sein, ihre Strukturen zu verstehen. Das ist besonders wichtig für neu eingeführte Mitglieder.
Wir kommunizieren manchmal nicht genug in Rotary – und das ist eigentlich komisch, denn wir kommen alle aus Berufen, wo das eine Notwendigkeit ist. Vielleicht ist es das Informationsangebot, oder zuviel Sport im Fernsehen, aber oft erhalten Informationen über Rotary nicht die Priorität, die sie verdienen. Könnten Sie zum Beispiel ad hoc die folgenden Fragen beantworten?
Gibt es einen Ambassadorial Scholar in unserem Distrikt?
Was ist der Future Vision Plan, und was bedeutet er für unseren Club?
Was müssen wir über den aktuellen Kampf gegen die Kinderlähmung wissen?
Was ist der Unterschied zwischen Group Study Exchange Teams und VTT-Berufstrainingsteams?
Ich höre immer Every Rotarian, Every Year. Was hat es damit auf sich?
Wie kann die Rotary Foundation unsere Clubvorstellungen, Menschen außerhalb unseres Gemeinwesens zu helfen, unterstützen?
Was tun Rotarier in Problembereichen wie HIV/AIDS und dem Weltwassermangel?
Keiner in meinem Club liest den Jahresbericht. Wohin fließen die Gelder?
Wie sieht unsere Beziehung mit der Bill & Melinda Gates Foundation aus?
Diese Liste von Fragen ließe sich noch weiter fortsetzen, doch die wirkliche Frage ist: “Was wird in unserem Club getan, um mehr über unsere Rotary Foundation zu lernen?” Wenn die Antwort heißt: Nicht genug, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen.
Oktober 2011
Ein spannender Monat für die Foundation
Der Oktober ist ein sehr geschäftiger Monat für die Rotary Foundation. In der Regel fällt das Treffen unserer Trustees in den Oktober doch da die RI Convention 2012 bereits so früh im Mai stattfinden wird, wurde das Meeting in den September vorgezogen. Das bedeutete auch, dass der „Taiwan Day“ früher abgehalten wurde.
Am „Taiwan Day“ nahmen wir Rotarier aus Taiwan für deren Spenden von mindestens 250.000 USD an die Foundation in die Arch C. Klumph Society auf. 2009 waren es fünf großzügige taiwanesische Ehepaare, die als Mitglieder in die Arch C. Klumph Society aufgenommen wurden, 2010 sieben Paare und bis zum jetzigen Zeitpunkt in 2011 acht Paare. Wenn man die Einwohnerzahl von Taiwan in Betracht zieht und diese mit der Zahl der dortigen Rotarier vergleicht, dann ist deren Spendenleistung überaus beeindruckend. Wir haben heute über 300 Arch C. Klumph Society Mitglieder. Die meisten davon stammen aus den USA, seit kurzem gefolgt von den Mitgliedern aus Taiwan. Ein echter Ansporn für den Rest von uns!
Der Oktober ist der Monat in dem viele Rotary-Institute stattfinden, auf denen derzeitige, zukünftige und ehemalige Rotary-Führungskräfte zusammenkommen, um über aktuelle rotarische Themen zu diskutieren. An jedem Institut nimmt stets ein Trustee und Mitarbeiter der Foundation teil.
Jeden Oktober wählen wir zudem die nächste Gruppe an Rotary Friedensstipendiaten aus – bis zu 60 für das zweijährige Master-Programm und bis zu 50 für das dreimonatige Zertifikatsprogramm. Das Auswahlverfahren ist sehr faszinierend und erinnert an die Rekrutierung neuer Spieler durch die U.S.-Football-Teams. Alle Bewerber werden durch erfahrene Rotarier und die Universitäten eingeschätzt. Vertreter der Universitäten kommen zu den Meetings mit ihren „Wunschlisten“ und wechseln sich bei der Auswahl ihrer Stipendiaten ab. Ihr Wunsch ist es oft Stipendiaten aus möglichst vielen verschiedenen Regionen oder Studienfeldern auszuwählen und manchmal „tauschen“ sie ausgewählte Studenten untereinander auch aus. Das Ergebnis ist, dass die besten Kandidaten unsere Stipendiaten werden und unser Programm so weiter zu den besten zählt.
