Beantragung
Antragsverfahren
Zuwendungen für Dozenten der Rotary Foundation müssen über einen Rotary Club vor Ort innerhalb des Distrikts laufen. Über die Suchfunktion Clubwegweiser lassen sich die Kontaktdaten der einzelnen Rotary Clubs ermitteln. Die Kandidaten aus Clubs nehmen dann einem distriktweiten Auswahlverfahren teil. Ob und wie viele Zuwendungen gewährt werden, hängt davon ab, wie hoch die Spendenbereitschaft der Rotarier vor Ort ist und welche Programme der örtliche Rotary-Distrikt mit den jeweiligen Geldern zu fördern bereit ist. Möglicherweise vergeben bestimmte Distrikte nicht in jedem Jahr Zuwendungen für Dozenten.
Aufgrund unterschiedlicher Bewerbungsfristen kann nur der zuständige Club vor Ort genaue Angaben machen. Die Bewerbungstermine auf Clubebene für Stipendien im Jahr 007/08 liegen im Allgemeinen zwischen dem 1. März und dem 15. Juli 2006.
Muster eines Terminplans
Die Seite Antragsverfahren für Bewerber im Abschnitt Stipendien enthält ein Muster eines Terminplans, der sich auch auf Rotary-Zuwendungen für Dozenten anwenden lässt.
Zulassungskriterien
- Bewerber um eine Zuwendung für Hochschuldozenten müssen seit mindestens drei Jahren an einer Universität oder Fachhochschule unterrichten (bzw. unterrichtet haben, falls sie pensioniert sind), brauchen jedoch keinen bestimmten akademischen Rang innehaben.
- Der Schwerpunkt der Lehrtätigkeit muss im Gastland praktische Anwendbarkeit besitzen.
- Im Heimat- und Gastland des Bewerbers muss mindestens ein Rotary Club existieren.
- Die vorgesehene Gastuniversität muss in einem einkommensschwachen/Entwicklungsland liegen. Als einkommensschwach gelten Länder mit einem Bruttosozialprodukt von 6.375 USD oder weniger pro Einwohner.
- Bewerber müssen über gute Kenntnisse der Sprache des jeweiligen Gastlandes verfügen.
- Es können sich sowohl Rotarier als auch Nicht-Rotarier bewerben.
- Die Zuwendungen werden unabhängig von Geschlecht, Alter oder Familienstand vergeben.
Einkommensschwache Länder und geografische Gebiete
Empfänger von Zuwendungen für Universitätsdozenten können in den folgenden einkommensschwachen Ländern und geografischen Gebieten unterrichten:
- Europa und Zentralasien
- Lateinamerika und Karibik
- Naher Osten und Nordafrika
- Ostasien und Pazifik
- Südasien
- Subsaharische Länder Afrikas
Einkommensschwach ist definiert als Mittelwert des Pro-Kopf-Bruttosozialprodukts der oberen Mittelschicht (6.195,50 USD) der Weltbank. Das Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt liegt nach Schätzungen des Weltbank-Atlas 2000 zwischen 3.031 und 9.360 USD.