Im Einsatz für Frieden in Osttimor
Dan Nixon
Rotary International News -- 21. Juni 2009
Izabela Pereira kann bezeugen, dass wirtschaftlicher Aufschwung und Stabilität in Osttimor Einzug halten.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Izabela Pereira
Izabela Pereira konnte, seitdem sie im April 2008 im Zuge der Integrierten Mission der Vereinten Nationen in die Demokratische Republik Osttimor kam, mit eigenen Augen die enormen Veränderungen der Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort sehen.
"Ich kam direkt nach dem versuchten Attentat auf den Präsidenten dort an", sagte Pereira, die von 2005 bis 2007 mit einem Rotary Weltfriedensstipendium an der Univesidad del Salvador in Buenos Aires, Argentinien studierte. "Ich erinnere mich an die über 60 Vertriebenencamps, die über die gesamte [Haupt]-Stadt verteilt waren. Diese Camps sind heute aus Dili verschwunden."
Pereira, die als eine der mehr als 100 Friedensstipendiaten am zweiten Rotary Weltfriedenssymposium in Birmingham, England vom 18.-19. Juni teilnahm, beaufsichtigt Osttimors wichtigste Regierungseinrichtungen und berät diese wie sie im Sinne einer Demokratie am effektivsten arbeiten können.
Ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Zeit als Friedensstipendiatin, als sie als Wahlbeobachterin in Kolumbien und Nicaragua tätig war, sammeln konnte, bereiteten sie gut auf diese Aufgabe vor. In Nicaragua konnte sie dabei erleben, wie vormals gegnerische Parteien sich für gemeinsame Ziele zusammenschlossen. Darüber hinaus konnte Pereira durch den Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen (UNIFEM) im Senegal Erfahrungen mit Konfliktvermeidungs-Strategien sammeln sowie die dortigen Wahlen 2007 beobachten. Nach ihrer Zusammenarbeit mit UNIFEM durfte Pereira außerdem an einer UN Friedensmission an der Elfenbeinküste teilnehmen.
In Osttimor sieht Pereira heute die Auswirkungen jahrzehnte langer Konflikte, die noch viel Einsatz u.a. bei der Infrastruktur, im Bildungsbereich und bei der Schaffung von Arbeitsplätzen verlangen. Sie freut sich jedoch darüber, dass sie ihren Teil dazu beitragen kann zu helfen und ist der Rotary Foundation für deren großartige Unterstützung sehr dankbar.
"Osttimor besteht erst seit sieben Jahren. Nirgendwo sonst kann man buchstäblich am Aufbau eines Landes mirwirken", so Pereira.