September 2011
Was ist Ihr Vermächtnis?
Vor einigen Jahren sah ich während eines Besuchs in New York City ein T-Shirt mit der Aufschrift „Wer am meisten hat wenn er stirbt, gewinnt“. Die Aussage schien mir damals zwar komisch, aber haben wir nicht alle schon einmal von Menschen gelesen, die ihren Erfolg ausschließlich an ihrem Besitz festmachen? Das Problem ist, dass materielle Reichtümer oft nicht glücklich machen, denn es gibt immer jemanden, der mehr hat.
Die meisten von uns jedoch würden ihr Leben lieber an ihren Taten messen lassen. Viele Rotarier würdigen daher die Einsätze anderer Rotarier durch eine Spendenzusicherung an unsere Rotary Foundation, die auch nach ihrem Ableben noch weiter wirken kann. Die Erträge aus ihren Spenden fließen Jahr für Jahr in den Jährlichen Programmfonds. Was für ein besseres Vermächtnis kann es für die Welt geben?
Anfang dieses Jahres hatten bereits 8.000 Personen die Bequest Society in ihrer Nachlassplanung bedacht. Dies sind geschätzte 338 Millionen US-Dollar, und damit ein bedeutender Teil des beinahe 700 Millionen US-Dollar umfassenden Vermögens und der Umsatzerwartungen unseres Permanenten Fonds.
Der erste australische RI Präsident, Angus S. Mitchell (1948-49), sprach 1992 in einer Rede über den Permanenten Fonds und schloss diese mit einer Geschichte aus dem Talmud ab: Choni Hama’agel sah einen alten Mann einen Johannisbrotbaum pflanzen und fragte ihn wann er glaube, dass der Baum Früchte tragen würde. „In 70 Jahren“, so der alten Mann. „Wie bitte?“ fragte Choni. „Glaubst Du, dass Du in 70 Jahren, wenn Du die Früchte Deiner Arbeit einholen kannst, noch am Leben sein wirst?“ „Die Erde war nicht leer als ich geboren wurde“, so der alte Mann. „Und so wie mein Vater Dinge für mich anpflanzte bevor ich geboren wurde, so pflanze ich für die, die nach mir kommen.“
Diese Möglichkeit haben auch wir: durch ein Vermächtnis an unsere Rotary Foundation.
August 2011
Rotarischer Dienst, gefördert durch die Rotary Foundation
Vor einigen Monaten nahmen Lorna und ich an drei Distriktkonferenzen teil. Auf dem Programm standen dabei mehrere Rotary Foundation-Aktivitäten und wir hörten die Berichte von Ambassadorial Scholars, Rotary Friedensstipendiaten, Studiengruppenaustausch-Teams und Vertretern verschiedener hervorragender Projekte, bei denen Rotarier und die Rotary Foundation zusammenarbeiten. Es ließ mich darüber nachdenken, wie stark die Rotary Foundation doch mit unserem rotarischen Dienst verknüpft ist.
Direkt nach den Konferenzen nahm ich an einem Meeting des Future Vision Committees teil. Vor dem Ausschuss sprach einer unserer Senior Manager, der den Bewerbungsprozess für Grants getestet hatte und die Antragstellung für Global Grants als zu komplex bewertete. Darüber hinaus diskutierten wir über die Definition von Elementarbildung im Zusammenhang mit den Schwerpunktbereichen, mögliche strategische Partnerschaften und das Training für Distrikte, die nicht am Pilotprogramm teilnehmen.
