Rotary.org: Aktuelles - Afghanistan verstärkt den Kampf gegen Polio

 Afghanistan verstärkt den Kampf gegen Polio

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(Bild oben) Dr. Nasir Khan, Präsident des Rotary Clubs Jalalabad, impft während der nationalen Impftage in Afghanistan im März ein Kind gegen Polio.
Photo courtesy of Stephen Brown

(Bild unten) Past Governor Stephen Brown und seine Frau Susan gehen während der nationalen Impftage ehrenamtlichen afghanischen Helfern (von denen viele Rotary-Mützen tragen) zur Hand. Photo by Fary Moini.

Afghanistans unermüdliche Anstrengungen zur Ausmerzung der Kinderlähmung scheinen im Süden des Landes Früchte getragen zu haben.  Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation vom Februar hervor. Die Region gehört samt dem Süden Pakistans zu einer größeren Zone mit immer noch intensiver Virusübertragung.

Die flächendeckende Impfung von Kindern im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan ist für die Bemühungen beider Länder um die vollständige Ausrottung von Polio unerlässlich. „Dieses Virus setzt sich unerbittlich über Ländergrenzen hinweg“, erklärt Dr. Rudolf Tangerman, Beauftragter der Anti-Polio-Initiative der Weltgesundheitsorganisation, nach den nationalen Impftagen (NIDs) Afghanistans in 2007. „Diese zwei Länder können Polio nicht getrennt voneinander in den Griff bekommen.“

Stephen Brown, Past Governor des Distrikts 5340 (Kalifornien, USA) und Fary Moini, ein weiteres Mitglied des Rotary Clubs La Jolla Golden Triangle, haben gemeinsam mehrere humanitäre Projekte in Afghanistan geleitet und auch an dortigen NIDs teilgenommen. Past Governor Brown brachte seine Bewunderung für die ausgezeichnete organisatorische Handhabung der Maßnahmen zur Ausrottung von Polio durch das dortige medizinische Personal zum Ausdruck. „Viele Leute beteiligen sich an den Impfaktionen, und sie machen sich genaue Aufzeichnungen sowohl zur Anzahl durchgeführter Impfaktionen als auch - was noch entscheidender ist - zu den Weigerungen, sich impfen zu lassen oder zu den nicht erreichten Haushalten", berichtet er in seinem Online-Tagebuch

Bei den nationalen Impftagen in Afghanistan im März erhielten etwa 6,9 Millionen Kinder den Impfschutz gegen Polio. Leider verhinderten Auseinandersetzungen zwischen Taliban und afghanischen Sicherheitskräften die Erreichung aller von dieser Initiative ins Auge gefassten Kinder. Die Impfung von Kindern und die Dokumentierung dieser Impfungen gestaltet sich in einem Land ohne Volkszählung, in dem Familien, besonders in der südlichen Region, ständig unterwegs sind, um Gefahren aus dem Weg zu gehen, äußerst schwierig. „Morgens können Sie in [ein Dorf] gehen, nachmittags dagegen nicht“, erklärt Dr. Rahmatullah Kamwak, der sich im Süden Afghanistans im Rahmen der WHO-Bemühungen engagiert. 

Trotzdem leisten couragierte, mit Polioimpfstoff ausgerüstete ehrenamtliche Helfer außerordentliche Arbeit, indem Sie Kinder aufspüren und sicherstellen, dass sie den Impfschutz gegen diese verkrüppelnde Krankheit erhalten. Die Helfer schaffen bei ihrer Arbeit sozusagen mobile Impfnachweise, indem sie die Finger von geimpften Kindern mit Farbstiften markieren und mit Kreide Notizen auf Häusertüren festhalten, dass diesen Haushalten der Impfschutz verliehen wurde. 

„[Afghanistans] Polio-Kampagne ist ein einmaliger heroischer Einsatz“, erklärt Martin Bell, UNICEFs Botschafter für humanitäre Notstände. „Hiermit wird der Welt auf beispielhafte Weise gezeigt, was sich selbst unter den schwierigsten Bedingungen erreichen lässt. ....Wenn Afghanen es bereits in Kriegszeiten schaffen, die Kinderlähmung aus ihrem Land zu verbannen, was vermögen sie dann erst in Zeiten des Friedens zu erreichen?“




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