Es wurden noch viele weitere Themen besprochen, doch will ich die eben erwähnten Fragestellungen besonders hervorheben, um zu zeigen, dass wir uns während der Pilotphase sowohl großen als auch kleineren Anliegen widmen müssen. Ein jeder von uns erlebt beim Aufbau der „Stiftung der Zukunft“ einige Frustrationen. Die dreijährige Pilotphase scheint vielen von Ihnen eine sehr lange Zeit, doch gestalten wir hier etwas, dass uns dabei helfen soll, der Menschheit in der Zukunft noch besser zu dienen - und das müssen wir vorher ausreichend testen.
Vom Meeting mit dem Future Vision Ausschuss ging es direkt zum Treffen des Finanzausschusses, bei dem führende Foundation-Mitarbeiter und die Trustees eineinhalb Tage lang ein Budget ausarbeiteten, dass unsere Betriebskosten so gering wie möglich halten und Sie gleichzeitig bestmöglich unterstützen soll. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass ein Maximum der Mittel für Programme zur Verfügung steht.
Dies ist unsere Rotary Foundation und viele Menschen tragen auf unterschiedliche Weise dazu bei, Sie bestmöglich in Ihrem rotarischen Dienst zu unterstützen.
Bill Boyd
Kuratoriumsvorsitzender der Rotary Foundation
Juli 2011
Lassen Sie uns ein großartiges 2011/12 anpacken
Ich freue mich, genau wie Sie sicherlich auch, auf das neue uns bevorstehende Rotary-Jahr. Unsere Clubs und Distrikte haben neue Leitungen erhalten und wir haben uns neue Ziele gesetzt. Alles was wir an Rotary so sehr schätzen bleibt erhalten, doch ändern sich die Menschen und die ihnen übertragenen Aufgaben.
So wie die Clubs und Distrikte hat auch unsere Rotary Foundation neue Trustees und einen neuen Chair erhalten, doch bleibt unser Auftrag der selbe: den Rotariern dabei zu helfen, sich für Völkerverständigung, Goodwill und Frieden einzusetzen, durch die Verbesserung von Gesundheitswesen, die Unterstützung von Bildungsmaßnahmen und die Milderung der Armut. In diesem Jahr haben wir uns drei Ziele für die Foundation gesetzt. Diese sollen unsere Vision nicht ersetzen, doch sollen sie uns helfen, uns auf die Schwerpunkte für dieses Jahr zu konzentrieren.
Unser oberstes Ziel ist es, die Ausrottung der Kinderlähmung zu Ende zu bringen. 2010 konnten wir große Fortschritte verzeichnen, doch dürfen wir uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen. Die erneuten Ausbrüche der Krankheit in Tadschikistan und der Republik Kongo machten uns dies klar deutlich. Ein jeder von uns kann zu dieser größten Errungenschaft in Rotarys Geschichte einen Beitrag leisten.
Unser zweites Ziel ist es, dass einem jeden von uns bewusst wird: die Rotary Foundation gehört uns. Fördern können wir diese durch unser Engagement und unsere Spenden. Die Rotary Foundation ist unsere Stiftung.
Das dritte Ziel ist es, unsere Foundation effizienter zu machen, ihr zu mehr Erfolg zu verhelfen und unseren Future Vision Plan noch weiter auszuarbeiten. Nach Ablauf des ersten, sehr erfolgreichen Jahres, verlassen wir uns nun auf die Pilotdistrikte uns zu sagen, was gut funktioniert und was noch verbessert werden kann, um neue Dienstmöglichkeiten zu erarbeiten. In diesem Jahr werden auch die Nicht-Pilotdistrikte damit beginnen, sich vorzubereiten. Überlegen Sie sich, wie Ihre Distriktstruktur sich verändern wird und wie Sie zu Grants und Prüfungen Entscheidungen treffen werden.
Die Stärke der Rotary Foundation, unserer Foundation, wird nicht durch unsere Trustees bestimmt. Sie sind es, die bestimmen, was möglich ist. Bitte unterstützen Sie uns. Gemeinsam können wir aus 2011/12 ein großartiges Rotary-Jahr machen.
Bill Boyd
Kuratoriumsvorsitzender der Rotary Foundation